Buchverlosung “Demenz natürlich behandeln” und ein Interview mit der Autorin Frau Dr. Flemmer
Wie Ende letzten Jahres versprochen, werde ich auch in diesem Jahr wieder ein paar Bücher an euch verlosen und auch interessante Interviews rund um das Thema Pflege führen. Diesmal findet sich sogar beides in einem Artikel, nämlich genau hier. Die Schlütersche Verlagsgesellschaft hat es mir nämlich ermöglicht, ein schriftliches Interview mit der Autorin des heute zu verlosenden Ratgebers „Demenz natürlich behandeln“ zu führen. Und obendrein gibt es noch ein Exemplar zur Verlosung. Das ist doch mal ein super Start in die Woche, oder?
Worum geht es in dem Buch?
Sicherlich beschreibt der Klappentext des Buches ganz gut, was man als Leser/in beim Schmökern zu erwarten hat:
"Demenz kann man auf natürliche Weise vorbeugen und das Leben mit der Krankheit leichter erträglich machen. Neben der notwendigen medikamentösen Therapie gibt es viele Möglichkeiten, die Geist und Körper auf sanfte und natürliche Weise stärken. Auch die richtige Ernährung und Heilpflanzen können sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Andrea Flemmer hat alle sinnvollen alternativen Maßnahmen fachkundig recherchiert, kritisch geprüft und in diesem Ratgeber zusammengestellt. Dazu gibt sie kompetenten Rat und viele praktische Tipps."
Damit ihr euch einen Eindruck vom Inhalt machen könnt, habe ich hier mal ein Bild des Inhaltsverzeichnisses gemacht:
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Man sieht, es werden wirklich viele Therapien und Methoden beschrieben. Da meine Oma auch schwer dement war, kann ich in den Ratgebertexten so mache Situation, die ich mit ihr erlebt habe, wiederfinden. Vielleicht hätte ich auch besser auf einige Dinge reagieren können, wenn ich das Buch vorher gelesen hätte. Denn ich war manchmal überfordert, muss ich zugeben. Vielleicht geht es einigen von euch ja auch so? Aber bevor ich jetzt noch mehr Worte über das Buch verliere, lasse ich Frau Dr. Flemmer doch mal selbst zu Wort kommen:
Liebe Frau Dr. Flemmer, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen. Sie haben ja bereits einige erfolgreiche Ratgeber geschrieben und haben 2002 den Neubiberger Umweltpreis für ihr „kontinuierliches und ideenreiches Engagement in der Umweltbildung“ erhalten. Ihr neuer Ratgeber heißt „Demenz natürlich behandeln“. Wie sind Sie auf dieses Thema aufmerksam geworden? Warum wollten Sie dazu einen Ratgeber veröffentlichen?
Nun, da ich feststellen mußte, dass meine Mutter an Demenz erkrankt ist und ich die Möglichkeiten ihr zu helfen intensiv kennenlernen wollte kam ich auf die Idee. Mit diesem Ratgeber sah ich eine Möglichkeit vielen Betroffenen zu helfen.
Wer ist die Zielgruppe Ihres Buches? Hier bei www.der-pflegeblogger.de lesen ja Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen mit - Pflegekräfte, Beschäftige aus anderen Gesundheitsbereichen, Betroffene und auch einfach nur diejenigen, die sich informieren möchten.
Ich sehe hier Betroffene, wozu auch Verwandte, Bekannte und Freunde der Erkrankten gehören. Aber auch Pflegekräfte, Beschäftigte aus anderen Gesundheitsbereichen gehören zur Zielgruppe. Schließlich habe ich auch einen ausführlichen Teil zur Vorbeugung von Demenz geschrieben – damit sind auch alle Menschen gemeint, die diese Krankheit nicht bekommen wollen.
Ich habe Ihr Buch ja selbstverständlich auch bereits gelesen. Ich finde wirklich, dass es hält, was es verspricht und sehr viele hilfreiche Informationen rund um das Thema Demenz bietet. Ein spannendes Thema sind die verschiedensten Therapien, mit denen man Demenz natürlich, also zusätzlich zu den Medikamenten, behandeln kann. Welches sind denn die aus Ihrer Sicht wichtigsten Therapien?
Es freut mich, dass Ihnen mein Buch gefällt. Aber eine wichtigste Therapie kann ich gar nicht herausstellen, da nahezu jeder Demenzfall anders verläuft. Eine liebevolle Betreuung des Betroffenen ist in meinen Augen das Wichtigste. Dazu gehört nicht, dass dies mit der Pflegeversicherung nur schwer zu finanzieren ist.
Und zusätzlich zu diesen Basis-Therapien, welche Therapien bieten besondere Stärken? Ich persönlich finde ja die Humortherapie immer gut, egal ob bei Demenz oder bei kranken Kindern. Lachen macht eben gesund. Was meinen Sie?
Selbstverständlich bin ich da Ihrer Meinung. Deshalb bin ich ja auf die Idee gekommen, anstelle von Gedichten Witze auswendig zu lernen. Damit erheitert man sich und seine Umgebung.
Außerdem geben Sie im Buch Tipps, wie man das Risiko, an Demenz zu erkranken, minimieren kann. Für alle meine Leser, die das Buch nicht gewinnen können: Bitte fassen Sie doch kurz ein paar praktische Tipps zusammen.
- Wie schon erläutert: Witze auswendig lernen. Generell ist es sehr wichtig geistig rege zu bleiben und sich in diesem Zusammenhang auch immer auf etwas Neues einzulassen – Volkshochschulen bieten dazu zahlreiche Möglichkeiten.
- Wer gerne Musik macht oder hört: Wunderbar. Musiker erkranken weniger an einer Demenz als dies durchschnittlich der Fall ist.
- Kreislauferkrankungen behandeln und vorbeugen
- Blutfette (z. B. Cholesterin und Triglyceride) im Normbereich halten. Generell ist es wichtig auf die Gesundheit zu achten.
- Bewegung ist sehr wichtig: Zahlreiche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass körperliche Aktivität zu einem um 30 – 50 % geringeren Risiko führt, kognitive Leistungseinbußen zu entwickeln oder sogar eine Demenz auszubilden.
- Gesunde Ernährung, das heißt: eine vollwertige Ernährung mit viel Obst und Gemüse
- Kontrolle des Körpergewichts (Diät) und eventuell Übergewicht abbauen
- die frühzeitige Behandlung einer Depression
- Nicht Rauchen
- Diabetes I gegebenenfalls richtig einstellen lassen, Diabetes Typ II nach Möglichkeit z. B. über Gewichtsreduktion und Bewegung verbessern oder beseitigen.
- Stress vermeiden
- Gedächtnistraining - Schlecht für unsere Denkzentrale ist es, wenn sie über Jahre nicht gefordert wird oder man sich keinen neuen Situationen stellen muss.
Eine Studie aus den USA zeigte, dass diejenigen Senioren, die einmal pro Woche musizierten, tanzten, Denksportaufgaben lösten das Risiko für eine Demenz um 7 % reduzierten, waren es elf aktive Tage pro Monat sank das Risiko sogar um 63 %!
Vielen Dank, Frau Dr. Flemmer, für diese interessanten Antworten. Und auch dafür, dass ich an dieser Stelle ein Exemplar Ihres Buches „Demenz natürlich behandeln“ verlosen darf. Also ab an die Tastatur, liebe Leser/innen und bis Ende dieser Woche (Sonntag, 29.01.) einen Kommentar hier hinterlassen. Per Zufallsgenerator wird dann der oder die Sieger/in ermittelt. Vor allem würde ich mich freuen, wenn ihr schreibt, warum das Buch zu eurer Lektüre werden sollte. Viel Glück! (Bitte nicht wundern, falls der Kommentar nicht direkt erscheint, ich muss ihn aus Schutz vor Spam erst freigeben)
Wohnen im Alter – wie finde ich einen passenden Alterswohnsitz?
Ich habe ja vor einigen Monaten hier im Blog schonmal ein Interview mit Herrn Kilchert vom Webportal pflege.de veröffentlicht. Im Zuge dieses Interviews habe ich mich intensiv mit den online zu findenden Infos rund um das Thema „Wohnen im Alter“ beschäftigt, denn auf pflege.de gibt es unter anderem ja auch Altenheime und Seniorenresidenzen, die dort für sich werben. Am Wochenende hatte ich nun endlich mal wieder Zeit, mich statt auf den Bürostuhl in meinen Sessel zu legen und habe nochmal die alten Notizen aufgerufen. Der folgende Beitrag ist daraus entstanden:
Wohnen im Alter - aber wie möchte ich überhaupt wohnen?
Wenn man über die passende Wohnung für sich als Senior nachdenkt oder auch die passende Wohnung für die (Schwieger)eltern – damit sie beispielsweise näher am eigenen Zuhause wohnen oder betreut werden – dann muss man sich erstmal die Frage stellen, wie ich überhaupt wohnen will. Es gibt da nämlich mehrere Unterschiede:
1. Betreutes Wohnen, Seniorenresidenz, Integriertes Wohnen, Service-Wohnen
Mir waren immer nur die beiden erstgenannten Begriffe geläufig, aber bei der Internetrecherche ist einem noch allerhand anderes an Bezeichnungen untergekommen. Ich bleibe der Einfachheit halber mal bei dem ersten (und wohl auch bekanntesten) Begriff „Betreutes Wohnen“. Dies ist eine Zwischenstufe zwischen dem Wohnen zu Hause und dem Wohnen in einem Altersheim mit Rundumbetreuung. Diese Art des Wohnens im Alter ist für diejenigen passend, die sich nicht mehr vollständig selbst versorgen können, aber dennoch ein deutliches Maß Selbstständigkeit für sich bewahren möchten. Es gibt unterschiedliche Formen des Betreuten Wohnens, von Wohnanlagen mit integrierten Servicedienstleistungen bis hin zu Anlagen, in denen ein Servicebüro die Dienstleistungen von extern vermittelt.
Die Bewohner/innen lassen sich auch recht gut eingrenzen:
- 72% haben Beschwerden beim Gehen bzw. bei der Bewegung
- 66% klagen über Probleme mit dem Herzen bzw. Kreislauf
- 50% haben Hörprobleme oder Sehschwierigkeiten
Und noch ein Fakt ist beachtlich: Vier Fünftel aller Einziehenden sind Frauen und genauso hoch ist die Zahl derjenigen, die alleinstehend einziehen. Betreutes Wohnen ist also vor allem für ältere Frauen interessant, die zusammen mit ihrem Ehepartner noch in einer eigenen Wohnung gelebt haben, aber nach dem Tod des Partners diese Wohnung nicht mehr bewohnen wollen oder können. Dann bietet ein betreutes Wohnen eine gute Balance von Unterstützung und Ablenkung, aber auch Selbständigkeit.
2. Barrierefreie Wohnung beziehen bzw. Wohnung anpassen lassen
Wer im Alter nicht mehr umziehen möchte, der kann sich sein Haus oder seine Wohnung altersgerecht anpassen lassen. Natürlich ist dafür auch ein wenig Kleingeld nötig bzw. sogar ein höherer Betrag – je nachdem, wie schwer es ist, die Wohnung barrierefrei bzw. altersgerecht umzuwandeln. Dafür hat man den Vorteil, sich im Alter nicht mehr an eine neue Umgebung gewöhnen zu müssen, weiterhin mit den (hoffentlich) netten Nachbarn ein Schwätzchen halten zu können und halt die gewohnte Wege gehen zu können.
Alternativ ist es natürlich auch möglich, doch noch einmal umzuziehen, aber nicht in eine Seniorenresidenz bzw. ein betreutes Wohnen, sondern in eine neue eigene Wohnung, die aber barrierefrei eingerichtet ist. Solche Wohnungen und Häuser finden sich über spezialisierte Makler aber auch schon über Online-Angebote, z.B. auf immonet.de oder anderen Plattformen.
3. Gemeinschaftliches Wohnen
Solch eine Form kannte ich eigentlich bisher nur aus meinem Studentenleben – die WG. Immer mehr Senioreninnen und Senioren organisieren sich nämlich in gemeinschaftlich ausgerichteten Wohnprojekten. Der Vorteil gegenüber den anderen beiden Varianten: Die Bewohner selbst, also die Senioren unter sich, gestalten das Zusammenleben in ihren Wohngemeinschaften mit. Da kommt ein neues Gemeinschaftsgefühl auf und die sozialen Kontakte werden auch im Alter noch erweitert. Das finde ich eine tolle Idee für alle, die Angst haben, zu vereinsamen. Zudem kann man gewisse Dienstleistungen des betreuten Wohnens ja auch zusätzlich in Anspruch nehmen und evtl. untereinander teilen – das spart Kosten.
Der Nachteil: Man muss im Alter nochmal Kompromisse machen beim gemeinsamen Zusammenwohnen. Aber je nach Größe und Ausstattung des gemeinschaftlichen Hauses kann man sich auch sicherlich seine Ruhezonen schaffen.
Fazit: Verschiedenste Möglichkeiten bieten Gestaltungsspielraum
Man sieht, es ist eigentlich für jeden etwas dabei und mit den richtigen Argumenten und Beispielen schafft man es auch bestimmt, die vielleicht am Anfang etwas widerspenstigen (Schwieger)Eltern zu einer Aufgabe der eigenen, nicht seniorengerechten Wohnung zu überreden.
Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema Wohnen im Alter? Ich bin auf eure Kommentare gespannt. Zudem werde ich das Thema weiterverfolgen und bestimmt nochmal ergänzen.
Neues Jahr, neues Gesetz: Familienpflegezeit
Hallo zusammen,
erstmal ein frohes neues Jahr allerseits. Ich hoffe, ihr seid gut ins Jahr 2012 (was ja bekanntlich großartig wird) gestartet. Und wie es ja jedes Jahr zum 01. Januar der Fall ist, sind auch 2012 zahlreiche neue Gesetze in Kraft getreten. Darunter eines zur Familienpflegezeit. Noch vor knapp 2 Wochen hatte ich ja hier berichtet, dass die Vereinbarkeit und Pflege und Beruf in kaum einem Unternehmen richtig geregelt ist. Zwar schafft das Gesetz jetzt auch keinen Zwang für Unternehmen, ihren Mitarbeitern die Familienpflegezeit auch zuzugestehen, aber sicherlich erhöht es die Bereitschaft der Firmen.
Vorgängermodell seit 2008
Wie ihr vielleicht wisst, gibt es schon seit dem 01.07.2008 einen Anspruch auf Pflegezeit. Bislang konnten sich Beschäftigte für die Pflege naher Angehöriger für maximal sechs Monate komplett oder teilweise von der Arbeit frei stellen lassen. Während der Freistellung erhielten sie aber bisher kein Gehalt. Und hierauf liegt nun der Schwerpunkt des neuen Gesetzes zur Familienpflegezeit
Familienpflegezeit – Wie funktioniert das?
Künftig können Arbeitnehmer zur Pflege ihrer Angehörigen ihre Arbeitszeit für maximal zwei Jahre auf bis zu 15 Wochenstunden reduzieren und erhalten ein angepasstes Gehalt vom Unternehmen. Dieses angepasst Gehalt ist in meinen Augen gut geregelt. Als Beispiel: Arbeitet man nur noch die Hälfte und pflegt in der anderen, freigewordenen Zeit eine Person in der Familie, dann erhält man dennoch 75% seines Gehalts. Die finanziellen Einbußen sind also nicht allzu hoch. Im Gegenzug muss man dann aber natürlich auch, wenn man wieder mit voller Stelle/ Arbeitszeit in die Arbeitswelt zurückkehrt, 100% arbeiten und erhält nur 75% seines Gehalts. Das gilt entsprechend so lange, bis die Minuszeit auf dem Zeitkonto aufgebraucht ist. Wer also kräftig Überstunden schiebt, kann seine Minusstunden schneller abbauen.

Für alle, die jetzt zum Chef gehen wollen und die Familienpflegezeit verlangen: Es gibt leider keinen Rechtsanspruch auf Gewährung, sondern man ist noch darauf angewiesen, dass das Unternehmen mitspielt. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dieser eigentlich (wie ich finde) sehr guten Regelung. Also dann mal lieber nett und vorsichtig als allzu fordernd beim Chef anfragen. Dann klappts auch mit der Familienpflegezeit
Hier noch eine Ergänzung in Videoform, die auch einen guten Einblick bzw. Überblick über das Thema gibt:
2012 wird großartig!
Liebe Mitleser/innen,
wisst ihr was? 2012 wird großartig, davon bin ich überzeugt. Ich wünsche euch nur das Beste im kommenden Jahr und dass ihr, meine Wenigkeit und auch noch viel mehr Menschen von Krisen, Katastrophen und dem Zusammenbrechen des Euro-Raums verschont bleiben.

Bild: Rita Thielen / pixelio.de
Frohe Weihnachten!
So langsam ist es soweit. Das Gedränge in den Einkaufsstraßen und Shops wird hektischer, die Leute sind nicht mehr so wählerisch, Hauptsache man findet noch irgendwas zum Verschenken. Und auch ich verabschiede mich zum finalen Geschenkekaufen und natürlich vor allem zum gemütlichen Beisammensein mit Familie und Freunden rund um den Weihnachtsbaum.
Ich danke euch, dass ihr mir dieses Jahr die Treue gehalten habt bzw. meine Artikel so interessant fandet, dass ihr mir bei Twitter folgt, mich bei Facebook „liked“ oder unter meinen Artikeln einen Kommentar loswerdet. Ich kann schon jetzt versprechen, dass es auch nächstes Jahr hier interessant bleibt, denn Sören ist im Moment gleich doppelt auf Reisen und es wird auch wieder eine Buchverlosung geben. Und natürlich noch viel mehr lustige, zum Nachdenken anregende oder auch (hoffentlich) unterhaltsame Einträge.
Euch allen wünsche ich ein tolles Weihnachtsfest, ein paar besinnliche Tage, viel leckeres Essen und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.
Euer Marcel aka der Pflegeblogger
Bilder: kaweyka & F. Gopp.at & / pixelio.de
So viele Studien – ein Überblick
In den letzten Wochen habe ich ja zwei Artikel zu verschiedenen Studien hier und hier veröffentlicht und kommentiert. Bei der täglichen Recherche sind mir aber noch weitere Studien aufgefallen, die ich euch nicht enthalten möchte und daher mal einen Überblick gebe:
Gesundheitsberufe belasten das Wohlbefinden
Leider ist das Ergebnis einer Studie, die im Rahmen einer Erhebung zum Österreichischen Arbeitsgesundheitsmonitor erstellt wurde, nicht sooo überraschend für mich: Das Arbeiten in Pflege- und ähnlichen Berufen macht kaputt/ krank. Neun von zehn Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen haben körperliche Beschwerden, hat die Studie herausgefunden. Besonders negativ betroffen sind innerhalb dieser Gruppe die Pflegeberufe und hier wiederum insbesondere der Bereich der Alten- und Behindertenpflege. Und welche Beschwerden führen das nicht so schöne Ranking der häufigsten Krankheiten an? Wollt ihr raten? Richtig, es sind Rückenschmerzen und Verspannungen. Und die körperlichen Probleme sind nicht das Einzige: Während die Gesamtheit der unselbstständig Beschäftigten bzw. der Gesundheitsberufe zu 33 Prozent keine psychischen Beschwerden hat, ist dies nur bei 24 Prozent der Alten-und Behindertenpfleger und 27 Prozent der Krankenpfleger der Fall.
Wer ausführliche Infos lesen möchte: Quelle
Deutsche fürchten Verfall des Gesundheitssystems
Das Allensbacher Institut für Demoskopie und die Bundesärztekammer haben unter rund 1800 Bundesbürgern und mehr als 500 Ärzten eine Umfrage zum Gesundheitssystem durchgeführt. Die Ergebnisse und dementsprechend die Erwartungen der Menschen an die Gesundheitsversorgung in der Zukunft sind eher düster. Es mag jetzt dahingestellt sein, ob man eher die negativen als positiven Ergebnisse veröffentlicht hat, denn die Studie wurde für den Finanzdienstleister MLP erstellt, der ja bekanntlich unter anderem davon lebt, private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen zu verkaufen.
Aber zurück zur Studie und das Positive zuerst: 72 Prozent der Bevölkerung und 88 Prozent der Ärzte sind mit der aktuellen Versorgung zufrieden. Aber ob das auch in Zukunft so bleibt, stellen viele in Frage. 79 Prozent erwarten steigende Kassenbeiträge und eine verschärfte „Zwei-Klassen-Medizin“, 78 Prozent höhere Zuzahlungen für Medikamente und 46 Prozent der Ärzte und 43 Prozent der Bevölkerung sind skeptisch, ob es der Politik in der Zukunft gelingt, eine gute Versorgung für alle Pflegebedürftigen sicherzustellen.
Wer weitere Ergebnisse lesen möchte: Quelle

Wohnen im Alter
Zum Schluss eine schon etwas ältere Studie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Im Rahmen der Erhebungen zur Studie "Wohnen im Alter – Marktprozesse und wohnungspolitischer Handlungsbedarf" Ein Ergebnis der Studie ist unter anderem, dass bisher lediglich 1 Prozent der Wohnungen altersgerecht gebaut und ausgestattet sind. Es geht also unter anderem darum, ob die Wohnung barrierefrei ist, also beispielsweise die schöne Waschmaschine nicht zu sehr im Weg steht und somit ein Risiko zum Stolpern darstellt. Oder ob die Stufen in der Wohnung gut genug gekennzeichnet sind oder ob es im Bad genügend Bewegungsfläche gibt.
Wer ausführliche Infos lesen möchte: Quelle (PDF)
Vereinbarkeit von Pflege und Job
Die Gesellschaft für Konsumforschung, kurz GfK, hat eine repräsentative Umfrage unter 500 deutschen Firmen veröffentlicht, die sich mit dem Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ befasst. Das Ergebnis ist ziemlich verbesserungswürdig, wenn man bedenkt, dass in den kommenden Jahrzehnten aufgrund der alternden Bevölkerung sicherlich auch dies ein Faktor für Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sein kann.
Rund 62 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie sich noch gar nicht mit der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege befasst haben. Und 71 Prozent können nicht einmal betriebliche Maßnahmen zum Thema nennen. Beauftragt wurde die Studie von der Initiative „berufundfamilie“ der Hertie-Stiftung.
Die Studie zeigt also mal wieder, dass der Aufklärungsbedarf hier wirklich hoch ist. Die Vereinbarkeit von Job und Familie ist, nicht zuletzt durch die immer wieder große Medienaufmerksamkeit, in quasi jedem Unternehmen eine wichtige Frage. Aber beim Thema Pflege ist dies leider überhaupt nicht so. Es ist also etwas gänzlich anderes, ob man – bildlich gesprochen - die Kleidung eines Kindes oder einer pflegebedürftigen Person in die Waschmaschine steckt, also sich um einen jungen oder älteren Menschen kümmern muss.
Wenn die Hertie-Stiftung sich nun mit diesen Ergebnissen für eine Verbesserung von Pflege- und Berufsvereinbarkeit einsetzen will, dann sollte sie zunächst Infomaterialien produzieren, denn 83 Prozent der Befragten sagten, dass sie in Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bis jetzt nicht aktiv waren, weil es an Umsetzungshilfen und Tipps mangelt. Hier ist also eine Wissenslücke, die zum Wohle derer, die einen anderen Menschen pflegen, recht schnell geschlossen werden könnte.
Die ganze Studie gibt es hier zum Download.
Essen, Schlafen & Sex – Der Unterschied zwischen den Geschlechtern
Ich bin gerade beim Stöbern auf der Webseite des Medical Observers über eine interessante Studie gestoßen, die ich richtig stark finde. Dazu muss ich direkt mal was schreiben und daher hier eine Zusammenfassung dieser wunderbaren Studie zum Unterschied zwischen Männern und Frauen – zumindest wenn es um die täglichen Gedanken an Essen, Schlafen und Sex geht.
Männer denken nur an das eine?
Stimmt nicht, wenn man einer neuen Studie glaubt. Männer denken an vieles und drei dieser Dinge besonders häufig: Sex, Essen und Schlafen. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Glaubt man der Studie von Terri Fisher von der Ohio State University in Columbus, dann denken junge Männer 19x täglich ans Liebemachen. Aber auch für andere körperliche Freuden ist viel Platz im Kopf, denn 18x pro Tag wird ans Essen gedacht. Schlafen, natürlich äußerst wichtig bei so viel körperlicher Anstrengung zwischen Sex und Verdauung, rangiert mit 11 Gedanken pro Tag auf Rang drei.
Frauen denken anders!
Okay, das ist jetzt keine große Neuheit, dass Frauen irgendwie anders ticken als Männer. Und das soll um Gottes Willen nicht böse gemeint sein. Man könnte also sagen, die Studie beweist einmal mehr den Unterschied zwischen den Geschlechtern. Denn - aufgepasst – junge Frauen denken öfter ans Essen als ans Schlafen. Und zwar egal an welche Form des Schlafens. Junge Frauen (die Studie wurde mit Studenten und Studentinnen zwischen 18 und 25 Jahren durchgeführt) denken angeblich 15x pro Tag ans Essen. Auf den weiteren Plätzen folgen dann der Beischlaf (10x) und der Erholungsschlaf (8,5x).
Diese besondere Erkenntnis musste ich auf jeden Fall in einem äußerst aussagekräftigen Diagramm festhalten:

Was sich mir aber noch für weitere Fragen stellen: Zählt man die Häufigkeit der Gedanken zusammen, dann kommt man bei den Frauen auf einen niedrigeren Wert. Woran denken Frauen also denn noch so am Tag? An Krankheiten wie Bluthochdruck oder Allergie? An Kopfschmerzen, würden böse Zungen jetzt vielleicht behaupten. Oder an die Termine, die der Mann nicht im Kopf hat? (So ist es Gott sei Dank bei mir.) Oder an das schöne Paar Schuhe aus dem Schaufenster? Wie dem auch sei: Frauen denken einfach breitgefächerter. Und Jungs sind konzentrierter bei der Sache. Ob diese Gedanken eigentlich irgendwann mal nachlassen? Ich bin gespannt.
Und an was denkt ihr so öfters am Tag? Ich hoffe doch an den Pflegeblogger ![]()
Was bei der Pflegeheimwahl zu beachten ist
(Gastartikel) Wenn ein Mensch nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen und die Unterbringung in ein Pflegeheim die einzige Alternative ist, sollte man sich sorgfältig informieren und beraten lassen, welcher Heimplatz für den Angehörigen in Frage kommt.
Für Menschen, die in ein Altenheim müssen, ist das eine riesige Umstellung. Um sich einigermaßen eingewöhnen zu können, ist es wichtig zu wissen, ob man das Zimmer individuell gestalten darf, eigene Möbel mitbringen kann, ob das Heim für die Angehörigen gut zu erreichen ist, was für ein Eindruck die Umgebung macht und vor allem, wie individuell die Pflege und Betreuung auf die Bedürfnisse des Angehörigenzugeschnitten sind. Man kann das richtige Pflegeheim finden, wenn man sich vor Ort ein Bild von der jeweiligen Einrichtung macht. Die Mitarbeiter stehen bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite.
Auch Modelle, wie Angebote für Betreutes Wohnen in Köln können in fast allen Städten genutzt werden. Hier kann der Senior in einer kleinen Wohnung rundum betreut werden, allerdings setzt dies voraus, dass er noch in der Lage ist, mit Hilfe bei den Alltagsdingen zurechtzukommen. Der ambulante Pflegedienst oder Essen auf Räder entlasten hier den älteren Menschen, ganz nach den jeweiligen Bedürfnissen.
Ist es aber unumgänglich den alten Menschen im Pflegeheim unterzubringen, sollte gewährleistet sein, dass er würde - und respektvoll versorgt, optimal betreut und verpflegt wird. Freizeitangebote, die die Fähigkeiten der Senioren unterstützen, sollten ebenso selbstverständlich sein, wie die Rundumbetreuung bei Nacht. Für den Dementen ist ein geschultes Pflegepersonal unerlässlich, sind diese Patienten doch am meisten auf Hilfe und Unterstützung angewiesen, genauso wie die schwerstkranken und bettlägerigen Menschen. Optimal abgestimmte Mahlzeiten, Zuwendung und ein liebevolles Personal in einer freundlichen Umgebung sollten bei der Wahl des richtigen Pflegeheims ausschlaggebend sein.
Es ist nie einfach, einen Angehörigen ins Pflegeheim zu bringen, aber es gibt mittlerweile so gute Einrichtungen, die den Lebensabend des älteren Menschen angenehm und komfortabel gestalten können.
Pflegealphabet: B wie Bekleidung
Nachdem ich es in den letzten Wochen ja schon öfter befüllt habe (u.a. mit B wie Betten und D wie Depression), habe ich heute erneut einen Artikel für das Pflegealphabet geschrieben. Allerdings musste ich dafür den Buchstaben B verdoppeln, denn heute geht es um B wie Bekleidung. Nachdem bei dem Artikel zu den Betten ja in den Kommentaren Lob geäußert wurde, dass dieser Überblick hilfreich war, hoffe ich, heute auch wieder euren Geschmack zu treffen. Kommentare nehme ich gerne wieder unterhalb des Artikels an. Also, genug der Vorrede, kommen wir zu
(Berufs)Bekleidung für Pflegeberufe
Viele von euch, die selber in der Pflege arbeiten, werden es ja täglich am eigenen Leib erfahren: Die Berufsbekleidung muss bei der Arbeit ziemlich viel aushalten. Sie muss natürlich bequem sein und gut sitzen, denn besonders bei der schweren Arbeit mit Patienten im Pflegeheim sollte wirklich das letzte, über das man sich aufregt, die Kleidung sein. Topmodisch hingegen brauch sie nicht zu sein, allerdings sollten die Kleidungsstücke auch nicht aussehen wie ein Kartoffelsack. Ihr wisst bestimmt, was ich meine
Für alle, die sich einen Überblick über die verschiedenen Kleidungsstücke verschaffen wollen, gibt es jetzt eine Auflistung. Ich habe nicht explizit nach Damen- oder passender Herrenmode unterteilt.
Kasack
Das Wörtchen „Sack“ enthält die Bezeichnung dieser ziemlich weit verbreiteten Berufsbekleidung ja schonmal, aber ganz so schlimm ist es dann meistens doch nicht. Und vor allem kommt „Kasack“ ja nicht von „Sack“, sondern aus dem Französischen von „casaque“, was ursprünglich eine dreiviertellange Bluse bezeichnet. (Danke Wikipedia) Als ich für diesen Artikel online recherchiert habe, bin ich auf die verschiedensten Modelle eines Kasacks gestoßen. Manche sind modischer, andere eher schlicht gehalten. Da kommt es halt wirklich drauf an, was der Arbeitgeber bestellt bzw. welchen Stil man selber gerne trägt.
Hosen
Hier gibt es die verschiedensten Varianten und Formen. Von Stretch bis hin zu Jeans gibt es verschiedenste Materialien, aber auch immer öfter auch unterschiedliche Farben. Klar ist weiß noch die beherrschende Farbe, aber (wie ich finde) glücklicherweise gibt es auch immer mehr andere Farbkombinationen. An dieser Stelle meine Frage an euch, welche Farbe eure Berufsbekleidung hat?
(Bild © http://www.clinic-job-dress.de)
Schuhe
Wer in der Pflege tätig ist, der wird jeden Tag mehrere Kilometer per Pedes zurücklegen. Da ist es wichtig, das passende Schuhwerk zu tragen. Ich kenne es so, dass sich eigentlich jeder seine Schuhe individuell aussuchen konnte. Da gab es dann die Turnschuhträger, die Birkenstocker und viele Schuhmodelle dazwischen. Aber egal ob Turnschuh, Birkenstock Sandale oder sonstige Berufsschuhe - Hauptsache sie sind bequem und man rutscht nicht leicht damit aus.
Hello, I'm Sören!





