22May/13

Aktivierung und Selbstbeschäftigung bei Demenz: Interview über die SingLiesel mit Christian Jungermann

Mit voranschreiten der Erkrankung scheinen sich Demenzpatienten immer weiter von Angehörigen und Pflegepersonal zu entfernen – die Kontaktaufnahme wird schwerer. Vor allem für Angehörige ist dieser Zustand nur schwer zu ertragen und oft auch schwer zu greifen und zu begreifen.

Die SingLiesel GmbH hat mit ihren Büchern einen Weg gefunden, eine Brücke zu Demenz- und Alzheimerpatienten zu schlagen. Mit der SingLiesel-Buchreihe soll Demenzkranken eine Freude bereitet werden und eine Ebene geschaffen werden, auf der Angehörige und Patienten miteinander kommunizieren können und sich verbunden fühlen.

Bei Christian Jungermann von der SingLiesel GmbH habe ich mich genauer über dieses Projekt informiert und mir die wichtigsten Fragen beantworten lassen – und zu gewinnen gibt es auch noch etwas.

Herr Jungermann, was genau ist die SingLiesel?

Die SingLiesel ist, kurz gesagt, das „Buch, das singt“. So bezeichnete die alte Dame, die Sie auch in unserem Video sehen können, die SingLiesel.
Die SingLiesel ist eine Mitsing- und Erlebnis-Buchreihe für demenzkranke Menschen. Die SingLiesel baut auf der Erkenntnis auf, dass das musikalische Gedächtnis im Zuge einer Demenzerkrankung zuletzt verblasst.

In jedem Band der SingLiesel sind drei Volkslieder zu einem bestimmten Thema vertreten, die über einen Button abgespielt werden können. So gibt es bspw. unterschiedliche Singliesel-Bände mit Wanderliedern oder Frühlingsliedern. Jedes Lied wurde liebevoll und mit zahlreichen zeittypischen Details illustriert. Daneben findet sich auf jeder Doppelseite ein „3D-Element“, beispielsweise ein Tür zum Aufklappen oder der Zopf der SingLiesel. So haben auch die Finger etwas zum „Spielen“, da gerade der sogenannte Nesteldrang nicht untypisch bei einer dementiellen Erkrankung ist.
Die SingLiesel wird so zu einem multisensorischen Buch, das zum Singen, Betrachten und Fühlen anregt.

Was ist Ihrer Meinung nach das vorrangige Ziel der SingLiesel?

Das vorrangige Ziel der SingLiesel ist, dem demenzkranken Menschen Freude zu bereiten und die SingLiesel hilft Angehörigen und Pflegekräften über die Musik einen Zugang zum demenzkranken Menschen zu finden.

Was hat Sie und Ihre Kollegen dazu bewegt, die SingLiesel ins Leben zu rufen?

Auslöser für die Entwicklung der SingLiesel waren zahlreiche persönliche Erfahrungen, die uns gezeigt haben, welchen Stellenwert Musik für den demenzkranken Menschen hat.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche Lieder Teil der SingLiesel werden?

Entscheidend ist, dass die Lieder in der Kindheit und Jugend gesungen wurden. Für die Auswahl haben wir u.a. Musiktherapeuten und Pflegefachkräfte befragt, welche Lieder in besonders hohem Maße vertraut sind. Bei den Aufnahmen für die SingLiesel hatten wir immer die Zielgruppe im Blick. Die Lieder werden beispielsweise etwas langsamer und tiefer gesungen.

Natürlich interessiert uns auch, wie die Bücher angenommen werden bzw. wie die Erfahrungen mit der SingLiesel sind. Bekommen Sie Feedback von Angehörigen Betroffener oder vielleicht sogar von Mitarbeitern in Pflegeheimen?

Wir haben von Anfang an das Feedback Betroffener als auch von Angehörigen und Pflegekräften bei der Entwicklung der SingLiesel berücksichtigt. Auch nachdem die SingLiesel jetzt auf dem Markt ist, erhalten wir regelmäßig sehr positive Rückmeldungen, die wir zum Teil auf unserer Internetseite veröffentlicht haben.

Gibt es einen Tipp, denn Sie und Ihre Kollegen Angehörigen im Umgang mit an Demenz Erkrankten mit auf den Weg geben können?

Mit Blick auf die SingLiesel und den Stellenwert von Musik bei einer dementiell Erkrankung ist unser Tipp, sich nicht zu scheuen, mit dem an Demenz Erkrankten zu singen. Auch wenn man selbst vielleicht nicht textsicher ist oder der Meinung ist, keine schöne Singstimme zu haben, Musik und Singen schaffen Nähe und dabei kann auch die SingLiesel unterstützen.

Unter allen Interessierten gibt es etwas zu gewinnen! Die SingLiesel GmbH stellt jeweils ein Exemplar der schönsten Wanderlieder und der schönsten Frühlingslieder zu Verfügung. Wer gewinnen möchte kann bis zum 2. Juni im Kommentarfeld unter diesem Interview begründen, warum er oder sie eines der Bücher gewinnen möchte. Allen Teilnehmern viel Erfolg!

Weitere Informationen zur SingLiesel findet ihr unter www.singliesel.de.


Bildquelle: fotolia, SingLiesel GmbH

10May/13

Pflegemanagement, Pflegepädagogik, Pflegewissenschaften – Studium statt Kapitulation!

Pflegemanagement studierenEin Studium in Pflegemanagement oder Pflegewissenschaften könnte so manchem Pfleger eine neue Perspektive bieten. Statt sich ständig wie beim Kampf gegen Windmühlen zu fühlen und vielleicht sogar mit dem Gedanken zu spielen, den Job hinzuwerfen, könnte ein Studium neue Perspektiven bieten. Warum nicht selbst als Verantwortlicher etwas an der aktuellen Situation in der Pflegebranche ändern?

Die Pflege wird in Deutschland ein zunehmend wichtigerer Faktor, das wissen inzwischen die meisten. Die Bevölkerung wird immer älter, die Nachfrage nach Pflege und Betreuung steigt. Ein boomender Arbeitsmarkt – könnte man meinen. Ein Irrglaube, wie wir in Statistiken eindrucksvoll erkennen können. In Deutschland bleiben jährlich tausende Stellen in Pflegeberufen unbesetzt. Warum? Weil kaum jemand bereit ist, einen Knochenjob gegen schlechte Bezahlung und ohne die nötige Anerkennung anzunehmen.

Allerdings steigt auf der anderen Seite auch die Anzahl an Studienfächern im Pflegebereich. Pflegewissenschaften, Pflegepädagogik, Pflegemanagement – für Berufserfahrene DIE Möglichkeit dem Berufsleben eine neue Perspektive zu geben und endlich in eine Position zu kommen, in der wichtige Entscheidungen mitbestimmt oder selbstständig getroffen werden können.

Wie ist das Studium aufgebaut?
Inhalte des Studiums sind je nach Studienfach unterschiedlich. Im Grunde befassen sich aber alle, oder zumindest die meisten, Studienmodelle mit den Grundlagen der Arbeit in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen. Neben der täglichen Arbeit mit Patienten ist ein wichtiger Teil des Studiums der Blick hinter die Kulissen. Wie funktioniert ein Krankenhaus? Wie wird die Versorgung der Patienten organisiert? Wie kann die Qualität in Pflegeheimen gesichert werden? Neben der Pflege an sich vermitteln die Studienfächer Grundlagen in Betriebswirtschaft, Sozialrecht, Medizin, Pädagogik und Ethik. Dabei wird häufig auf Frontalunterricht in Form von Vorlesungen häufig verzichtet und der Unterricht in Seminaren durchgeführt. Zudem ist das Studium stark praxisorientiert.

Wer kann ein Pflegestudium beginnen?

Viele Pflegestudiengänge richten sich an Berufserfahrene aus dem Pflegebereich. Wer bereits eine Ausbildung absolviert hat oder schon mehrere Jahre Berufserfahrung hat und sich nun weiterqualifizieren möchte ist hier richtig aufgehoben. Voraussetzung ist meist Abitur Immer stärker entwickeln sich auch duale Modelle, die Ausbildung und Studium verbinden. Verzichtet wird auf rein theoretische Fächer, die weder praxisnah sind noch praktische Erfahrungen voraussetzen. An der Fachhochschule Dresden gibt es zum Beispiel seit 2012 den Studiengang Pflegemanagement. Aktuell studieren hier neun Studenten parallel zum Beruf. Der Unterricht findet hauptsächlich an den Wochenenden statt und erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation und Selbstdisziplin. Sollte man sich das wirklich antun? Prof. Dr. Peter Peschel, Dozent für Gesundheitsökonomie in Dresden, äußert Folgendes: „Studien zeigen, dass akademisch ausgebildetes Pflegepersonal spürbar die Sterblichkeit in den Pflegeeinrichtungen senkt, das Wundliegen der Patienten reduziert und die Zufriedenheit bei den Pflegebedürftigen steigert“. Durchaus ein Anreiz, der Karriere neuen Schwung zu verleihen.

Was kommt nach dem Studium?
Pflegemanagement StudiumAbsolventen der Pflegewissenschaften oder anderer Pflegestudiengänge arbeiten im Management von Pflegeheimen oder Krankenhäusern oder sind für die Qualitätssicherung sowie die Weiterentwicklung der Pflege in den genannten Einrichtungen zuständig. Auch eine Tätigkeit bei Krankenkassen oder als Berater bei Behörden ist denkbar. Pflegepädagogen hingegen werden selbst zum Ausbilder. Laut Hochschul-Informations- Systems von 2010 haben rund 90 Prozent der Absolventen innerhalb eines Jahres eine Stelle gefunden – der Einsatz scheint in diesem Fall wirklich belohnt zu werden.

Infos zu Studiengängen und einen Überblick über das Studienangebot findet ihr zum Beispiel hier:
http://studiengaenge.zeit.de/studienangebote/suche/pflegewissenschaft

http://www.gesundheitsmanagement-studieren.de/

24Apr/13

Pflegekräfte aus Asien – werden jetzt Pflegeprobleme in Deutschland gelöst?

Neue PflegekräfteDeutschland gehen die Pflegekräfte aus. Während die Bevölkerung immer älter wird und der Bedarf an Pflege und Betreuung immer größer wird, gehen die Zahlen der Auszubildenden und Fachkräfte zurück. Aktuell fehlen in Deutschland rund 18.000 Pflegekräfte. Etwa 10.000 offene Stellen gilt es derzeit in der Altenpflege und 8.000 offene Stellen in der Krankenpflege zu besetzen.

Abhilfe soll nun ein Projekt in Asien schaffen. In der chinesischen Provinz Shandong werden aktuell 150 Pflegekräfte ausgebildet und auf ihren Einsatz in Deutschland vorbereitet. Richtig: Während in der EU Werbung mit Umschulungen und Zusatzausbildungen für arbeitslose Jugendliche gemacht wird, geht die Zentrale für Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit derzeit in China und auf den Philippinnen auf die Suche nach geeignetem Pflegepersonal. Doch kann das unser Problem auf Dauer lösen?

Warum werden Pflegekräfte in Asien gesucht?

In Asien herrscht derzeit, entgegen der Situation in Deutschland und im Rest von Europa, ein Fachkräfteüberschuss. Zudem kommt, dass aktuell niemand einen Pflegeberuf zu den gegebenen Voraussetzungen und Konditionen ergreifen will. Während in vielen EU-Ländern eine Arbeitslosenquote von 50 Prozent unter der jungen Bevölkerung vorherrscht, lehnen diese es trotzdem ab, hier in Deutschland einen Pflegeberuf aufzunehmen. Grund: Die Bezahlung ist zu schlecht.

Im vergangenen Jahr konnten laut Angaben der ZAV gerade einmal 56 Arbeitskräfte aus dem europäischen Ausland in Pflegeberufe nach Deutschland vermittelt werden. Neben der niedrigen Bezahlung kommen als Argumente gegen eine Beschäftigung in deutschen Pflegeeinrichtungen der hohe bürokratische Aufwand, Sprachbarrieren und die unterschiedlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer hinzu. Natürlich sind auch Pflegekräfte aus Asien von diesen Diskrepanzen betroffen.

Gewalt in der PflegeDie Anregungen von Politikern, wie beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel, Jugendliche in Europa müssen bereit sein mehr Sprachen zu lernen und ihre Heimatregionen zu verlassen, bleiben ungehört. Auch die in einem EU-Gipfel beschlossenen finanziellen Unterstützungen in Form von Umschulungen und Zusatzausbildungen rufen keine Änderungen hervor. Stattdessen versuchen die Arbeitssuchenden weiterhin in ihren eigenen Ländern ein ausreichendes finanzielles Auskommen zu finden.

Ausbildung asiatischer Pflegekräfte

Pflegekräfte in Asien sind sehr gut ausgebildet, genießen weltweit hohe Akzeptanz und sind daher attraktiv für den deutschen Markt. Das Pilotprojekt der ZAV bereitet derzeit 150 chinesische Pflegekräfte acht Monate in der Provinz Shandong auf ihren Einsatz in Deutschland vor. Zu den Vorbereitungen gehören vor allem sprachlicher und kultureller Unterricht. In Deutschland werden die Fachkräfte zu gleichen Bedingungen wie deutsches Pflegepersonal arbeiten. Auch mit den Philippinen wurde bereits ein Abkommen über das Abwerben von Pflegekräften getroffen.

Welche Schwierigkeiten können auftreten?
Größte Hürde sind sicher die sprachlichen und kulturellen Unterschiede. Während Fachpersonal aus den EU-Länder hauptsächlich mit der sprachlichen Barriere zu kämpfen haben, ist die Mentalität in Europa doch eine andere als in Asien. Schwierig kann es vor allem im Umgang mit dementen Patienten werden, ist hier doch Kommunikation ein sehr wichtiger Faktor.

Kann nun also das Anwerben asiatischer Pflegekräfte das Problem des Fachkräftemangels in Deutschland beheben? Sollte nicht vielmehr darüber nachgedacht werden – und im nächsten Schritt das Problem behoben werden – warum niemand in Deutschland diesen Beruf ausüben möchte? Schließlich kann es doch nicht sein, dass Deutschland zu einem Paradies für Niedriglöhne wird.

Bild: Marvin Siefke / pixelio.de + fotolia/© Robert Kneschke

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12Apr/13

Wochenrückblick KW15 – Lebensmittelpolizei für Europa

Lebensmittelpolizei für Europa?
lebensmittelpolizeiSchon wieder ein Lebensmittelskandal in Europa, von dem auch Deutschland betroffen ist. Als Konsequenz fordert SPD-Chef Sigmar Gabriel nun eine europäische Lebensmittelpolizei. Die Einführung dieser Polizei soll verhindern, dass künftig nur noch Besserverdiener gesunde Lebensmittel im Bioladen kaufen können. Zumindest wäre dann endlich mal eine einzige Behörde für die Lebensmittelkontrolle zuständig und die Kompetenzen wären klar verteilt.


Deutschland ist Operations-Spitzenreiter

Wir sind zwar nicht Fußball-Weltmeister aber immerhin Spitzenreiter in Sachen Operation. Im internationalen Vergleich operiert kein anderes Land seine Patienten so viel wie Deutschland. Grund sind häufig nicht medizinische Grunde, sondern wirtschaftliche. Daher können sich Patienten teilweise gar nicht mehr sicher sein, ob eine Operation aus medizinischer Sicht unbedingt notwendig ist.

E-Zigarette wird apothekenpflichtig
ezigaretteGern gesehene Alternative zur herkömmlichen Zigarette ist bei Rauchern die E-Zigarette. Der elektronische Glimmstängel wird immer beliebter, bleibt aber weiterhin umstritten. Grund ist der teilweise sehr hohe Nikotingehalt. Dementsprechend sollen nun, nach Aussagen von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg stark nikotinhaltige E-Zigaretten aus dem herkömmlichen Handel verschwinden und künftig als apothekenpflichtiges Produkt verkauft werden.
Ob die E-Zigarette wirklich zur Rauchentwöhnung beiträgt bleibt weiter fraglich.

Bildquelle: Fotolia - © Marcito © pogonici

9Apr/13

Buchverlosug zu Ostern: Die Gewinner stehen fest

Hallo zusammen,
die Gewinner der Oster-Buch-Verlosung stehen fest!

Zu gewinnen gab es dieses Mal zwei verschiedene Bücher. „Wir sind in Kontakt miteinander- Aktivierung von Menschen mit schwerer Demenz“ und „Was Sie zu Bereitschaftsdiensten und Notfällen in der ambulanten Pflege wissen sollten“. Beide Bücher wurden mir freundlicherweise von der Schlütersche Verlagsgesellschaft zur Verfügung gestellt.
Buch: Miteinander in Kontakt
Die Gewinner sind…
… Johannes Esspunkt (Kommentar 1) und Heidi (Kommentar 2).
Johannes hat das Buch „Was Sie zu Bereitschaftsdiensten und Notfällen in der ambulanten Pflege wissen sollten“ gewonnen und Heidi „Wir sind in Kontakt miteinander- Aktivierung von Menschen mit schwerer Demenz“.

Ich gratuliere euch beiden ganz herzlich und hoffe sehr, dass ihr aus den Büchern noch viel lernen könnt bzw. euch neue Anregungen für den Pflegealltag holen könnt.
Ihr bekommt heute noch eine Mail von mir, damit ich euch die Bücher schnellstmöglich schicken kann.

Alle anderen: Seid bitte nicht traurig! Es wird bestimmt bald wieder eine Verlosung geben, bei der ihr euer Glück versuchen könnt.

Viele Grüße,
euer Pflegeblogger Marcel

26Mar/13

Buchverlosung zu Ostern: „Wir sind in Kontakt miteinander“

Kurz vor Ostern ist es mal wieder Zeit für eine Buchverlosung! Mir wurden zwei Bücher von der Schlütersche Verlagsgesellschaft zur Verfügung gestellt, die ich nun gerne an euch verlosen möchte.

Was gibt es zu gewinnen?
Buch: Miteinander in KontaktZum einen das Buch „Wir sind in Kontakt miteinander! – Aktivierung von Menschen mit schwerer Demenz“ und zum anderen das Buch „Was Sie zu Bereitschaftsdiensten und Notfällen in der ambulanten Pflege wissen sollten“.

Worum geht es in den Büchern?
„Wir sind in Kontakt miteinander“ befasst sich mit der Aktivierung von Menschen mit schwerer Demenz. Wer als Angehöriger oder Pflegekraft Erfahrung in diesem Bereich hat weiß, dass man immer wieder an scheinbar unüberwindbare Grenzen stößt. Man fragt sich immer wieder, ob der Demenzkranke überhaupt wahrnimmt, was man erzählt oder was um ihn oder sie herum passiert. Genau bei diesen Fragen und Schwierigkeiten setzt dieses Buch an. Es gibt praktische Tipps und Anregungen, wie man den Alltag Demenzerkrankter positiv beeinflussen und gestalten kann. Dabei richtet es sich nicht nur an Angehörige, sondern auch an Fachkräfte.

Buch Nereitschaftsdienste und NotfälleDas zweite Buch „Was Sie zu Bereitschaftsdiensten und Notfällen in der ambulanten Pflege wissen sollten“ richtet sich, wie der Titel schon vermuten lässt, an Pflegekräfte. Wer lange im Beruf ist, das kennen wahrscheinlich einige von euch, wird manchmal für Kleinigkeiten blind. Das ist ein normaler Vorgang, der in allen Branchen passieren kann. Doch in der Pflege geht es um Menschen und deren Gesundheit, daher ist es wichtig, sein Wissen von Zeit zu Zeit aufzufrischen. Wie steht es um erste Hilfe Kenntnisse? Weiß ich noch, wie ich in einem Notfall richtig vorgehe? Verschiedene Fragen werden hier aufgegriffen und beantwortet. Mit praktischen Hinweisen gewinnt man wieder mehr Sicherheit für den Berufsalltag. Die hier angebotenen Informationen werden klar und präzise beantwortet und sind qualitativ sehr hochwertig.

Warum verlose ich diese Bücher?
Ich bin mir sicher, dass viele von euch in diesen Büchern nützliche Informationen finden, die nicht nur den eigenen Alltag erleichtern (können), sondern ihn auch für die Patienten angenehmer machen. Außerdem finde ich es gut, sich weiterzubilden und immer Neues hinzuzulernen – Fortschritt statt Stillstand sozusagen. Ich hoffe natürlich, dass ihr das genauso seht und die Bücher euch bei eurer Arbeit unterstützen können.
Zum anderen hat mir der Schlütersche Verlag die Bücher genau zu diesem Zweck überlassen – und das Angebot nehme ich natürlich gerne an, um euch eine Freude zu machen und mich auf diesem Wege auch für eure Unterstützung zu bedanken. :)

Viel Glück
Wie kann man an der Verlosung teilnehmen?
Die Teilnahme ist denkbar einfach! Schreibt mir einfach unter diesen Artikel einen Kommentar mit dem Buch, das ihr gewinnen möchtet und natürlich warum ihr es gewinnen möchtet.

Die Verlosung läuft bis zum 7. April. Bitte wundert euch nicht, wenn euer Kommentar nicht sofort erscheint. Bei E-Mail-Adressen, mit denen noch nie kommentiert wurde, muss ich den Beitrag aus Schutz vor Spam erst freischalten. Ich freue mich auf eure Kommentare und drücke allen die Daumen!!!

Bildquelle: fotolia/VRD

22Mar/13

Wochenrückblick KW12 – Equal Pay Day für Pflegekräfte

Equal Pay day für Pflegepersonal
Equal Pay Day für Pflegekräfte
Gestern, am 21. März, fand zum sechsten Mal der Equal Pay Day statt. Der Tag, bis zum Frauen mehr arbeiten müssen, um auf dasselbe Jahresgehalt wie Männer zu bekommen. Während Männer als schon am 31.12.2012 ihre Schäfchen im Trockenen hatten, müssen Frauen um einiges länger arbeiten, um für denselben Job, dasselbe Gehalt zu bekommen. Im Durchschnitt verdienen Frauen 22 Prozent weniger als Männer.

Diese Verdienstunterschiede treffen natürlich auch auf Pflegeberufe zu. Eine Branche, die zu 85 Prozent weiblich geprägt ist und deren Jobs körperlich anstrengender sind als so mancher „Männerberuf“. Es ist kein Geheimnis, dass diese körperlich und auch geistig anstrengende Arbeit nicht ausreichend entlohnt wird – weder durch Lob noch durch Lohn! Das Gegenteil ist er Fall. Durch den hohen Anteil an Teilzeitkräften, haben Angestellte keine Chance auf eine ausreichende soziale Absicherung im Alter.

Die schlechte Bezahlung und geringe Anerkennung von Pflegepersonal deren Arbeit spiegelt sich auch in der abnehmenden Anzahl an Auszubildenden wider. Verständlich, denn wer will schon sein Leben lang hart arbeiten, wenn er im Alter seinen Lebensunterhalt nicht selber bestreiten kann. Die Bertelsmann-Stiftung hat herausgefunden, dass im Jahr 2030 – in gerade einmal 17 (!) Jahren – eine halbe Millionen Pflegekräfte fehlen. Und das in einer Zeit, in der die Anzahl Pflegebedürftiger stetig steigt. Es muss sich etwas tun, denn sonst hat die Pflege keine Zukunft mehr!


Gesetz für mehr Gesundheit

Die Bundesregierung plant ein Gesetz für mehr Gesundheit. Bei der Opposition stößt dieser Vorschlag allerdings auf Ablehnung.

Durch Prävention Krankheiten meiden, das schlägt die Bundesregierung vor. Frühzeitig darauf hinweisen, dass Bewegungsmangel, schlechte Ernährung, psychische Belastung und Übergewicht krank machen soll vor allem Kinder und Jugendliche davor schützen, mit zunehmendem Alter krank zu werden. Besonderes Augenmerk solle auf den Rückgang von Krankheiten wie Diabetes, Depressionen, Blutkrebserkrankungen und natürlich auf die Gesundheit allgemein.

SPD und Grüne hingegen sagen ganz klar, dass es aktuell Wichtigeres zu tun gebe. Nicht zuletzt sollen die Krankenkassen für die durch dieses Gesetz entstehenden Mehrkosten in die Pflicht genommen werden.

Neue Pflege Azubis
Tag der Berufe
Die Arbeitsagentur Dessau-Rosslau-Wittenberg organisierte in dieser Woche bereits zum sechsten Mal den Tag der Berufe. Schüler haben hier die Möglichkeit, schon vor dem Schulabschluss in einen Beruf hinein zu schnuppern. Eine gute Möglichkeit, einen Beruf und den Arbeitsalltag kennenzulernen. Und mit Sicherheit eine große Hilfe für all diejenigen, die noch nicht wissen, wo es nach dem Schulabschluss hingehen soll.

In diesem Jahr nahm auch das Altenpflegeheim „Am Wasserturm“ in Köthen teil. Gleich vier Schüler – drei Mädchen und ein Junge – meldeten sich an, um alles über den Beruf des Altenpflegers zu erfahren. Und am Ende des Tages waren sich zwei der Teilnehmer sicher, in diesem Beruf eine tolle Herausforderung zu finden, es wurde sogar von Traumberuf gesprochen.

Tag der Berufe, eine tolle Idee, um zu zeigen, was der Pflegeberuf zu bieten hat. Ich finde, davon könnte es ruhig mehr geben.


Bildquelle: Fotolia/fox17 + openlens

19Mar/13

Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung

Krebs gehört in Deutschland zur zweithäufigsten Todesursache nach Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Jedoch hat es sich bei vielen Menschen noch nicht durchgesetzt, regelmäßig zur Krebsvorsorge zu gehen. Dabei steigen die Chancen auf Heilung, je früher der Krebs entdeckt wird. Vorsorge sollte also zur Routine werden! Dieser Artikel soll über die verschiedenen Krebsvorsorgemöglichkeiten und die Leistungen der Krankenkassen aufklären.

Warum sollte ich zur Krebsvorsorge gehen?
Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung
Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Natürlich kann man nicht in jedem Fall und bei jeder Erkrankung zu 100 Prozent gewährleisten, dass der Krebs besiegt wird. Dies ist immer vom Einzelfall abhängig. Jedoch steigen die Chancen der Heilung durch die Krebsfrüherkennung.

Zudem fallen die medikamentösen Behandlungsmethoden in einem frühen Stadium meist schonender aus und Operationen können weniger großflächig angesetzt werden, um das erkrankte Gewebe und den Tumor zu entfernen.

Inzwischen gehören Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Patienten, die diese Leistungen in Anspruch nehmen möchten, müssen, sofern sie die gegebenen Kriterien erfüllen, keine Angst vor zusätzlichen Kosten haben.

Was zahlt die Krankenkasse?

Frauen
Ab 20 Jahren: Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane
Ab 30 Jahren: Ergänzende Tastuntersuchung der Brust
Ab 50 Jahren (bis zum vollendeten 70. Lebensjahr): alle zwei Jahre Mammographie-Screening

Männer
Ab 45 Jahren: Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane und der Prostata

Frauen & Männer
Ab 35 Jahren: alle zwei Jahre Haut-Screening - Untersuchung der gesamten Hautoberfläche zur frühzeitigen Erkennung von Hautkrebs
Ab 50 Jahren (bis zum vollendeten 55. Lebensjahr): einmal pro Jahr Test auf Blut im Stuhl
Ab 55 Jahren: Darmspiegelung, Wiederholung der Untersuchung nach 10 Jahren – die Stuhl-Blut-Untersuchung wird damit überflüssig
Wer die Darmspiegelung mit 55 Jahren nicht in Anspruch nimmt oder trotz Darmspiegelung eine zusätzliche Untersuchung wünscht, kann weiterhin alle zwei Jahre eine Stuhluntersuchung zum Test auf verborgenes Blut vornehmen lassen.

Erblicher Brust- und/oder Darmkrebs
Patienten, die erblich vorbelastet sind, können weitere Untersuchungen zur Früherkennung in der Krebsvorsorge durchführen lassen. Nach ärztlicher Anordnung werden auch diese Untersuchungen von der Krankenkasse übernommen.


Bildquelle: Fotolia/© Anna Omelchenko

11Mar/13

Messeprogramm „Gesundheit als Beruf“ steht fest

Hallo zusammen,
ich hatte ja schon mal auf die Messe „Gesundheit als Beruf“ hingewiesen. Jetzt steht auch das Programm der Messe fest. Am Freitag, den 15.03.2013 geht´s los!

Die Messe hält viele interessante und hilfreiche Themen bereit. Ihr bekommt hier unter anderem Tipps zum richtigen Bewerben, zu verschiedenen Ausbildungsberufen und Studiengängen sowie zu den Jobaussichten und Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Vorgestellt werden zum Beispiel das Berufsbild Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen, das Berufsfeld des Heilpraktikers, der Studiengang Medizininformatik und verschiedene Wege in Pflege- und Gesundheitsberufe.

Natürlich ist die „Gesundheit als Beruf“ nicht die einzige interessante Messe in nächster Zeit.

Ab dem 21.03.2013 bis zum 24.03.2013 findet in Lausanne, Schweiz die „Mednat Expo“ statt. Eine internationale Messe rund um die Themen Naturheilkunde, Gesundheit und Prophylaxe.

Vom 11.04. – 13.04.2013 findet in Kassel die „Expolife International“ statt. Hier dreht sich alles um Produkte und Leistungen des Gesundheitsfachhandels.

Und am 15.05. und 16.05.2013 findet in Bremen die Messe „Deutscher Wundkongress und Bremer Pflegekongress 2013“ statt. Hierbei handelt es sich um eine Kombinationsveranstaltung der Bereiche Medizin und Pflege.

8Mar/13

Wochenrückblick KW 10 – Ambulante Pflege soll gefördert werden

Ambulante Pflege
Ambulante Pflege soll gefördert werden
Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung soll zukünftig weniger in den Ausbau stationärer Pflegeeinrichtungen investiert werden. Vielmehr soll der Ausbau der ambulanten Pflegedienste und der Ausbau von so genannten Pflege-WG´s gefördert werden.

Als Begründung gab NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) an, dass viele Menschen gerne so lange es geht im heimischen und vertrauten Umfeld leben möchten. Zudem wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2050. Der Ausbau stationärer Einrichtungen ist in diesem Maß nicht möglich. Daher muss ein Umdenken stattfinden und der Fokus stärker auf den ambulanten Pflegedienst gelegt werden.

Mit diesen Neuerungen sollen auch die pflegenden Angehörigen entlastet werden. Durch die Reform des Landespflegerechts sollen Kommunen verpflichtet werden, möglichst wohnortnahe Angebote für Senioren zu schaffen. Dies schließt zum Beispiel Tages- und Kurzzeitpflegeplätze ein.

Probleme können allerdings in den Anforderungen auftauchen, die für Pflege-WG´s gelten. Diese liegen weit unter den Mindestanforderungen von Pflegeheimen. So ist die ständige Anwesenheit einer Pflegekraft kein Muss. Aus einem Bad für zwei Personen, wie es in Heimen vorgeschrieben ist, könnte schnell ein Bad für Vier werden. Die NRW-Gesundheitsministerin Steffens gibt jetzt allerdings schon an, dass jährliche Kontrollen stattfinden sollen, die Missstände verhindern sollen.

Erfolg in der Aids-Forschung
Wie diese Woche bekannt wurde, ist es US-Medizinern nach eigenen Angaben gelungen, ein bei der Geburt mit dem Aids-Erreger infiziertes Kind zu heilen. Das HI-Virus sei zwar nicht verschwunden, aber in so geringer Menge vorhanden, dass das Immunsystem des Kindes dieses Virus künftig ohne zusätzliche Behandlungen kontrollieren kann.

Dem Kind ist über 30 Tage lang nach der Geburt eine Infusion mit drei verschiedenen Medikamenten verabreicht worden, so dass jetzt nur noch Spuren des HI-Virus nachgewiesen werden können. Allerdings gibt es keine Garantie, dass das Virus nicht doch irgendwann ausbrechen kann.

Trotz allem ist dies ein großer Fortschritt in der Aids-Forschung und gibt Anlass zur Hoffnung auf Heilung. Weltweit wurden im Jahr 2011 300.000 Babys geboren, bei denen HIV nachgewiesen werden konnte – überwiegend in den ärmeren Ländern der Welt. Insgesamt sterben jährlich etwa 1,7 Mio. Menschen an Aids und dessen Folgeerscheinungen.


Bildquelle: godfer - Fotolia

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