Der Pflegeblogger Die Welt der Pflege: Von Ah bis Zink!

22Nov/09

Kurze Blog-Pause

Aus persönlichen Gründen pausiert der Pflegeblogger bis ca. zum 30. November.
Danke fürs Verständnis - In dieser Zeit verfolgt ruhig meine Blogroll, dort sind sehr interessante Blogs zu finden ;)

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18Nov/09

Schlechte Pflege im Norden!

Was ich schon vor längerer Zeit bloggen wollte ist, dass die Pflege im nördlichsten Bundesland Deutschlands, also Schleswig-Holstein (mein Heimatland) am schlechtesten ist. Nach ersten Qualitäts- und Transparenzberichten zufolge liegt der Durchschnitt bei ca. 100 geprüften Einrichtungen bei nur 3,1.

Die "Benotung" von Pflegeeinrichtungen richtet sich nach: Pflege und Medizinische Versorgung, Pflege im Bereich Demenz, Soziale Betreuung und Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Verpflegung.

Ich bin ja mal gespannt, wie sich das in den nächsten Monaten / Jahren entwickeln wird.. Nicht umsonst habe ich gleich nach einem einzigen Tag gekündigt :-P

veröffentlicht unter: Gesundheitswesen, Sozialwesen 3 Kommentare
17Nov/09

Was ist eigentlich Pflege ?

Oftmals werde ich gefragt, was Pflege eigentlich ist.. Eine genaue Antwort darauf zu geben ist nicht sehr einfach. Im Internet gibt es verschiedene Definitionen - nur versteht man nicht immer was dort wirklich gemeint ist. (M)eine liebste Definition ist folgende:

Definition der Gesundheits- und Krankenpflege: Die einzigartige Aufgabe der Krankenpflege ist es, den einzelnen (ob krank oder gesund), bei der Durchführung jener Tätigkeiten zu helfen, die zur Gesundheit oder Rekonvaleszenz (oder zu einem friedlichen Tod) beitragen, die er ohne Hilfe durchführen würde, wenn er die dazu notwendige Kraft, den Willen oder das Wissen hätte. Dieses ist eine Weise zu tun, die den Patienten die schnellstmögliche Wiedererlangung seiner Unabhängigkeit erlaubt. [Von: Unbekannt]

Welche Aufgaben haben Pflegekräfte ?
Pflegekräfte helfen Patienten bei der Körperpflege, sind behilflich bei der Nahrungsaufnahme, übernehmen und helfen beim Lagern (umlegen) und umsetzen der Patienten (welche dazu nicht mehr selbstständig in der Lage sind), Stellen und verteilen Medikamente, kontrollieren die Vitalzeichen (Atmung, Puls, Temperatur) der Pflegeempfänger, helfen den Patienten beim Ein- und Auskleiden, beziehen Betten, leisten Erste Hilfe und führen eine umfassende Pflegedokumentation für jeden einzelnen Pflegeempfänger.

Welche Anforderungen werden an Pflegekräfte gestellt ?
Sie müssen flexibel sein, jederzeit Ruhe bewahren können, kreativ sein, in einem Team arbeiten können, Durchhaltevermögen besitzen, stets freundlich sein, nervlich stabil sein, körperlich belastbar sein, eine Menge verschiedener Dienstleistungen ausführen, Informationen behalten, weiter- und wiedergeben können und müssen frei beraten können (Angehörige und Patienten).

Welche Eigenschaften sollten Pflegekräfte haben ?
Sie sollten Stärke (psychisch und physisch) beweisen können, lernfähig sein, geduldig sein, stets motiviert sein, keinen Ekel gegenüber Klienten und deren Angehörigen zeigen und äußern, Respekt haben (gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Klienten und Angehörigen) und für sich selbst sorgen können.

16Nov/09

Defekte Zahnprothese

Am Samstag-Morgen bemerkte ich, dass an der Zahnprothese einer Bewohnerin ein "kleines" Stück abgebrochen und somit etwas scharfkantig war. Natürlich meldete ich dies der Schichtleitung, welche daraufhin meinte, dass das schon immer so gewesen wäre und dass Sie die gleiche Bewohnerin jeden morgen versorgt hätte und nie im Leben gefährliche Pflege betreiben würde (was ich ihr überhaupt nicht und niemals vorgeworfen hatte und hätte). Schließlich kann jedem mal etwas kaputt gehen, dafür gibt es aber eine Betriebshaftpflicht, die dafür aufkommen würde.

Aus einer solch kleinen Lapallie wurde dann ein riesengroßes Thema, so dass ich noch am gleichen Abend eine ICQ-Nachricht von der stellv. Pflegedienstleitung bekam, welches dann doch lieber am Telefon besprochen wurde. Diese meinte, dass es gut war, dass ich meine Beobachtungen gleich nannte und das man doch hin und wieder (was auch völlig normal ist) "Betriebsblind" werden kann, also keine sonderbaren Auffälligkeiten mehr erkennt (ohne Absicht).

Das Ende der Geschichte: auf Grund meines bestehen kommt die behandelnde Zahnärztin vorbei und schaut sich die Prothese genauer an und entscheiden, was dann passieren soll. Warum nicht gleich so ?

13Nov/09

Der Zwang vom Staat: Bundeswehr und Zivildienst! Mein Brief an Fr. Dr. Merkel.

Sehr geehrte Frau Merkel,
Sehr geehrte Regierung,

in der Hoffnung und bitte, dass die Bundeskanzlerin sich auch für die kleineren und schwächeren der Gesellschaft Zeit nimmt verfasse ich diese Zeilen.

Gestern bekam ich (m)einen 2. Brief zur Musterung, zu welcher ich für den Dezember vorgeladen wurde. Auf Grund meiner Ausbildung zur staatlich geprüften Fachkraft für Pflegeassistenz wurde der Musterungstermin um 3 Jahre "verzögert".

Auf Grund der momentanen Arbeitsituationen der Pflegekräfte übe ich einen Minijob aus und versuche mich als Pflegekraft selbstständig zu machen um zumindest von etwas Geld leben zu können.. Zuschüsse vom Amt stehen mir nicht zu, da ich (LEIDER) nur eine schulische Ausbildung erwischte und nicht in die Staatskassen einzahlen konnte.. So bin ich gezwungen, mit meinem 20jahren bei meiner Mutter zu leben.. Im April habe ich die Chance mein Staats Examen zum Gesundheits und Krankenpfleger zu starten, doch durch die Musterung habe ich Angst, dass ich meine sehnlichst erwünschte Chance nicht wahrnehmen kann, da ich schon eine "erste" Ausbildung habe. So das Kreiswehrersatzamt Schleswig..

Ich möchte Sie fragen: Ist die Musterung und die damit (in meinen Augen) aufgezwungenden Maßnahmen als Zivi oder Bundeswehr-Soldat soooo wichtig ? Ich sehe keinerlei Vorteil darin, die Leute, die zur Bundeswehr möchten können gerne dort hin gehen, aber warum werde ich aus meinen "Zukunftsplänen" gerissen und kann mir dadurch kein ordentliches "Standard"-Leben aufbauen.

Ich bitte freundlichst um Stellungnahme.. Ich lasse mich nicht zu irgendwelchen Sachen zwingen, welche ich NICHT möchte! Und wenn ich dafür ins Gefängnis gehen muss, nur weil ich als PFLEGEKRAFT nicht in den Zivildienst oder Bundeswehrdienst gehen möchte.

Würden Sie sich so etwas GEGEN Ihren Willen auferlegen lassen..?

Mit freundlichen Grüßen
Martin Röder, Eckernförde

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12Nov/09

Demenz erkennen und ihr begegnen

So eben habe ich einen relativ interessanten und einfach geschriebenen Text gefunden, welcher sich mit dem Thema Demenz auseinandersetzt. Diesen findet ihr im Solinger Tageblatt: Demenz erkennen und ihr begegnen (hier).

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6Nov/09

Inhalte v. Pflegetaschen

So eben habe ich einen ähnlichen Beitrag beim Monsterdoc-Blog gelesen und kann ebenfalls einiges über "Tascheninhalte" erzählen, allerdings von Pflegekräften :P Unter anderem findet man in (unseren) Pflegetaschen für den "teilambulanten-Bereich" folgendes:

  • Handschuhe (ist klar)
  • Kugelschreiber (mind. 2 - 3 stk.)
  • Lose Zettel, manchmal auch kleine Blöcke (oft mit unzähligen kritzeleien vollbeschmiert)
  • Desinfektionsmittel für die Hände (ggf. auch Handcreme)
  • Pflaster, Verbandsschere, Mullbinde, Kompressen, "Klebeband" zur Verbands- und Kompressenfixierung
  • Piepser / Rufanlagen-Klingel-Anzeigegerät
  • Naschkram (Was man so von den Klienten geschenkt bekommt)
  • Kaugummis (meist total zerquetscht und / oder zerflattert) - Sehr Ekelig :P
  • Herrenlose (vergessene) Privat-Mobiltelefone

Im großen und ganzen wars das.. Ich laufe meist nur mit den kleinen Bauchtaschen herum, denn da sammelt sich nicht allzuviel "Müll" ebenfalls sind sie viel angenehmer und man vergisst sie seltener bei den jeweiligen Einsatzorten :?

5Nov/09

Windows: Programmende!

Der Titel mag vielleicht "lustig" klingen, ist aber durchaus sinnvoll belegt:

Einer meiner besten Kollegen und bekannten ist Christian Zörkler. Schon seit geraumer Zeit hat er mir bei allen meinen Computerproblemen geholfen - Überwiegend bei Windows-Systemen. Erst vor kurzem hat er diverse Prüfungen (wovon ich anscheinend nie etwas verstehen werde) abgelegt und bestanden. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Wer also Probleme mit seinem Computer haben sollte, ist bei Christian in besten Händen - Dennoch bleibe ich bei meinen Linux System(en), denn das ist meiner Meinung vieeeel einfacher als Winblöd... ;)

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4Nov/09

Raus, raus, raus!

Am Wochenend-Dienst hatte ich vergessen, folgendes Ereignis zu bloggen..

Eine Bewohnerin (a), welche vorher immer alleine lebte, wohnt jetzt zusammen mit einer anderen Bewohnerin (b) in einem Zwei-Bett-Zimmer. Bewohnerin (b) ging es am Wochenende nicht so gut, da sie sich wohl einen grippalen infekt zugezogen hatte (genau wie ich ihn jetzt aktuell bekommen habe) und lag daher im Bett und schlief.

Nach dem Abendessen hat Bewohnerin (a) es immer sehr eilig ins Bett zu kommen (so ihr früherer Tagesablauf). Gerade an diesem einen Tag kam meine Kollegin ca. 15 Minuten später als gewohnt, was bei demenziell erkrankten Menschen schon genügt "völlig" durchzudrehen.. So kam es anscheinend dazu, dass die Bewohnerin (a) sich an früher erinnerte und ihre Zimmer-Nachbarin (Bewohnerin b) mit dem Gehstock drohte, dass wenn sie nicht sofort das Zimmer verließe laut um Hilfe rufen würde..Bew. (a) hat Bew. (b) mit dem Stock aus dem Zimmer "gestupst". So stand die arme "alte" Frau im Nachthemd auf dem Flur und konnte durfte sich nicht mehr in (auch) ihrem Zimmer aufhalten...

Nach ein paar Minuten Validation gelang es mir, die aufgedrehte Frau wieder zu besänftigen und erklärte ihr, dass Bew. (b) Ihre Zimmer-Nachbarin sei und nicht im Bett der Bew. (a) lag sondern im eigenen Bett der Bew. (b). Meine Kollegin wollte es mir erst nicht glauben, amüsierte sich dann aber doch ein wenig darüber ;) Es ging zum Glück alles gut aus!

2Nov/09

Konkurenzkämpfe im Team

Ich glaube, ich werde es niemals verstehen, warum "viele" Menschen sich gegenseitig duellieren und beweisen müssen. Im Aktuellen Einsatz merke ich dies sehr.. Dort '"pupsen" sich die Kollegen gegenseitig an, wer schneller und wer langsamer ist :?

Schonmal was von TEAM-Arbeit gehört ?!

   
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