Der Pflegeblogger Die Welt der Pflege: Von Ah bis Zink!

25Aug/10

Spende Blut – Rette Leben!

Wenn mir schon die Frage gestellt wurde, wie eine Knochenmarkspende funktioniert, sollte meiner Meinung auch der "kleine Bruder" nicht fehlen. Darum verfasse ich heute einen Beitrag zum gunsten der Blutspende.

Wie verläuft eine Blutspende ?
Als Erstspender wird man als erstes gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, in welchem nach eventuellen Krankheiten gefragt wird, ob man Medikamente nimmt und / oder ob man innerhalb der letzten Wochen einen neuen Sexualpartner kennengelernt hat und mit diesem ggf. ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte.

Hat man den Fragebogen ausgefüllt, werden die Daten durch einen Datenerfasser in einer Datenbank aufgenommen und der Fragebogen angesehen. Nach dem Erfassen der Daten gibt man zunächst erst einmal eine Blutprobe ab um zu sehen, ob man als Spender zugelassen werden kann oder nicht. Nach dem die Blutprobe entnommen wurde, wird man ggf. von einem Arzt über grundlegende Dinge belehrt: Wie oft darf ich mein Blut spenden, was ist wenn ich einen neuen Partner habe, Krankheiten etc.

Wurden alle einzelheiten geklärt, wird man gebeten, sich auf eine Liege zu legen und gefragt, an welchem Arm das Blut entnommen werden darf. Die Blutspende wird stets und nur mit Einmal-Materialien durchgeführt! Man erhält einen "Einstich" in die Vene, anwelchem ein kleiner Schlauch hängt, welcher direkt in einen Blutkonservenbeutel leitet. Indem man als Spender mit seiner Hand eine Faust macht und wieder lockert "pumpt" man das Blut in den dafür vorgesehenen Beutel. Das pumpen sollte man jedoch nicht übertreiben - also lieber etwas langsamer und gleichmäßig (hier berichte ich aus eigener Erfahrung!).

Wie viel Blut spendet man ?
Je Blutspende werden ca. 500ml Blut gespendet.
Zusätzlich einige Milliliter für Blutproben und Untersuchungen.

Bildet der Körper Blut nach ?
Ja, der Körper bildet schon in nur wenigen Stunden / Tagen das verlorene Blut nach.
Gleich nach der Meldung des "Blutverlustes" im Gehirn, fängt der Körper an, das Blut neu zu bilden, so dass genügend Blut den Körper versorgen kann.  Der Blutverlust wird unter anderem durch folgende Maßnahmen ausgeglichen: Kreislaufnormalisierung innerhalb von ca. 30 Minuten und dem Flüssigkeitshaushalt innerhalb 24h. Es ist daher wichtig, vor und nach jeder Spende möglichst viel zu trinken!

Was passiert mit meinem Blut ?
Aus deiner Blutspende werden Blutkonserven mit roten Blutkörperchen (Erythrozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und Blutplasma hergestellt. Diese 3 Bestandteile bilden und erfüllen die wichtigsten funktionen des Blutes wie z.B. den Sauerstofftransport und der Blutgerinnung.

Moderne Verfahren in der Notfall-, Intensiv-. und Krebstherapie erfordern alleine am UK S-H die Bereitstellung von ca. 70.000 Erythrozytenkonzentraten, 40.000 gefrorenen Frischplasmen und ca. 8.000 Thrombozytenkonzentraten pro Jahr! (Quelle: UK S-H)

Was bewirkt eine Blutspende ?
Da man bis heute noch keinen wirklichen Blutersatz herstellen kann, sind Blutspenden bisher die einzigen hilfreichen Mittel für Menschen mit starken Blutverlust durch z.B. Unfällen etc. Krankenhäuser sowie die Empfänger etc. sind somit fest auf Blutspender angewiesen.

Eine Blutspende kann Leben retten!

Wer und vor allem wie kann man Blutspender werden ?
In der Regel kann jeder "gesunde" Mensch in einem Alter von 18 bis 68 Jahren Blutspender werden. Erstspender sollten jedoch nicht älter als 60 sein, da sich der Körper erst zu spät an den "Blutverlust" von ca. 500ml gewöhnen kann. Nach dem man gründlich gecheckt und aufgeklärt wurde (siehe erste Frage) wird man als Spender "zugelassen". Man sollte jedoch nur dann zur Blutspende gehen, wenn man sich wirklich fit und dazu in der Lage fühlt.

Kostet eine Blutspende Geld ?
Eine Blutspende kostet dem Spender keinen einzigen Cent! Ganz im Gegenteil: Viele Blutspende-Dienste entschädigen den Spender mit bis zu 25 EUR sowie einem netten Imbiss mit Brötchen, Kaffee und Co. Somit ist es nicht nur eine gute Sache, sondern auch ein kleiner und netter Nebenverdienst ;)

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23Aug/10

Schleimbeutel (Bursa synovialis)

Eine weitere Frage, welche ich natürlich versuchen werde zu beantworten. Diese Frage erreichte mich nicht per eMail, sondern kam von einer meiner zu betreuenden und pflegenden Klienten. Hier eine ausführlichere Version meiner gegebenen Antwort:

Was sind Schleimbeutel ?
Schleimbeutel sind kleine Säckchen, gefüllt mit Gelenkflüssigkeit. Sie dienen dem Körper als "Puffer", also einem Schutzfaktor bei z.B. Stürzen oder sonstigen mechanischen Belastungen auf den Körper. Diese verhindern, dass diese Einwirkungen auf den Körper nicht direkt, also 1:1 auf die Knochen / Muskeln treffen, sondern gedämpft werden. Man könnte also sagen, es seien körpereigene Airbags.

Schleimbeutel liegen über Knochenvorsprüngen und schützen so Sehnen, Muskeln und Haus. Besonders wichtig sind diese bei größeren Gelenken wie der Schulter oder dem Kniegelenk. In der Fachsprache nennen sich die Schleimbeutel "Bursa" bzw. "Bursa synovialis". Sie bestehen aus einem äußeren Stratum fibrosum (Bindegewebsschicht) und einem inneren Stratum synoviale (sondern die Schleimflüssigkeit - synovia - ab).

Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
Eine Bursitis ist eine Entzündung der Schleimbeutel im Körper. Meist ist sie eine Reizung des Schleimbeutels welche in den meisten Fällen durch Druck oder einer sonstigen leichten Verletzung. Selten, aber dennoch möglich, entsteht eine Schleimbeutelentzündung durch eine Infektion mit Bakterien, Keimen und / oder Viren. Auch bei inneren Erkrankungen können einzelne oder alle Schleimbeutel in Mitleidenschafft gezogen werden. Nicht selten bei rheumatischen Krankheiten und Stoffwechselstörungen.

Unter den typischen Symptomen einer Entzündung gehören Rötungen, erwärmte Körperregionen, Schwellungen und Schmerzen. Bei Infektionen tritt zusätzliches Fieber auf sowie Schüttelfrost.

Therapie der Bursitis
Wird eine Schleimbeutelentzündung nicht behandelt, so kann sich diese auf tiefer liegende Gewebeschichten ausbreiten. Im schlimmsten Falle breitet sich eine Entzündung im gesamten Körper aus. In den meisten Fällen hilft eine Ruhigstellung des betroffenen Gelenks mit zusätzlicher Verabreichung entzündungshemmender Medikamente. Bei einer bakteriellen Infektion hilft ein "einfaches" Antibiotikum, welches durch einen Arzt verschrieben werden sollte.

Sollten die oben genannten Maßnahmen jedoch keinerlei Genesung erzielen, so ist ein operativer Eingriff notwendig, in welchem der betroffene Schleimbeutel entfernt wird. Der Körper gewöhnt sich relativ schnell an die neuen Umstände, so dass kaum irgendwelche Nachteile und Folgen entstehen.

Bursitis-Prophylaxen
Um einer Schleimbeutelentzündung vorzubeugen sollte man darauf achten, seine Gelenke zu schützen.
Bei der Gartenarbeit oder sonstigen arbeiten, welche im knien erledigt werden müssen, empfiehlt es sich Knieschützer zu tragen. Beim Inline Skating sollte man ebenfalls nicht auf diese Verzichten und zusätzlich einen Ellenbogenschutz tragen. Des weiteren sollte man sich bei regelmäßiger sportlicher Ertüchtigung von einem Orthopäden oder einem Krankengymnasten beraten und ggf. untersuchen lassen. Vor allem, wenn chronische Beschwerden an Gelenken bekannt sind.

14Jul/10

Katheterisierung im Pflegeheim

Des öfteren schnappe ich in div. Pflegeforen das Thema der Katheterisierung auf: Darf ein Altenpfleger in einer Pflegeeinrichtung einen Katheter legen ?

Grundsätzlich ist nichts gegen die Katheterisierung durch eine Altenpflegefachkraft einzuwenden. Immerhin kam / kommt dieses Thema in der Ausbildung zur Pflegefachkraft vor. Dennoch muss man folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Erlaubnis der Klientin / des Klienten
  2. Erlaubnis des Arztes / Urologens / Gynäkologen
  3. Das Personal fühlt sich dazu in der Lage

Vermehrt kommt es hingegen vor (nach eigenen Beobachtungen zu Folge), dass freie (und extra dafür geschulte) Mitarbeiter diverser Katheterhersteller die Einrichtungen besuchen und die Katheterisierung(en) im Auftrag des Arztes vornehmen.

Andererseits erledigen dies die Uro- und Gynäkologen selbst.

13Jul/10

Knochenmarkspende – Wie geht das ?

Auch wenn ich (noch) kein Arzt bin, versuche ich selbstverständlich auch diese Frage zu beantworten (Verbesserungen und Ergänzungen sind also dringlichst erwünscht).

Wie verläuft eine Knochenmarkspende ?
Für eine Knochenmarkspende muss als erstes ein passender Spender gefunden werden - Schließlich ist man zu 95% nicht mit dem Empfänger der körperlichen Spende verwandt. Für die Bestimmung, ob ein Spender sein Knochenmark spenden darf, ist es nötig, diesen ca. 2 - 4 Wochen vor der ersten Spende gründlichst zu untersuchen, damit keine Krebszellen oder sonstige "unerwünschten Begleiter" während dieser Procedure "mitgespendet" werden.

In der Regel wird die periphere Blut-Stammzellspende angewandt und durchgeführt. Bei diesem "Vorgang" gewinnt man die nötigen Stammzellen aus dem Venenblut des Spenders. Das Blut wird während der Spende durch einen Zellseparator geleitet. Der Empfänger erhält somit nahezu zeitgleich die besagte Spende. Eine eigentliche und direkte Transplantation erfolgt am Beckenknochen, wo das Knochenmark am stärksten produziert wird.

Bildet der Körper Knochenmark nach ?
Damit der Spender nicht ohne Knochenmark dasteht, wird dieser mit G-CSF behandelt. Dies trägt dazu bei, dass die Herstellung von Knochenmark schneller verläuft und somit mehr vom Spendengut hergestellt wird. Der Spender erhält diese Behandlung in "Spritzenform" (ähnlich wie eine Heparin- oder Insulinspritze) vor dem Spendevorgang. Verabreicht wird dies vom Hausarzt.

Knochenmark vs. Rückenmark
Oft kommt es vor, dass viele Menschen das Rückenmark mit der Knochenmarkspende in Verbindung bringen. Das Knochenmark ist ein Blutbildendes Gewebe. Das Rückenmark hingegen ist ein wichtiger und unverzichtbarer Teil des Nervensystems. Rückenmark kann und darf also nicht gespendet / transplantiert werden.

Was bewirkt eine Knochenmarkspende ?
Eine Blut-Stamzell- bzw. Knochenmarkspende ist heute die erste Wahl einer therapie gegen Leukämie (Blutkrebs) oder anderen angeborenen Immundefekten. Diese Krankheiten haben meist einen tödlichen Verlauf. Einen passenden Spender findet man laut Statistik gerade mal einmal unter 1 Millionen Spendewilligen Menschen. Geschwister und Eltern sind trotz hohem Verwandtheitsgrad nur selten als Spender geeignet. Je größer also die Anzahl der registrieren Spender, desto größer die Chancen für den Empfänger.

Wer und vor allem wie kann man Spender werden ?
Jeder "gesunde" Mensch im alter von 18 bis 55 Jahren kann sich als Spender prüfen und registrieren lassen. Für die Verträglichkeit einer Blutstammzell-/ bzw. Knochenmark-Transplantation müssen bei Spender und Empfänger bestimmte Gewebe-Merkmale genau übereinstimmen. Damit dies bestimmt werden kann, werden einem ca. 10ml Blut abgenommen. Diese Blutprobe wird dann im Labor untersucht.

Kostet eine Knochenmarkspende Geld ?
Wie so ziemlich alles im Leben kostet auch eine Knochenmarkspende Geld. Die meisten, wenn nicht sogar alle Spenden werden ehrenamtlich durchgeführt bzw. von entsprechenden Fachkliniken. Hier muss der zukünftige Spender natürlich nichts bezahlen. Das einzige, was in den meisten Fällen an Kosten anfällt, ist die "einmalige" Typisierung und Registration in entsprechenden Knochenmarkspende-Dateien und Listen.

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12Jul/10

Welches ist das richtige Pflegeheim ?

Eine weitere (sehr) interessante Frage, welche mich per eMail erreichte. Vorweg: Eine "richtige" oder gar "falsche" Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Dennoch versuche ich eine halbwegs brauchbare Antwort geben zu können:

Der wohl entscheidenste Punkt bei der Auswahl eines "guten" Pflegeplatzes der verwandten oder für einen selber ist die Region. Man sollte abwägen, ob man in der selben Stadt oder dem selben Dorf wohnen bleiben möchte, Zentral oder doch eher in einer Verkehrberuhigten Zone. Ebenfalls kommt es auf die Entfernung an, wie weit es von den Angehörigen zum Pflegeheim ist. Sofern man sich für einen Umkreis entschieden hat, so folgt dann der entscheidenste Punkt: Die Einrichtung!

In jeder Pflegeeinrichtung arbeiten unterschiedliche Menschen. Einige Menschen passen zusammen, andere wiederum nicht. Man sollte sich daher gut überlegen, ob man mit dem örtlichen Personal gut zusammenarbeiten kann oder nicht (z.B. der Erstellung einer aktuellen Anamnese und Biografie). Aber auch die Möbel in solch einer Einrichtung sind wichtig. Die Menschen die dort leben und ihre Zeit verbringen, sollten sich wohlfühlen.

Frau Bohnes von CareKonzept hat sich einmal die Zeit genommen und eine "Pflegeheim-Checkliste" ausgearbeitet, welche ich an dieser stelle gerne weiterempfehlen möchte: Darauf sollten Sie bei der Suche nach einem Pflegeheimplatz achten! (.pdf). Ebenfalls ein kurzer Videoratgeber der Pflegeberaterin.

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6Jul/10

Wie entsteht eine Blase am Fuß ?

Eine weitere Frage, welche per eMail eintraf. Sie behandelt ein im Sommer immer wieder auftretendes "Problem":

Wie entstehen Blasen (am Fuß) ?
Als erstes: Blasen können nicht nur an den Füßen entstehen, sondern auch an anderen Körperregionen.

Durch die "ständige" Reibung (wenn man z.B. neue Schuhe kauft) reibt sich die oberste Hautschicht von den anderen Hautschichten ab, bis ein kleiner Hohlraum zwischen den Hautschichten entsteht. Dieser Hohlraum füllt sich mit Körpereigenem Gewebewasser, was die oberste Haut ausbeult, so dass eine für uns Menschen bekannte "Blase" entsteht.

Was sind "Blasen" ?
Blasen sind eine Körpereigene Schutzabwehr gegen Druck und Reibung von außerhalb auf die (menschliche und tierische) Haut.

Die Hauptursachen einer Blasenentstehung
In der Regel entstehen die meisten Blasen durch Reibung.
Diese Reibungen können z.B. durch das tragen von neuen Schuhen kommen. Desweiteren sind Steine oder Fussel sowie eine Falte im Strumpf für eine ständige Reibung verantwortlich. Schwitzende Füße beschleunigen die Entstehung einer Blase ungemein.

Doch nicht nur Schuhe sind Schuld: Gitarrenspieler klagen auch oft über Blasen an den Fingern. Schuld sind hier die feinen oder groben Gitarrensaiten. Durch das aufeinander treffen der Fingerkuppen mit den Saiten entsteht ebenfalls Reibung und / oder Druck.

Wie sollte man eine Blase behandeln ?
Am sichersten ist es, eine Blase geschlossen zu halten. Oft hört und liest man, dass man sich eine Blase mittels einer feinen Nadel aufstechen und ausdrücken soll.  Dieses sollte man jedoch nur auf eigene Verantwortung fabrizieren, da durch das noch so kleine Loch, Bakterien und Keime unter die Haut und somit in die benachbarten Haut schichten gelangen. Die Folge kann eine schwere Entzündung oder gar eine Blutvergiftung sein.

Hat man eine Blase, so empfiehlt es sich dort ein Blasenpflaster draufzukleben. Die Wunde wird angenehm gepolstert und vor evtl. Keime geschützt. Wem dies zu lange dauern sollte, erhält in der Apotheke extra Blasenbalsam und Tinktur, was die Heilung einer Blase beschleunigt. Die Wirksamkeit ist jedoch sehr umstritten.

Wie kann man einer Blasenbildung vorbeugen ?
Beim kauf neuer Schuhe sollte man unbedingt darauf achten, dass die Zehen und die Hacke ausreichend Platz haben, dennoch aber Fest sitzen. Neue Schuhe sollten langsam eingetragen werden, damit sich das Material vom Schuh an den Fuß anpassen kann. Socken sollten ebenfalls nicht zu groß und keine Falten bilden. Außerdem sollte der Fuß gut belüftet sein, damit dieser nicht das schwitzen anfängt.

Gegen Blasen an den Fingern helfen ggf. Handschuhe, welche sich beim Gitarrespielen jedoch als sehr unpraktisch beweisen ;) Hier benutzt man dann doch eher ein Plektrum oder trainiert die Finger langsam aber Sicher an die Gitarrensaiten. Je öfter man spielt, desto schneller gewöhnen sich die Finger daran.

28Jun/10

Was ist Zink ?

Eine durchaus berechtigte Frage traf vor kurzem per eMail ein, nämlich was Zink sei. Zink wäre doch nur eine Art Metall und was habe dies mit der Pflege zu tun (siehe Slogan des Pflegebloggerblogs) ? Hier meine Antwort:

Was ist Zink ?
Zink ist in der Tat ein bläulich und unedles Metall welches im Jahr 2006 zu 47% für den Korrosionsschutz von Eisen und Stahlprodukten durch "verzinken" genutzt wurde. Desweiteren gehört Metallisches Zink zu den wichtigsten Materialien für negative Elektroden in nicht wiederaufladbaren Batterien und wird in großtechnischem Maßstab eingesetzt. Beispiele sind Alkali-Mangan-Batterien, Zink-Kohle-Batterien, Zink-Luft-Batterien, Silberoxid-Zink-Batterien und Quecksilberoxid-Zink-Batterien.

Im Körper gehört Zink zu den unentbehrlichen Spurenelementen für den Stoffwechsel. Es ist Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen. Die empfohlene Tagesmenge für Zink liegt laut der Weltgesundheitsorganisation für erwachsene bei ca. 15mg. Ab einer Aufnahme von 200 Milligramm können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und / oder Durchfall auftreten.

Was macht Zink im Körper ?
Zink erfüllt viele verschiedene Aufgaben. Zink nimmt so die Schlüsselrolle im Zucker-, Fett und Eiweißstoffwechsel ein und ist beteiligt am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum. Auch das Immunsystem und viele weitere Hormone benötigen Zink für ihre Funktionen. Zink ist desweiteren wichtig für das Farbsehen.

Mangelerscheinungen
Zink kann im menschlichen Körper nicht gespeichert werden, weshalb man das Spurenelement regelmäßig zu sich nehmen sollte. Aufgrund vieler falscher Ernährungsgewohnheiten ist Zinkmangel keine Seltenheit. Besonders Menschen im Wachstum benötigen eine ausreichende Zinkzufuhr.

Zinkmangel führt zu einer Unterfunktion der Keimdrüsen, Wachstumsstörungen und Blutarmut. Ein zu niedriger Zinkspiegel äußert sich oft auch durch eine verringerte Abwehrfunktion, Haarausfall, trockene Haut und brüchige Nägel.

Zinklieferanten
Als besonders wertvolle Zinklieferanten gelten: Rote Fleischsorten, Käse, Vollkornprodukte, Walnüsse, Pilze, Hefe, Linsen, Meeresfrüchte und grüner Tee.

3Jun/10

Kaiserschnitt (Sectio Cesarea)

Als gestern Abend eine nette "Dokumentation" auf dem Tv-Sender "SuperRTL" lief, tauchte bei mir die Frage auf, warum der "Kaiserschnitt", welcher zur Geburt von Babys eigentlich so heißt, wie er heißt ?! Ich bin mir ziemlich sicher, dass es noch weitere Menschen gibt, die sich das schon öfters fragten, aber keine Antwort wussten.

Warum heißt es "Kaiserschnitt" ?
Mit dem Wort Kaiserschnitt wird die operative Geburt eines Babies bezeichnet.

Der Name diesen operativen Eingriffs heißt deshalb Kaiserschnitt, weil einer der bekanntesten römischen Figuren, genauer Herr Gaius Julius Cäsar durch eine solche Geburtsmaßnahme das Licht der Welt erblickte. Der Name Cäsar bedeutet im eingedeutschten übersetzt "Kaiser". So kam es zur Benennung "Kaiserschnitt" ;)

Gründe für einen Kaiserschnitt
Gründe für einen Kaiserschnitt, also der "operativen Geburt" eines Kindes können unter anderem folgende sein:

  • Ein zu enges Becken der Mutter bzw. ein zu großes Kind
  • Eine "Fehllage" des Kindes um Geburtskanal
  • Wehenschwäche der Mutter
  • Gesundheitliche Gefährdungen der Mutter / des Babys (z.B. Nabelschnur liegt um Hals des Kindes)
  • Der geäußerte Wunsch der Mutter (Die hinterbliebene Narbe wird als Stolz angesehen und "getragen")
4Mai/10

Schweißdrüsen – Wozu ?

Da wir in den letzten Wochen schon ein paar schöne Warme Tage erleben durften, habe ich ein recht passendes Thema aufgehoben, welches ich bereits schon im März als Frage erhalten habe: "Wozu hat der Mensch Schweißdrüsen ?" diese wären doch ziemlich störend, da die ausgesonderte Flüssigkeit (Schweiß) für viele unangenehm riecht. Vor allen Menschen, welche viel schwitzen, werden in Schulen leicht zu Mobbingopfern, was jedoch ein anderen Thema wäre.

Als erstes: Was sind Schweißdrüsen ?
Als Schweißdrüse bezeichnet man eine Drüse in der Lederhaut (Korium), die unterhalb der Oberhaut (Epidermis) liegt. Wie es der Name schon sagt, produzieren die Schweißdrüsen den für uns allzu bekannten Schweiß, welcher über die Poren in der Oberhaupt ausgeschieden wird.

Nützlich und gar lebenswichtig ist der Schweiß zur Regulation des Wärmehaushalts des menschlichen Körpers. In einigen Körperregionen besitzt der Körper gar spezielle Schweißdrüsen, welche z.B. auf das andere Geschlecht anregende Duftstoffe absondern.

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20Apr/10

Dekubitus + Dekubitusprophylaxe

Es freut mich sehr, wenn ich hin und wieder ein paar nette eMails von Leser/innen erhalte. Wie es ggf. schon bekannt ist, biete ich mittels dem Pflegebloggerblog Fragen zu pflegerelevanten Themen zu beantworten. Da ich selber noch mitten im Werdegang der Pflegewelt stecke, kann ich nicht immer jede Frage beantworten. Sollte es mal vorkommen, dass ich eine Frage nicht beantworten kann, verfüge ich über eine Menge netter Kontakte, welche ich dann mit einem guten Gewissen empfehlen kann!

Heute morgen fand ich eine eMail, in der die Frage auftaucht, was ein Dekubitus sei. Der Begriff würde im örtlichen Pflegeheim öfters auftreten, genauer "Dekubitusprophylaxe". Hier (m)ein kleiner Themenkatalog:

Dekubitus, was ist das ?
Ein Dekubitus ist ein Druckgeschwür / Wundliegen. Genauer: Eine durch länger anhaltenden Druck entstandene Schädigung der Haut und des darunter liegenden Gewebe. [Google - Bildersuche - Dekubitus]

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