Was ist eine Arthritis ?
Neben der Frage, was eine Arthrose ist, bekam ich heute eine eMail (fragen@pflegeblogger.de) mit der Frage, was eine Arthritis sei. Eine Arthritis ist eine weitere (meist) Altersveränderung des Bewegungsapparates.
Was ist eine Arthritis ?
Bei der Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Gelenkerkrankung. Diese kann schubartig auftreten und ist häufig mit einem schlechten allgemein befinden des Patienten verbunden.
Mögliche Ursachen einer Arthritis ?
Ursache für eine Entzündung im Gelenk kann eine bakterielle Infektion oder eine Stoffwechselstörung sein. auch gibt es die Möglichkeit, dass das fehlgesteuerte Immunsystem den Gelenkknorpel zerstört.
Warnzeichen einer akuten Arthritis ?
Warnzeichen einer Arthritis können: Rötung des Gelenkes, Schwellung, Gelenkerwärmung ("heißes Gelenk"), Gelenkschmerzen (auch bei Ruhe) und Einschränkung der Beweglichkeit sein.
Wie muss eine Arthritis behandelt werden ?
- Eine akute Arthritis ist nur schwer zu heilen. Im Gegensatz zur Arthrose muss das Gelenk ruhig gestellt werden und darf nicht belastet werden. Kühlung durch Kühlkissen oder kalte Wickel kann indirekt wirken. Bei bakteriellen Infektionen werden Antibiotika verabreicht. Generell ist eine Ernährungsumstellung mit einem höheren Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln und einer Reduktion der Verzehrung von Fleisch und Wurstwaren sinnvoll.
- Medikamente und Krankengymnastische Übungen können die Gelenkveränderungen hinauszögern. Schmerzmittel z.B. Acetylsalicylsäure, lindern den Schmerz und wirken auch entzündungshemmend.
- Das Leben mit einer Arthritis ist nicht einfach – aber machbar. Vor allem in Selbsthilfegruppen finden die Betroffenen Unterstützung und Kontakte zu anderen Erkrankten.
Was ist eine Arthrose ?
Heute morgen bekam ich eine eMail, mit der Frage was eine Arthrose ist. Da ich aktuell meine Schulsachen sortiere, habe ich auch gleich den passenden "Fragenkatalog" gefunden: Altersveränderungen des Bewegungsapparates.
Was ist eine Arthrose und wie entsteht sie ?
- Erkrankung der Gelenke, die auf Abnutzung zurückzuführen sind, bezeichnet man als Arthrose (Arthros = Gelenk). Arthrose entsteht besonders häufig an Knie-, Fuß und Hüftgelenken sowie an der Wirbelsäule.
Warnzeichen einer Arthrose ?
- Die ersten schmerzen treten auf, wenn die Knorpelschicht angegriffen ist und die Gelenkenden aneinander reiben. Frühe Anzeichen für eine Arthrose sind: Gelenkschmerzen durch Belastung, morgendlicher Anlaufschmerz, Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit und Ruheschmerz (nur bei akuter Arthrose).
Wie kann die Entstehung einer Arthrose gefördert werden ?
- Arthrose kann durch starke körperliche Beanspruchung (Verschleiß) der Gelenke, Fehlstellungen der Beine (X- oder O-Beine), Fußschäden (Spreizfuß), Übergewicht und Gelenkverletzungen gefördert werden.
Vorbeugendes Maßnahmen und Behandlungsmaßnahmen:
- Als Vorbeugung gilt regelmäßige Bewegung, die die Gelenke möglichst gleichmäßig belastet. Ideal sind Sportarten wie z.B. Schwimmen oder Fahrrad fahren. Der Gelenkknorpel wird nur ausreichend ernährt, wenn die Gelenke auch bewegt werden. Aus diesem Grund darf ein Arthrotisches Gelenk nicht stillgelegt werden. Bei einer Zerstörung des Gelenkes, kann durch eine Operation ein Kunstgelenk eingesetzt werden.
- Häufige Behandlungsverfahren bei einer Arthrose: Entzündungen und schmerzen müssen zum Abklingen gebracht werden durch Kälte- oder Wärmetherapie, Schmerzmittel und Medikamente.
- Die Beweglichkeit der Gelenke muss erhalten bleiben. Ausreichende Bewegung, Krankengymnastik und Massagen sind sehr wirksam.
SternTV: Plötzlich alt!
So eben habe ich von einem sehr interessanten Projekt gehört, welches von den ansätzen her schon etwas älter ist, aber dennoch immer wieder spannend und aufschlussreich:
Was geschieht mit jungen Leuten, wenn sie plötzlich das Leben alter Menschen leben müssen? Wenn sie sich vom einen auf den anderen Tag mit Einschränkungen und Demütigungen, die das Alter mit sich bringt, konfrontiert sehen ?
BMI – Bald Geschichte ?
Erst vor ein paar Tagen beschrieb ich, wie man den BMI errechnen kann. Ebenso für Menschen mit eventuellen Amputationen.
Ebenso hört und liest man in einigen Medien, dass sich der BMI nur sehr kritisch in der Praxis unter Beweis stellen kann und konnte. Es wäre nicht wichtig, wie viel Gewicht ein Mensch hat, sondern wo genau das Fett sitzt. Es gäbe schließlich "gutes" und "böses" Fett, was den unterschied der Verteilung macht.
Welche alternativen gibt es anstelle des BMIs ?
Eine sehr gute Frage. Einige Universitäten haben herausgefunden, dass der Taillenumfang durch die Körpergröße gerechnet werden solle um das Herzinfarkt-Risiko und ähnliches zu vermeiden. Meiner Meinung, ist das nicht viel effektiver.. Ich werde dieses Thema mal weiter verfolgen, da Mitte März diverse Studien bzgl. des BMIs und deren Alternativen veröffentlicht werden sollen - Stay informed by der-pflegeblogger.de
Was ist eine Pflegevisite ?
Eine spannende Frage zu einem (noch) relativ umstrittenen Begriff!
Eigentlich zum wohl der Pflegeempfänger gedacht, aber leider auch oft als eine missbräuchliche Maßnahme gegenüber dem Pflegepersonal einer Einrichtung eingesetzt:
Positiv: Die Pflegevisite ist ein Instrument für das Qualitätsmanagement innerhalb einer Pflegeeinrichtung. In einem Gespräch mit dem Pflegeempfänger werden Pflegeprobleme und Ressourcen besprochen und anschließend in der Akte des Klienten niedergeschrieben. Nach dem Gespräch erfolgt eine Diagnose (Pflegediagnostik) über den aktuellen (pflegerischen) Zustand des Klienten. Im Prozess der Pflegediagnostik erarbeitet und beschließt man zukünftige Pflegeziele und deren benötigten Maßnahmen, damit die Pflege des Menschen verbessert werden kann.
Negativ: In einigen Einrichtungen (ich spreche schreibe auch aus eigener Erfahrung) wird die Pflegevisite speziell auf das Personal "beschränkt". Hier werden nicht die Fähigkeiten und Probleme der zu pflegenden Personen wahrgenommen und beachtet, sondern die Arbeit der Pflegekraft bewertet. In einigen Webforen wird sogar über "Spionage" und Mobbing durch Pflegevisiten gesprochen berichtet, da es sich eher um Kontrolle als um Qualitätsmanagement handelt. Sehr schade.. Nobody is perfect!
BMI Berechnung (bei Amputation)
Wofür die Abkürzung "BMI" steht, das weiß inzwischen so ziemlich jeder, selbst Menschen welche nicht aus dem Gesundheitswesen stammen. Sie steht für Body-Mass-Index. Dieses Index stellt eine Beziehung zwischen dem Köfpergewicht und der Körperlänge da. Anhand der daraus resultierenden Ergebnisse und festgelegten Grenzwerten, lässt sich schnell ein Normgewicht für Menschen darfstellen:
- Untergewicht: BMI unter 18,5
- Normalgewicht: BMI von 18,5 bis 24,9
- Übergewicht: BMI von 25 bis 29,9
- Adipositas (Fettleibigkeit / Fettsucht): BMI von 30 bis 39
- Schwere Adipositas (Fettleibigkeit / Fettsucht): BMI ab 40
Die Formel für die Berechnung des "normalen" BMIs lautet:
BMI = [Körpergewicht in Kilogramm] geteilt durch [Körpergröße in Meter x Körpergröße in Meter]
Ein Beispiel: Bei einer Körpergröße von 1,80m und einem Gewicht von 75kg lautet die Formel:
75kg : (1,80m x 1,80m) = BMI 23,15
Gestern bekam ich jedoch die Frage, wie man den BMI bei einer Amputation berechnet ?!
Gibt es noch extra Besucherzeiten ?
Eine neue Frage, bezüglich des gestrigen Beitrags lautet: "Gibt es noch extra Besucherzeiten ?"
In meinem Betrieb ist es so, dass die meisten unserer zu pflegenden und betreuenden Personen in einer Form des betreuten Wohnens leben, was heißt, dass diese ihre eigenen 1,5 - 2 Zimmer-Wohnungen haben und Ihren Besuch jederzeit und völlig unabhängig durch uns einplanen können. Auf unserer Pflegestation gibt es an sich keine festen Uhrzeiten für Besucher. Diese können rein theoretisch kommen wann sie wollen. Jedoch orientieren sich die meisten Angehörigen erfahrungsgemäß an die Uhrzeiten der Essenszeiten und kommen meist etwas vorher oder hinterher zu Besuch.
In einigen anderen Einrichtungen (ich denke mal vor allem in Krankenhäusern) herrschen noch extra Besucherzeiten. Meist stehen diese jeweils an den verschiedenen Stationen oder direkt am Haupteingang des Gebäudes. Die "nächtlichen Ruhezeiten" auf Pflegestationen beginnen in der Regel ab ca. 21:00 Uhr oder 22:00 Uhr (in nahe zu allen Einrichtungen).
Was ist eigentlich Demenz ?
Ein aufmerksamer Blogleser nutze den Live-Support-Chat um mich auf folgendes Hinzuweisen: Was ist eigentlich Demenz bzw. ein dementer Pflegeempfänger / Klient ? Gerne versuche ich hier eine einigermaßen verständliche Antwort zu geben, da man dieses Wörtchen und seine nahen verwandten in der (Alten)pflege öfters hört bzw. liest:
Eine Demenz ist eine sehr komplexe, neuropsychologische Störung, die in jedem Fall eine Gedächtnisstörung mit sich bringt. Zusammen mit einer Gedächtnisstörung folgen auch weitere Störungen wie z.B. in der Sprache, sowie in der Bewegung. Zusätzlich kann es zu Erkenntnisstörungen und / oder verlorenen Handlungs- und Planungskompetenzen kommen.
Es gibt viele verschiedene und zum Teil noch unentdeckte Formen einer Demenz. Eine Demenz kann durch das degenerieren von Gehirnzellen, aber auch durch Durchblutungsstörungen (mangelnde Durchblutung wichtiger Hirn- und Körperareale) hervorgerufen werden. Eine Demenz kann sowohl in jungen Jahren als auch im fortgeschrittenem Alter auftreten.
Vor ca. 4 Monaten schrieb ich über den Titel einer meiner Demenzschulungen "Wenn das Taschentuch zur Leberwurst wird". Ich erwähne diesen Titel um ggf. ein kleines Praxisbeispiel zeigen zu können. Bei Interesse einfach lesen. Ebenfalls ein passender wichtiger Artikel ist: "Was ist Validation ?" Ich hoffe, dass ich dir mit diesen 3 Beiträgen das Phänomen "Demenz" ein wenig näher bringen konnte
Darf bei Ihnen gelacht werden ?
Heute erreichte mich eine Frage, welche ich schon relativ "komisch" fand. Wie schon im Titel zu lesen lautete die Frage allen ernstes: "Darf bei Ihnen, auf der Arbeit gelacht werden ?" Eine kurze und knackige Antwort meinerseits: Ja, natürlich darf bei uns gelacht werden. Dies stärkt nicht nur den Teamgeist, sondern trägt zu einer lockeren Kommunikation zwischen Personal und Klienten. Ebenso dient es zur Motivation, wenn man sich auf der Arbeit wohl fühlen kann in dem man z.b. lachen kann und darf.
Es gibt anscheinend Einrichtungen in denen nicht gelacht werden darf ?!
Findet man die Theorie in der Praxis ?
Eine aufmerksamer Besucher fragte mich, ob ich das Gefühl hätte, dass die Theorie in der Praxis wieder zu finden wäre. Sollte ich mit nur einem Wort auf diese Frage antworten wäre es ein "Jein", also eine Mischung aus "Ja" und "Nein".
Im großen und ganzen muss kann ich sagen, dass ich bisher in nahe zu jeder Einrichtung die Theorie in der Praxis erlebt habe. In einigen kleinen Fällen allerdings nicht, da war es das komplette gegenteil, man stürzte sich auf Bewohner, bewahrte keine Distanz und einiges mehr.
Ich persönlich, versuche immer das theoretisch gelernte in der Praxis anzuwenden. In den meisten fällen klappt es. Selten hat man mal Momente wo es nicht so ganz klappt und abläuft wie es eigentlich sollte. Das beste Beispiel sind akute Notfälle, in welchen man dringend Ruhe bewahren sollte. Man ist in solchen Momenten (je nach Lage des Notfalls) so "automatisiert" im geschehen, das man oft keine Zeit hat nachzudenken. Es läuft alles an einem vorbei. Man macht nur noch das, was für den Klienten am wichtigsten ist. Bisher lief trotz allem alles erstaunlich gut, auch Beschwerden wurden nie geäußert
Hello, I'm Sören!





