4Nov/11

Mal was Lustiges zwischendurch

Als ich letztens für meinen Beitrag zum Pflege-Tüv und den Veränderungen in der Pflegebranche recherchiert habe, bin ich auch über eine super Karikatur gestolpert. Die passte nicht mehr wirklich in den Artikel rein, daher wollte ich euch heute mal den Freitag ein wenig mit - wie ich finde - amüsanten Karikaturen versüßen. Ich fange natürlich auch direkt mal mit der erwähnten Karikatur zum Pflege-TÜV an:


© Christiane Pfohlmann


© Roger Schmidt


© Roger Schmidt


© ?


© Mucki

16Sep/11

Ein Dank an meine Follower, Fans, Freunde und überhaupt alle, die hier mitlesen

Hallo zusammen,

soeben habe ich mit dem Twitter-Account @pflegeblogger die Marke von 1.000 Followern überschritten. Auch bei Facebook sind es schon über 160 Likes, Fans oder wie man das ausdrücken möchte. Daher an dieser Stelle einfach mal ein Dankeschön an alle, die sich für die Artikel hier interessieren. Und ich lasse direkt mal Taten folgen und gehe am Montag Blut spenden. Da freut sich eine Person, die es irgendwann nötig hat.

SonnenblumeIn den nächsten Tagen/ Wochen wird es zudem einige weitere interessante Artikel geben:

Wünsche euch ein schönes Wochenende!

 

Bild: Annamartha  / pixelio.de

5Sep/11

Arztsuche im Internet – Ein kurzer Überblick

ArztsucheWer kennt das nicht - Krankheiten kommen unverhofft und im unpassendsten Augenblick. Wichtig wäre es dann, schnell die Adresse eines guten Facharztes zu haben. Viele Menschen kennen sich aber nicht besonders gut in medizinischen Dingen aus und wissen nicht, welchem Arzt sie ihr Vertrauen schenken können. Wo soll man suchen und wen um Rat fragen? Wer weiß Bescheid, ob dieser oder jeder Arzt zu empfehlen ist? Genau mit dieser Fragestellung bin ich bei der Recherche für eine Fortsetzung der Artikelreihe "Einblicke in die Pflege" konfrontiert worden. (An dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Bald wird es wieder ein neues Interview geben und dieses Mal bin ich von der realen in die digitale Welt gewechselt)

Wer die Absicht hat einen Arzt in der näheren Umgebung aufzusuchen, kann zunächst im öffentlichen Telefonverzeichnis oder den Gelben Seiten nachschauen. Dort sind die Ärzte jeweils nach Fachrichtung alphabetisch aufgelistet. Telefonnummer und Adresse, oft auch die Praxisöffnungszeiten, sind hier angegeben. Ich weiß noch, dass meine Mutter die dicken Telefonbücher früher immer gehortet hat, um im Notfall alle Rufnummern parat zu haben. Aber mal ehrlich, wer sammelt heute noch die verschiedenen Telefonbücher? Und möchte man nicht auch ein paar Infos mehr haben als nur Rufnummer und Öffnungszeiten?

Jemand, der jedoch zusätzlich zu Adresse und Telefonnummer des Arztes genauere Informationen haben möchte, wie etwa Informationen zu bestimmten Erkrankungen, oder Bewertungen des Arztes durch bereits behandelte Patienten, Hausmittel, die bei bestimmten Beschwerden helfen oder Ähnliches, kann sich im Internet bei verschiedenen Online-Portalen wie zum Beispiel der Arztsuche von jamede.de und noch einigen mehr, kundig machen.

Bei jameda.de, nach eigenen Angaben Deutschlands größte Arztempfehlung, hat man die Möglichkeit genau die Fachrichtung des Arztes anzugeben, den man sucht. Will man Bewertungen zu seinem derzeitigen Arzt einholen, braucht man nur den Namen des Arztes eingeben (und evtl. noch Postleitzahl sowie Ort) und sofort bekommt man eine Übersicht aufgelistet. Hier sind neben der Adresse und Telefonnummer des Arztes zusätzlich Bewertungen durch andere Patienten und ihre Erfahrungen mit diesem Arzt zu finden. Man sieht auch, ob der Arzt von anderen empfohlen wird oder nicht.

Neben diesen Bewertungen bieten Online-Medizin- bzw- Arzt-Portale noch weitere Inhalte, wie z.B. Artikel zu Themen aus den Bereichen Medizin und Gesundheit. So kann man sich jederzeit über spezielle Krankheiten oder Behandlungsmethoden informieren. Das Angebot wird noch erweitert mit einer Übersicht über Altenheime, Pflegeheime und Soziale Dienste sowie mehreren Lexika zu Themen wie Krankheiten, Gesundheit, Hausmittel, Nährstoffe, Heilpflanzen und Laborwerte. Nicht zuletzt findet man auch ausführliche Informationen über Medikamente.

MeinungNun bin ich auf eure Meinung gespannt. Habt ihr schonmal solch eine Arztsuche benutzt und was haltet ihr davon?

(Hinweis: Bild © Thommy Weiss / pixelio.de)

9Aug/11

Haare ab – Kopfform, Sonnenbrille & Co

Heute gibt es hier mal wieder einen Bericht außerhalb von Serien wie "Einblicke in die Pflege" oder "Hello, I`m Sören". Aber die Vorbereitung neuer Veröffentlichungen zu den Serien läuft natürlich im Hintergrund weiter. Wenn alles gut läuft, kann ich euch bald ein Interview mit der Ombudsfrau des Gesundheitsministeriums, Frau Beikirch, und einen neuen Ausflug von Sören präsentieren. Aber kommen wir mal wieder zum heutigen Thema zurück: Ich war beim Friseur und habe mir die Haare abschneiden lassen. Was heißt "abschneiden", ich habe sie abrasieren lassen. Das war schon ein ganz schön aufregender Schritt, denn wer hätte nicht viel lieber wallendes Haar als anstelle dessen eine Ganz-Kurzhaar-Frisur?

Na ja, aber was mich wirklich überrascht hat, nachdem ich beim Friseur war und ein paar Tage später aufgrund akutem Sonnenscheins (ja, ich war ein paar Tage in München, da gab es Sonne) meine Sonnenbrille aufgezogen habe: Mit veränderter Frisur braucht man auch eine andere Sonnenbrille. Irgendwie passt meine alte Brille nicht mehr so richtig zu meiner neuen Kopfform. Also bin ich erstmal zu ein paar Optikern gegangen und habe mich dort umgeguckt. Leider habe ich aber offline (im sogenannten „richtigen Leben“) nichts Passendes gefunden und habe daher anschließend von zu Hause aus online gesucht. Neben einigen sehr schönen Vans Brillen habe ich auch noch diverse andere Modelle zu akzeptablen Preisen gefunden. Das Problem, wenn man online kauft, ist aber natürlich auch immer das gleiche: Man kann sich die Brille nun mal vorher nicht auf die Nase setzen und in den Spiegel gucken. Wie dem auch sei – ich habe jetzt zwei Modelle bestellt und bin sehr gespannt, ob denn die neue Brillenform auch zu meiner neuen Kopfform passt. Vielleicht werde ich darüber später nochmal berichten. Aber vielleicht komme ich auch gar nicht mehr dazu, die Brille aufzusetzen, denn dieses Jahr scheint es eh keine Sonne zu geben. Mal schauen. Daher mache ich einfach jetzt mal Sommer in diesem Blog:

Sonnenbrille

3May/11

Schlechtes Gewissen: Ja oder nein?

Aktuell befinde ich mich im Schulblock meiner Ausbildung zur Altenpflegefachkraft, wo man während dieser Zeit (lt. Minesterium) nicht in der Praxis arbeiten sollte, also im Betrieb einspringen. Bisher hatte ich dies an den eigentlich freien WEs getan, da ich es als selbstverständlich empfand einzuspringen, wenn die Ressourcen an Personal knapp sind. So sprang ich über die 4 Ostertage ein und hätte auch das jetzt kommende Wochenende einspringen.

Spontan entschieden die Dozenten meines Kurses, dass wir nächste Woche Montag und Dienstag jeweils eine fette Klausur in Soziologie und Geronto schreiben. Somit rief ich heute im Betrieb an und schilderte die Lage und dass ich gerne am WE die Zeit nutzen wolle mit meiner "Lerngruppe" und meinem Vater, welcher ebenfalls examinierte Altenpflegefachkraft ist zu lernen.

Ich verstehe zwar, dass die PDL nun verärgert ist, da Sie für das WE einen anderen Kollegen einplanen muss, aber man muss nicht gleich einen unfreundlich bestimmten Ton erheben von wegen "Na toll, auf den kann man sich kein Stück verlassen". Dazu noch kurz angebunden und das Gespräch schnell beendet: "Ja, tschüss Martin!".

Klasse: Jetzt hat man ein schlechtes gewissen, dass man nicht einspringen kann... Andererseits habe ich bis heute noch kein Danke, dass ich Ostern eingesprungen war geschweige denn einen Freizeitausgleich. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass man nur noch ausgebeutet wird in der Pflege... Ist das in einem Krankenhaus evtl. anders? In meinem ehemaligen Praktikum im KKH erschien mir alles viel freundlicher sowie lust- und verständnisvoller :?

Richtig unmotivierend so etwas!

20Feb/11

Sie sind umwerfend!

Seit etwa einer woche haben wir eine neue Bewohnerin - Sie muss auf Grund einer Hemiparese (Halbseiten-Lähmung) nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzen. Da sie geistig noch Fit ist und es lange Jahre gewohnt war alles selber zu machen, unternahm sie einen Toilettengang auf eigene Faust, welcher natürlich auf Grund der fehlenden Stabilität des Körpers missglückte...

Gestern wollte sie ein auf den Fußboden gefallendes Stück Schokolade aufheben und lehnte sich mit ihrem Oberkörper nach vorne, so dass sie aus dem Rollstuhl purzelte. Dank des mobilen Notrufsenders war sie sofort in der Lage die Klingel zu betätigen. Als ich ins Zimmer kam, sah ich sie auf dem Rücken liegend - mit einem Kopfkissen unter dem Kopf - auf dem Fußboden liegen. Es war zum Glück nichts passiert, dennoch piepte ich meine Kollegin an um die Bewohnerin ins Bett zu legen, da sie eh gleich mit der Abendversorgung dran gewesen währe...

Ins Bett gelegt inspizierten wir den Körper um Verletzungen auszuschließen:

Kollegin: "Das ist jetzt der zweite Sturz in dieser Woche - Martin kann Sie doch nicht immer aufheben."
Bewohnerin: Schluckte. "Ja, der Martin ist doch aber so umwerfend!"

[...]

28Aug/10

Stoma-Ausbruch

T-Shirt mit Stuhlgang beschmiert

T-Shirt mit Stuhlgang

Heute, ja genau HEUTE muss ich einmal meinen "Frust" rauslassen: Als es heute Nachmittag klingelte, meldete sich eine Bewohnerin durch die Gegensprächanlage, ich solle doch mal dringend zu ihr kommen (die Klingel wurde im Bad betätigt). Sofort machte ich mich auf den Weg zur Wohnung, klingelte, ging zur ihr ins Bad und da war es auch schon passiert... Den Stomabeutel, welchen die Klientin gerade wechseln wollte, viel ihr aus der Hand und gleichzeitig schossen gefühlte 2 Liter flüssiger Stuhlgang hinaus - Die Klientin konnte ja nichts dafür, aber neben dem Waschbecken, den Schränken und dem Fußboden erwischte auch mich der "Strahl" ...

Das Resultat: Ein voll beschmiertes Hemd mit "Kacke" - Flüssiger Kacke!
So etwas kommt nicht gerade oft vor, aber auch nicht all zu selten. Dennoch erhält für eine solche  Eskapaden einen Mindestlohn von NUR 8,50 EUR. Meinst du, das würden Merkel und Co. für gut befinden ? Natürlich hatte ich nicht "gemeckert" - Es war ihr peinlich genug und naja, wie soll man sagen ? Es ist eine Art Berufsrisiko.. Dennoch würden unsere feinen Herrschaften solchen Dreck nicht wegmachen wollen, schon gar nicht wenn es einen Erwischt hat wie mich. Eine ähnliche situation hatte ich schon einmal, bei einer Bettlägerigen Klientin, welcher ich die Vorlage wechseln wollte. Auch diese hatte Druchfall gehabt. Als ich mit dem "falten" der Vorlage beschäftigt war, hatte ich schon ALLES auf meinem T-Shirt. Man gut ich habe daraus gelernt und nun ständig ein Reserve-Shirt dabei..

Hinweis: Ich erspare dir den Anblick des gesamten T-Shirts, daher habe ich nur die kleinste und "harmloseste" Ecke fotografiert. Warum soll man ein Blatt vor den Mund nehmen ? Es sind schließlich Tatsachen. Von wegen Altenpflege bzw. pflegen kann jeder :P

YouTube-Video: Leben mit einem Stoma

18Jul/10

Einweisung ins das Krankenhaus und der übliche (neue) Wahnsinn auf Station

Nicht nur, dass wir seit kurzem den kompletten Küschen und Servicebereich mitmachen müssen und uns das "Stress" genug bereitet, nein: Heute musste noch eine Bewohnerin in das Krankenhaus eingewiesen werden. Dabei kam diese erst vor ca. 3 Tagen zu uns in die Kurzzeitpflege..

Dass man auf Grund einer solchen Akkutsituation nicht pünktlich bei den restlichen Klienten antreten kann um Tabletten zu verabreichen oder das Abendessen zu schmieren ist für uns Pflegekräfte wohl mehr als Verständlich - Für meine Klienten heute jedoch nur vereinzelnd. Es wurde lieber geschmipft, dass man ja 5 bis 10 Minuten später kam als sonst. Es wäre ja nicht mehr erträglich so laaaaaaange warten zu müssen und vor allem IMMER diese Ausreden vom Personal. Schlimm.. Schlimm.. Sollen sich diese doch beschweren, dann bekommen wir unsere eigentliche dritte Servicekraft wieder - Mir wäre dies (natürlich) sehr und mehr als recht! ;)

17Jul/10

Wollen Sie auch eine … Kirsche ?

Während meiner heutigen Spätschicht entstand zwischen zwei Bewohnerinnen mal wieder ein äußerst amüsanter Dialog, welchen ich euch nicht vorenthalten möchte... Hach, ich liebe solche Moment, aber liest selbst:

Frau A: (Hat eine Tüte Kirschen auf ihren Schoß und ist diese)
Frau B: (Ist eine hochdemente ältere Dame um die 90 Jahre)

Frau B: (Sieht, dass Frau A Kirschen ist, dreht ihren Kopf zu Frau A und fragt): "Schmeckt es ihnen ?"
Frau A: Ja, danke - wollen Sie auch eine Kirsche haben ?
Frau B: Ach, wenn Sie schon so fragen, gerne!

Frau A gibt Frau B eine Kirsche. Während Frau B die Kirsche in der Hand hält sagt sie folgendes vor sich her:

Frau B: Eigentlich mag ich gar keine Kischen - Egal, können ja die Hühner haben (Frau B nimmt die Kirsche und wirft diese hinter ihren Rollstuhl).

Der gesamte Dialog wiederholt sich genau 7 mal hintereinander. Exakt unverändert. Immer wieder gab Frau A der Frau B eine Kirsche, welche Frau B immer wieder hinter sich zu den "Hühnern" warf. (Natürlich waren dort KEINE Hühner hinter ihr).

Es war wirklich sehr lustig und ließ uns (meiner Kollegin und mir) für kurze Zeit den gesamten Strss während der Schicht vergessen. Frau A hat von uns natürlich neue Kirschen bekommen ;)

12Jul/10

Einsparungen – Live erlebt!

Ich hätte es nicht gedacht, aber auch bei "uns" wird jetzt eingespart. Vielleicht nicht so kräftig wie irgendwo anders, dennoch deutlich spürbar. Ab "sofort" müssen zwei Pflegekräfte die komplette Arbeit des Service- und Küchenbereiches mit erledigen. Es muss eingedeckt werden, Kaffee gekocht und ausgeteilt werden, Kuchen gesucht, geschnitten und ausgetilt werden, den Abwasch beseitigen, das Abendessen vorbereiten und servieren, Abend essen in die Wohnungen des betreuten Wohnens verteilt werden, die Wäschepflege durchgeführt werden und natürlich (was sich als Pflegekraft als üblich erweist): Die Pflege der Klienten.

Okay, das Abendessen wird von den Servicekräften grob vorbereitet und wir haben nicht all zu viele Bewohner, dennoch merkt man den Mehraufwand deutlich. Ich war gestern leicht irretiert. Vor allem, wenn man sich nicht wirklich in der Küche auskennt. Mein letzter "Service- und Küchendienst" war... im März (Zwei Fliegen mit einer Klappe), also gute 4 Monate her - Da hat sich eine Menge getan!