3Apr/10

Kar(os)freitag auf Station.

Am gestrigen Karfreitag war es anfangs ein sehr entspanntes arbeiten, die meisten Bewohner verbrachten den Nachmittag im Tagesraum. Das Wetter lud dazu ein, eine der großen Terrassentüren zu öffnen und die sonne hineinzulassen. Der Tag wirkte bis 18:00 Uhr mehr als perfekt zu sein. Denkste!

Schon beim Abendessen gab es die ersten kleinen "Pannen". Eine Bewohnerin, welche sehr dement ist, wusste nichts mit dem Brot und dem Belag anzufangen. so nahm sie sich das Schälchen mit Butter und pampte sich den gesamten Inhalt auf die kleine Weißbrotscheibe. Hilfe wollte sie keine haben, jeder Versuch ihr zu helfen scheiterte und endete mit einem rauen "LASSEN SIE MICH - ICH BIN DOCH NICHT DOOF!" Recht hat sie ja, aber ca. ein halbes Pfung Butter auf einer scheibe Brot wäre auch nicht das wahre gewesen.. Nach einem letzten ganz ruhigem und entspannten Versuch gelang es uns dann doch, diese riesige Buttermasse vom Brot ab zu streifen und ihr mit dem belegen und schmieren des Brotes zu helfen.

Das nächste "lustige" Ereignis war, als ich einer Bewohnerin gerade etwas zu trinken reichen wollte, sie erst trank und dann plötzlich den Mund zu machte. Kurz mit der Kollegin geredet floss der gesamte Inhalt des Bechers (Multi-Vitaminsaft) auf Ihren schönen weißen Rollkragenpullover - Das sah vielleicht heiß aus :? Was ich mir von der Bewohneren anhören durfte ? "Sie Schwein, Sie können ja nicht einmal richtig trinken!". Der Pullover musste natürlich eingeweicht werden, was mir zum Glück auch gelang..

Das "letzte" und mit schwerste Unterfangen war es, eine Bewohnerin ins Bett zu bringen. Drei mal musste ich sie wieder ausziehen, da sie der festen Überzeugung war, dass es ja morgens wäre. Kaum hatte ich sie im Bett und wünschte eine gute Nacht, stand sie auf, zog sich an und ging in den Tagesraum. Eigentlich wäre es ja kein Problem gewesen, sie sitzen zu lassen.. Aber, alleine sitzen wollte sie auch nicht.. Da es jetzt auf den Sommer zugeht, wird dies kein seltenes Ereignis bleiben.. "Ältere" Blogleser wissen auch warum ;)

Diesen Beitrag habe ich schnell zwischen Tür und Angel geschrieben, daher kann dieser an einigen Stellen etwas abgehackt "klingen" - Sorry dafür und bis "später".

31Mar/10

Doch ein freier Tag!

Noch gestern klingelte das Telefon, ob ich nicht zum Spätdienst kommen könnte, da jemand fehlt und nicht erreichbar wäre. Das hat sich jetzt wohl erledigt, vor ca. einer stunde kam ein Anruf, dass ich nun doch FREI machen könne.

Einen solchen Anruf bekam ich bisher nur sehr selten ;)

20Mar/10

Ein sehr ruhiger Dienst!

Ich hätte es nicht gedacht, dass nach einer solchen relativ anstrengenden Woche, ein so ruhige Spätdienst folgt. Der heutige Arbeitstag war so etwas von ruhig, das hatte ich lange nicht mehr so. Ich bin richtig begeistert.

Heute hat alles, aber auch alles geklappt und funktioniert wie es sollte - Mal sehen was morgen auf mich zukommen wird ;)

16Mar/10

Das totale hin und her

Heute war, wie der Titel es schon sagt: Das totale "hin und her".

Eine Bewohnerin, welche gestern stürzte klagte über starke schmerzen. Der Hausarzt schickte diese zum Röntgen und auf Verdacht auf Nachfolgen vom Sturz ins Krankenhaus. Am Mittag, als ich meine Schicht begonnen hatte, kam diese wieder zu uns in Ihre Wohnung. Der Befund: Eine "harmlose" Prellung. Soweit so gut. Nahezu stündlich tätigten wir Kontrollgänge um nach dem rechten zu sehen.

Zum Abend hin entschied sich der Arzt dann doch wieder, die Bewohnerin ins Krankenhaus zu schicken, hatte diese aber nicht "angemeldet", woraufhin der Krankentransport meinte "Wir können eure Bewohner nicht 5 mal am Tag hin und her fahren". Wo er zum Teil recht hat, hat er recht - Warum blieb die Bewohnerin nicht gleich im Krankenhaus oder wieso trafen das KKH und der Doktor keine absprachen ? Nach einigen Telefonaten und locker 30 Minuten "Wartezeit" hieß es dann doch, dass die Bewohnerin im KKH versorgt werden solle.

Das ist doch mal echt typisch. Ambulante Versorgungslücken: Wir können kein zusätzliches Personal bereitstellen bzw. würde das den Kostenrahmen der Angehörigen sprengen und das KKH wollte / konnte die Klientin nicht aufnehmen, da diese wohl bis auf das letzte Bett voll waren / sind.

Sehr verwirrend und zeitraubend das ganze..

15Mar/10

Gespucke und "gefalle".

Bis um 17:00 Uhr war heute Nachmittag im Spätdienst alles ruhig und "schön" - so wie es laut Schichtplan sein soll. Ab 17:05 Uhr jedoch viel fast pausenlose Unruhe aus: 2 stürze und 3 Leute mit Übelkeit (Brechreiz, Durchfällen) und Kreislaufproblemen. Ich bin gerade richtig geschafft, so geschafft war ich lange nicht mehr!

Bis alle betroffenen Leute wieder halbwegs beruhigt und versorgt waren, dauerte es so seine Zeit. Logischerweise mussten ein paar Pflegeempfänger zeitlich verschoben werden, so das wir u.a. bis zu 30 Minuten später auf die Wohnungen kamen bzw. diese zur Nacht versorgten. Was man da überhaupt nicht gebrauchen kann, sind diese jenen, die mit allem und jedem unzufrieden sind und darüber "motzen", dass man ja erst so spät kommen würde. Das wäre ja ein Unding. Ich frage mich immer wieder, wie manche Menschen nur so Uneinsichtig sein können. Spaß macht es mir (und anderen Pflegekräften) bestimmt nicht, einen Menschen zu versorgen, der sich von oben bis unten vollgespuckt und eingestuhlt hat..

In diesem Sinne: Gute Nacht!

6Mar/10

Zwei Fliegen mit einer Klappe!

Der heutige Dienst war "komisch" und etwas unkoordiniert: Ich übernahm heute 2 komplett verschiedene Bereiche. Zum einem die Pflege der Pflegeempfänger und zusätzlich den Servicebereich (Küche, Tagesraum, Empfang) unseres Hauses. Auf Grund von einigen Krankheitsfällen, muss(te) ich eben einspringen - Meine Kollegin meinte daraufhin: Es ist praktisch, wenn man einen Kollegen im Team hat, der zwei Ausbildungen in einer hat: Pflegeassistent (ehem. Krankenpflegehelfer + Altenpflegehelfer) und Hauswirtschafter (ebenfalls mit absolvierter Prüfung).

Es war ein dauerndes hin- und hergerenne. Das einzigst "positive" ist, dass ich (heute + morgen) erst um jeweils 7:30 Uhr anfangen muss. Diese eine Stunde länger schlafen, macht einen gewaltigen Unterschied, zumindest bei mir und bei dieser (noch) Jahreszeit. Hätte ich nicht für möglich gehalten!

Im Sommer macht es sowieso wieder Spaß, früh aufzustehen ;)

3Mar/10

Im Rollstuhl durch die Stadt

Heute habe ich ein paar Schulunterlagen meiner Ausbildung zur Fachkraft für Pflegeassistenz sortiert und einen Bericht über ein Projekt unserer Klasse gefunden: "Mit dem Rollstuhl durch Eckernförde". Auf keinen Fall möchte ich euch diesen vorenthalten und werde diesen einmal 1:1 hier posten:

28Feb/10

Spätdienst vor dem WE

Endlich komme ich dazu, von meinem Dienst am Freitag (26. Februar) zu berichten. an sich nichts außergewöhnlich, es war recht still und unauffällig, aber begrüßt wurde ich von den ersten 3 Klienten oder, deren Betten ? Wie auch immer, auf jedenfall beim wechseln der Vorlagen und Windelhosen neigten alle drei dazu, ihr geschäft gerade während des wechselns zu tätigen. Bei der zweiten und dritten lernte ich schon, dass ich die Vorlagen / Windelhosen ein wenig länger liegen lasse und warte.. Als aber nichts kam und ich jeweils mit dem "Frischmachen" begann legten sie ebenfalls los..

Fazit: Ich durfte alle 3 Betten neu beziehen.. Zumindest freut sich die Folgeschicht am Montag, dass die das nicht mehr müssen :? Das musste ich nun einmal loswerden ;) Danke!

25Feb/10

Nach früh folgt spät..!

So ist das nun einmal im Gesundheits- und sozialwesen, Rettungsdiensten und Pflegeberufen: Man plant, mit seinen Leuten am Nachmittag, nach getaner Arbeit (Frühschicht) etwas zu unternehmen, dann meldet sich einer deiner Kollegen (auf Arbeit) krank und du springst kurzerhand (zur Spätschicht) ein, da deine Kollegen sonst eine Doppelschicht einlegen müss(t)en, welche meist sehr schlauchend und kräfteraubend sind.

Deine Leute denken, dass du keine Lust auf sie hast - Man kann es nie allen Menschen recht machen :?

24Feb/10

Eine abwechslungsreiche Schicht

Meine heutige Schicht war sehr abwechslungsreich und verlangte jede Menge Multitasking. Ersteinmal musste ich mich vom gestrigen Spätdienst auf den heutigen Frühdienst um- und einstellen. In den letzten Wochen hatte ich nur kurze Frühdienste mit jeweils 3 Stunden Dienstzeit im Bereich "betreutes Wohnen". Heute hingegen hatte ich mit einem Kollegen getauscht, für wen ich einen kompletten Frühdienst absolvierte:

Angefangen im Bereich betreuten Wohnen, dann auf die Station und einige Bürotätigkeiten inklusive Kundenbetreuung am Telefon. Es klingelte bald alle 10 Minuten. Neben den Bürotätigkeiten, in welcher ich der PDL etwas unter die Arme gegriffen habe, habe ich ein paar Pflegeempfänger/in versorgen müssen und unsere Praktikantin ein wenig eingearbeitet und an die Tätigkeiten einer Pflegekraft herangeführt, indem ich Ihr vieles erklärte, zeigte und schon die eine oder andere Sache machen lassen habe. Sie meinte ich hätte es gut gemacht, es hatte ihr also (sehr) gut gefallen ;)

Was nur doof war, dass während der Versorgung der Pflegeempfänger/in dauernd das Telefon klingelte, sei es bei der "Morgentoilette" + Waschung oder beim Anreichen der Mahlzeiten. Alles in allem hat unser heutiges Team alles zufriedenstellend und mit genügend Elan gemeistert. Die nächsten Wochen soll ich mit den Gedanken "spielen" ein Intranet für die Bürokratie zu entwerfen..

Pflege: Ein vielseitiger und abwechslungsreicher Beruf!