10Sep/10

Pflegenotstand mit quantitativer Lösung

Wer in den letzten Tagen Zeitung gelesen hat oder die Nachrichten verfolgt hat, wird sicher mitbekommen haben, dass unsere obersten Damen und Herren sich anscheinend um den "Pflegenotstand" kümmern wollen. Jedoch nicht ganz so gewünscht wie viele Branchenerfahrene es gerne hätten.

Frau Dr. Merkel kam scheinbar auf die tolle Idee, dass in Deutschland rund 2,2 Millionen Harz4-Empfänger leben, welche sich im arbeitsfähigen Alter sind und sicher leicht zu motivieren wären, um eine neue Herausforderung zu meistern und in der Pflege mit zu wirken. Dennoch macht es sich Frau Merkel (meiner Meinung nach) zu einfach. sie geht davon aus, dass JEDER pflegen kann. Doch wozu brauch man dann eine 3jährige Ausbildung zuf PflegeFACHkraft ? Wir suchen schließlich keine Pflegehelfer, sondern FACHkräfte. Es besteht in Deutschland ein FACHkräfte-Mangel Frau Merkel!

Zusätzlich stelle ich mir die Frage, wenn jetzt X-Tausende Menschen eine Pflegeausbildung starten würden. Wer würde diese bezahlen ? Schließlich wurde die Förderung der 3jährigen Pflegeausbildung zum 31. Dezember 2010 gekippt ?!

Gestern hatte Ulf einen netten Brief an unsere Kanzlerin verfasst.
Hut ab und vielen Dank!

8Sep/10

CareDate – Der (neue) Pflegekongress

Logo des Pflegekongresses CareDate

Logo: CareDate.de

Falls Du am 30. und 31. März 2011 noch nichts vorhaben solltest und zudem noch an Pflegethemen interessiert bist, dann streiche dir diese Tage rot in den Kalender, denn: CareDate - Der Pflegekongress startet erstmalig in Bochum.

CareDate - Dieser neue Kongress für Fach- und Führungskräfte aus dem gesamten Pflegebereich wird im RuhrCongress Bochum stattfinden. Der Veranstalter ist mit der Schlüterschen Verlagsgesellschaft aus Hannover ein renomierter Anbieter von Fachinformationen für die Pflege. Dem Besucher erwartet ein interessantes Programm zu den Themen Demenz, Palliativpflege, Pflegemanagement und Prävention, also den typischen Themenbereichen des täglichen Pflegealltags. In über 50 Vorträgen und Workshops geben kompetente Referenten Einblicke in die Praxis, Wissenschaft und forschung der Pflegebereiche.

Am zweiten Kongresstag bietet CareDate den Teilnehmern / Besuchern die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen. Natürlich werden alle Referenten in diesem Gesprächskreis mit eingegliedert. Unter dem Motto CareDate exklusiv wird es den Besuchern ermöglicht, ihre Fragen und / oder Probleme bereits bei ihrer Anmeldung zu nennen, welche dann im persönlichen Gespräch mit den Gesprächsleitern diskutiert werden können. Eine begleitende Ausstellung präsentiert verschiedene Produkte und Dienstleistungen aus dem Pflegesektor.

Vielleicht sieht man sich ja ;)


Ansprechpartner für dieses Event ist die Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.
Veranstaltungsmanagement: Nicole Taschewski - Tel.: 0511 - 8550-2461

Webseite: www.caredate.de eMail: taschewski@schluetersche.de Twitter: CareDate

3Sep/10

Finanzierung der 3 jährigen Pflegeausbildung ?!

Am 8. Juli hat die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag das "Beschäftigungsförderungsgesetz" durchgewinkt, ohne dass die 3 jährige Förderung der Umschulungen für Pflegeberufe durch die Bundesagentur für Arbeit verlängert wurde. Die "Tigerenten" ignorierten die übereinstimmenden gegenteiligen Empfehlungen der Gewerkschaften, der Berufs- und Sozialverbände, der Oppositionsparteien sowie die des Bundesrates. Die Förderung der Pflegeberufe (Alten- und Krankenpflege) läuft somit im Dezember 2010 aus. Für uns pflegende ist dies kein Beschäftigungsförderungsgesetz sondern eher ein Beschäftigungsverhinderungsgesetz. Deutlicher kann ein Desinteresse unserer Bundesregierung nicht vermittelt werden...

Durch die Förderung der Umschulungen für Arbeitslose in ein Pflegeberuf wirkte nicht nur positiv gegen den Fachkräftemangel, sondern gab diesen Menschen eine neue Hoffnung, auf unserem noch soooo riesigen Stellenmarkt. Im Jahre 2009 hatten 14.200 Menschen erfolgreich eine von der Agentur für Arbeit geförderte Ausbildung / Umschulung zur Altenpflege absolviert. Die Hälfte dieser Menschen bezogen vorher Harz IV!

Eine Kürzung der Finanzierung von 3 auf 2 Jahren Förderung (2006 bis 2008), sorgte ehemals für einen dramatischen Rückgang der Ausbildungsplätze in der Altenpflege. Wie möchte denn unsere Regierung später gepflegt werden, wenn diese "alt" sind ? Gar nicht ? Dann sollen sie doch alles alleine machen. Auch, wenn diese im Krankenhaus liegen sollten. Es sollten einmal ALLE Pflegekräfte streiken, in der Hoffnung ein Zeichen bzw. einen aussagekräftigen Denkzettel setzen / verpassen zu können...

Wer macht mit ? Oder, was meinst Du, wie man etwas positiv (ver)ändern könnte ?
Vielleicht sollten "wir" das Gesundheitswesen revolutionieren ;)

11Aug/10

“Reprogrammierte” Stammzellen gegen Parkinson

An der "University of Oxford" (http://www.ox.ac.uk) ist man derzeit am testen, den Einsatz von Stammzellen gegen Parkinson zu verwenden. Die "reprogrammierten" iPS-Zellen (induzierte pluripotente Stammzellen) haben die Fähigkeit, zu jeder Art von Zelle quasi "umprogrammiert" zu werden. Das heißt, diese können neue Fähigkeiten erlenen und somit andersweitig im Körper genutzt werden. Mit Hilfe der neuen Zellen sollen Gehirnneuronen geschaffen werden, welche im Verlauf einer Parkinsonerkrankung nach und nach absterben.

Die so genannten iPS-Zellen wurden erstmalig 2007 "entwickelt". Die Forscher meinen diesbezüglich, dass es keinerlei Grund zu Ethischen bedenken gäbe. Die Hoffnung, dass diese neuen Helferlein sich positiv auf Parkinson erkrankte ausiwrken ist groß. Zeitgleich mit den aktuellen Erforschungen sollen neue Erkenntnisse über die Krankheit herausgefunden und gesammelt werden.

Die Ergebnisse und alle weiteren Informationen sollen in nächster Zukunft auf den Webseiten des Stem Cell Networks veröffentlicht werden: http://www.uknscn.org/

6Aug/10

Ausgleich für Nachtarbeit + Bereitschaftsdienst

Bisher wurde im Tarifvertrag des öffentlichen dienstes (TVöD) kein Zusatzurlaub für die Nachtarbeit im Bereitschaftsdienst gewährt. Das Bundesarbeitsgericht hat nun entschieden, dass ein besonderer Ausgleich für Nachtarbeit geschaffen werden muss, der [...] jede Form der Nachtarbeit betrifft.

Auch Bereitschaftsdienste sind Arbeit. Die Verweigerung der Zeiten bei der Berechnung des Zusatzurlaubs sind eine grundlose Benachteiligung der Arbeitnehmer, die in der Nacht von 21:00 Uhr bis 06:00 Uhr Bereitschaftsdienste leisten müssen. Das BAG hat in vier übertragbaren Fällen entschieden, dass ein angemessener Ausgleichsanspruch für die geleisteten Bereitschaftsstunden besteht.

Zusatzurlaub für Nachtarbeit laut §27 Abs. 3 TVöD-K und TVöD-B (Krankenhäuser und Pflege- / Betreuungseinrichtungen): Beschäftigte erhalten bei einer Leistung im Kalenderjahr von mindestens

  • 150 Std. Nachtarbeit - 1 Arbeitstag
  • 300 Std. Nachtarbeit - 2 Arbeitstage
  • 450 Std. Nachtarbeit - 3 Arbeitstage
  • 600 Std. Nachtarbeit - 4 Arbeitstage

Zusatzurlaub im Kalenderjahr.

Ausgleich für Nachtarbeit und Bereitschaftsdienste

26Jul/10

Bezahlbare 24h Pflege und Betreuung ?!

Bezahlbare Pflege – zwei Begriffe, die im ersten Moment nicht so recht zusammenpassen wollen. Sieht man sich das deutsche Gesundheitssystem an, dann erst recht nicht. Hier muss sich schon ein privater Träger einschalten, um alten und pflegebedürftigen Menschen einen Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Die deutsche Gesundheitsreform sieht vor, dass ein Pflegebedürftiger in Pflegestufe I 440 EUR Sachleistung bekommt und bei Bedarf 225 EUR Pflegegeld. In Pflegestufe II sind es 1.040 EUR und 430 EUR Pflegegeld und in Pflegestufe III erhält man 1.510 EUR für Pflegeleistungen und 685 EUR Pflegegeld, wobei das Pflegegeld immer optional ist. Dem gegenüber stehen die hohen Ausgaben, die die Pflege mit sich bringt. Je pflegebedürftiger ein Mensch ist, umso teurer wird das Ganze. In der ambulanten Pflege wird nach Leistungskatalog berechnet, der im Sozialgesetzbuch 4 & 11 verankert ist. Dort ist für jede Leistung der jeweilige Preis festgelegt, an den sich die ambulanten Dienste halten müssen.

Zu Verdeutlichen: Ein Pflegebedürftiger, dem täglich Medikamente verabreicht werden, dem das Essen zubereitet wird und der täglich gewaschen werden muss, hat bei diesen drei Leistungen einen monatlichen Betrag von über 1.000 € zu zahlen. Dazu kommt noch die Versorgungspauschale von monatlich rund 600 €. Gesamtkosten monatlich 1.600 EUR.

Ein Platz im Pflegeheim wird zwar pauschal berechnet und ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, kann sich aber durchaus im Bereich 3.000 bis 5.000 EUR im Monat bewegen, wobei dieser Betrag alles beinhaltet, also auch die Miete und die Verpflegung. Hier stellen sich viele die Frage: Wer kann und will das bezahlen ?

Hinzu kommt, dass „alte“ Menschen ungern ihre Wohnsituation verändern wollen. Schließlich ist das eigene Haus oder die (Eigentums)Wohnung als Altervorsorge geplant gewesen. Ganz nach dem Sprichwort „Alte Bäume verpflanzt man nicht“ handhaben es auch viele Senioren. Um eine häusliche Betreuung des Angehörigen zu ermöglichen sollte man über ein gut ausgebautes Pflegenetzwerk verfügen, indem ein professioneller Pflegedienst eingebunden ist. Eine kostengünstige Alternative für das zu Hause bleiben des betroffenen Menschen bieten seriöse Pflegeagenturen mit (ausgebildeten) Pflegekräften aus Osteuropa. Diese gewährleisten
eine professionelle und bezahlbare häusliche 24h Betreuung und Pflege für Senioren und Menschen mit Erkrankungen / Behinderungen an.

23Jul/10

Krankenkassen und Ihre Gelder

Eigentlich hatte ich gehofft, nicht über dieses Thema berichten zu "müssen" - Aber es lässt mir (genau wie vielen anderen) keine Ruhe mehr. Richtig zum nachdenken kam ich, als ich eine eMail von einem sehr engagierten Blogleser bekam. In dieser befand sich ein recht interessanter Link, genauer ein (meiner Meinung nach) recht gelungener Blogartikel: Gewinnspiele der Krankenkassen trotz des chronischen Geldmangels (9. Juni 2010).

Man bedenke: Alleine zur Fußball-WM bot so ziemlich jede Krankenkasse Gewinnspiele an mit gewinnen von X-Tausend Euro, Reisen nach Südafrika, Sachpreise etc. Kaum eine Krankenkasse bot etwas typisches an, was Krankenkassen eigentlich unterstützen (oder mal unterstützt hatten) wie z.B. eine freie Arztbehandlung, irgendwelche Therapien wie z.B. Rückenschulen uvm. Auch wenn diese Dinge reichlich Geld verschlucken, tun die Krankenkassen mit solchen "Gewinnen" besseres für ihre "Kunden" als irgendwelche Reisen nach sonst wo. Desweiteren werden viele Krankenkassen mit Partnerprogrammen wie "Werben sie neue Mitglieder und Sie gewinnen eine Traumreise zu zweit nach Timbuktu oder an den Rand der Welt.

Die Bewerbungen von Gewinnspielen und Co. verursachen nicht nur Kosten für die Reisen, Werbemittel und andere Preise, sondern auch die Arbeitszeit der vielen Mitarbeiter, welche man (und so denke nicht nur ich alleine) sicherlich und deutlich besser / effektiver einsetzen könnte. Mitglieder (an)werben kann meiner Meinung nach auch anders gehen wie z.B. mit einem freundlichen und kompetenten Kundenservice!

Schlussbetrachtung: Jetzt weiß ich zumindest, wozu die zahlreichen Kopfpauschalen Zusatzbeiträge der Mitglieder verwendet werden: Für sinnlose Gewinnspiele und teure Prämien ;) Es ist doch ein tolles Gefühl, anderen Menschen etwas gutes zu tun, in dem man diesen eine Reise finanziert oder gar mehrere...

Kritik und Verbesserungen / Ergänzungen gerne als Kommentar.

1Jul/10

Die Altersarmut

Experten beschäftigen sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema und den Folgen der Altersarmut in Deutschland. Fast alle (noch) jungen Leute sind sich gar nicht bewusst, was passiert wenn man "Alt" und auf professionelle Hilfe eines Pflegedienstes angewiesen ist. Daher empfiehlt die Ergo Direkt Versicherungsgruppe eine Rentenzusatzversicherung abzuschließen. Die Ergo Direkt bieten verschiedene Altersvorsorge Modelle an mit einem durchschnittlichen Monatsbeitrag von nur 100 Euro.

Die deutsche Rentenversicherung warnt vor der Gefahr einer stetig wachsenden Armut alter Menschen in Deutschland. Gründe dafür sind eine hohe Arbeitslosenzahl und häufig verwendete niedriglöhne der Arbeitgeber. Die spätere Monatsrente eines Harz-IV-Empfängers erhöht sich aktuell um nur ca. 2,09 EUR / Jahr. Das Portal pflege-deutschland.de zeigt, wie viel ein (ambulanter) Pflegedienst kosten kann: Welche Kosten entsthen, wenn ein ambulanter Pflegedienst in Anspruch genommen wird ?

Damit man seinen finanziell sorgenfreien Lebensabend genießen kann, empfiehlt es sich frühzeitig zu sparen bzw. sich gut und vor allem sorgfältig um seine spätere Rente zu kümmern.

17Jun/10

Die medizinische Versorgung in Pflegeheimen soll künftig besser werden

13 von insgesamt 17 Kassenärztliche Vereinigungen nehmen sich zum Ziel, dass die medizinische Versorgung von Bewohnern in Pflegeheimen deutlich gesteigert und vor allem verbessert werden soll. Eine höhere Qualität, die Steuerungen der jeweiligen Versorgungen sowie mehr Transparenz und Wirtschaftlichkeit sollen anhand eines entsprechenden Konzeptes angestrebt werden. Auch soll die Kommunikation zwischen den niedergelassenen Ärzten, dem Pflegeteam und eben der Kassenärztlichen Vereinigung deutlich verbessert werden.

Das Konzept besteht aus einer Basis mit aufbauenden und individuell kombinierbaren Zusatzmodulen. So beinhalten diese z.B. Bereitschaftsdienste, eine Anbindung zu Fachärzten sowie ein Arzneimittelmanagement.

Weitere Informationen + Quelle: aerzteblatt.de

16Jun/10

Fruchtsäfte können die Alzheimerkrankheit verzögern

Aus einer amerikanischen Studie ging hervor, dass Fruchtsäfte, insbesondere Apfelsaft als wirkungsvoller Stimmungsaufheller fungieren kann / können.

Während der Studie tranken Patienten über einen längeren Zeitraum jeweils 2 - 3 Gläser Apfelsaft am Tag. Die Ergebnisse zeigten schnell, dass sich die psychischen Symptome positiv veränderten. Beobachtet wurde dies vor allem bei Angstzuständen, Ruhelosigkeit, und Wahnvorstellungen.

Die Studie machte somit deutlich, dass Frucht- und Gemüsesäfte einen Ausbruch sowie das fortschreiten der Alzheimerkrankheit verzögern können.