24Nov/11

Die Pflegereform und das, was von ihr übrig blieb

Eckpunkte PflegereformHeute beschäftige ich mich mal wieder mit Politik. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hat das Bundeskabinett am vergangenen Mittwoch (16.11.2011) die Eckpunkte zur Umsetzung der Pflegereform beschlossen. Nach monatelangem Hin und Her hat der Bundesminister für Gesundheit, Daniel Bahr, endlichdie Eckpunkte vorgestellt. Ich habe mir mal die Eckpunkte angeguckt und gebe folgend eine kleine Zusammenfassung.

Schwerpunkt: Demenzkranke
Ihren Schwerpunkt hat die Pflegereform in der Besserstellung von derzeit 1,4 Millionen Demenzkranken in Deutschland. Bisher erfolgten Leistungen aus der Pflegeversicherung nur bei körperlichen Beeinträchtigungen; damit schieden Demenzkranke begrifflich aus dem Leistungsspektrum aus. Aus diesem Grund sieht die Pflegereform vor, fortan auch seelisch-geistige Beeinträchtigungen, wie sie bei Demenzkranken vorliegen, mitzuerfassen. Wie der Begriff der Pflegebedürftigkeit konkret aussehen wird, ließ Bundesgesundheitsminister Bahr allerdings weiter offen. Er deutete nur an, dass der Begriff flexibel sein soll. Gemeint ist, weg von der starren Minutenabrechnung hin zur Möglichkeit der häuslichen Pflege von Demenzkranken durch deren Familienangehörigen. Durch die Unterstützung pflegender Familienangehörigen soll die Anzahl der in Pflegeanstalten untergebrachten Demenzkranken reduziert und damit auch die dadurch entstandenen höheren Kosten eingespart werden.

Steigender Pflegeversicherungsbeitrag zur Kompensierung der Kosten
Um die Mehrkosten der Pflegekassen zu kompensieren, soll der Pflegeversicherungsbeitrag von derzeit 1,95% ab 2013 um 0,1% auf 2,05% steigen. So sollen Mehreinnahmen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro in die Kassen fließen. Doch wird dies nach Ansicht vieler Gesundheitsexperten wie dem SPD-Abgeordneten Prof. Lauterbach kaum reichen; er geht von Mehrkosten von etwa 3 Milliarden allein für die Unterstützung der häuslichen Betreuung von Demenzkranken aus.

Keine zusätzliche private Pflegeversicherung
Bahrs Leidenschaft, die Bundesbürger zu einer zusätzlichen privaten Pflegeversicherung zu verpflichten, scheiterte übrigens am Koalitionspartner, genauso wie die Pläne seines Vorgängers Rösler bei der Einführung einer Kopfpauschale für die Krankenversicherung. Die private Versicherungspflicht wird definitiv nicht kommen. Stattdessen soll mit Steuermitteln ein finanzieller Anreiz zum freiwilligen Abschluss einer privaten Pflegeversicherung geschafft werden. Was die Funktionäre der privaten Pflegeversicherung freuen wird, wird von der Opposition kritisiert, weil sie die bestehenden Probleme der steigenden Pflegeversicherungskosten nicht eindämmt, sondern lediglich subventionierte Mehreinnahmen der privaten Versicherer zur Folge hat.

Ich hoffe, ich konnte euch hiermit schonmal einen kleinen Einblick geben. Weitere Infos zur Pflegereform wird es hier immer wieder geben.

26Oct/11

Pflegebranche im Umbruch? Was meint ihr?

Ich habe in einem früheren Artikel ja schonmal über das Thema Pflegenotstand in NRW berichtet. (Übrigens: In den Kommentaren wurde evtl. ein Job vermittelt, ich bleibe am Ball) Die Daten des Artikels hatte ich aus einer Studie der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung PricewaterhouseCoopers. Ich habe mir jetzt nochmal in Ruhe die Seite angeschaut, auf der PwC so viele (wie ich finde) interessante News und Studien rund um die Pflege- und Gesundheitsbranche zusammengestellt hat und möchte mal zwei Themen rund um die Pflegebranche im Umbruch zusammenstellen. Was haltet ihr von den jeweiligen Thesen bzw. Aussagen?

1.) Pflege-TÜV
Ihr werdet sicherlich auch schonmal darüber mehr oder weniger heftig diskutiert haben. Der Pflege-TÜV, der vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) durchgeführt wird. Im ersten Bericht wurde aufgeführt, dass die Zustände in deutschen Pflegeheimen zu fast 70 Prozent gut oder sogar sehr gut sind. Darüber ärgern sich so manche Kritiker und Pflegeexperten, denn die Benotung ist ja, sagen wir mal, etwas komisch. So kann zum Beispiel eine gute Note für jahreszeitliche Feste eine schlechte Note im Umgang mit Medikamenten ausgleichen. Das lässt man einfach mal so dahingestellt.

Derzeit sind mehr als 200 Klagen gegen die Benotung anhängig. Dies setzt natürlich auch das Gesundheitsministerium unter Druck und daher soll eine Schiedsstelle eingeführt werden. Die entsprechende Gesetzesänderung sollte mit dem Gesetz zur Krankenhaushygiene im März verabschiedet werden. Ich habe nun, aufgrund mangelnder persönlicher Erfahrungen, gegoogelt und keine aktuelle News dazu gefunden, ob das Schiedsgericht auch, wie geplant im Juli gestartet ist. Der Gesetzesentwurf wurde zwar im März vom Bundeskabinett gebilligt, aber wurde es auch eingeführt? Und ist das Schiedsgericht zum Pflege-TÜV immer noch enthalten? Ich würde mich über eine Info von euch freuen.

2.) Investitionsstau und Zusammenlegung von Pflegeheimen
Bei den Ärzten ist der Trend ja schon seit einigen Jahren ungebrochen – überall schießen die MVZs (medizinischen Versorgungszentren, auch Ärztehäuser genannt) aus dem Boden. Der Vorteil liegt in der kompakten Organisation, vielen Kostenersparnissen (beispielsweise können sich zwei Ärzte eine Sekretärin teilen. Bei Einzelpraxen ist dies natürlich nicht möglich) und auch einem besseren Service für die Patienten/ Kunden. Auch bei Pflegeheimen lässt sich allerdings beobachten, dass mehrere Häuser zusammengelegt werden. Dies geschieht allerdings nicht immer freiwillig, sondern einfach aus dem Grund, dass der Investitionskostenrückstau der vergangenen Jahre so langsam durchschlägt, weil Förderprogramme der Länder wegfallen.

Wie sieht es da bei euch aus? Seid ihr auch schonmal zusammengelegt worden? Und habt ihr auch einen Investitionsstau, weil mehr oder weniger dringende Korrekturen nicht vorgenommen wurden?

Viele Grüße,

euer Pflegeblogger

26Oct/11

Berufsfachschulen für Rettungssanitäter-Ausbildung und mit Fortbildungen für Pflegende

Über einen Freund, der in Mönchengladbach als Rettungssanitäter arbeitet, bin ich auf die vielen Berufsfachschulen aufmerksam geworden, die Ausbildungen und Weiterbildungen für Rettungssanitäter/innen anbieten. Dazu gehört zum Beispiel auch die Rettungsdienst-Schule Med Ecole. Da ich ein wenig mehr über solche Schulen wissen wollte, habe ich mal ein wenig gegoogelt und recherchiert.

Bei meinem Gladbacher Freund ist es ja so, dass er sich die Zeit vom Abi bis zum Beginn des Medizinstudiums mit der Arbeit als Rettungssanitäter „vertreibt“. Das ist ja eine oft genutzte Möglichkeit, wenn der Abischnitt nicht direkt für ein Medizinstudium reicht und man daher noch (gefühlt) ein paar dutzend Wartesemester Zeit hat und sich zielgerichtet die Zeit vertreiben möchte. Da ich in diesem Bereich keine Erfahrung vorzuweisen habe, könnte ich bei der Med Ecole bspw. eine Ausbildung zum Rettungsassistenten machen. Das würde mich 860 Euro kosten und dann, wenn ich die Infos auf der Webseite richtig verstehe, nochmal 360 Euro zusätzlich für die Prüfung. Für einen akzeptablen Betrag würde ich also eine, wie die Webseite vermittelt, sehr gut qualifizierende Ausbildung absolvieren können. Die Fotos zeigen auf jeden Fall, dass die Med Ecole über eine gute Ausstattung für die Übungen verfügt:

Übrigens, was für euch als sicherlich größtenteils Berufserfahrene vielleicht von Interesse ist: Die Berufsfachschule sucht derzeit Dozenten für Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie und präklinische Notfallmedizin. Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen von euch, der aus Kiel meinen Blog liest, eine interessante Möglichkeit?

Zurück zum eigentlichen Thema meines Blogs, nämlich der Pflege: Ich habe auf der Webseite gesehen, dass es auch Fortbildungen gibt, die unter anderem für Pflegepersonal gedacht sind. Der Kurs hört auf den spektakulären Namen „Advanced Life Support“ und beinhaltet unter anderem „Airwaymanagement“, was natürlich auch in Pflegeheimen ab und zu mal benötigt wird.

7Oct/11

NRW steuert auf Pflegenotstand zu.

pflegenotstandOkay, wir wissen ja alle, dass die Leistungen in der Pflege meistens gerade so auf Kante genäht sind. Der Pflegenotstand ist irgendwie immer allgegenwärtig und nicht zuletzt die Bundestagspetition zeigt, dass immer mehr Personen sich gegen die chronische Unterfinanzierung und Überarbeitung im Gesundheits- und vor allem Pflegewesen einsetzen.

Heute bin ich über eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) gestolpert, die besagt, dass Nordrhein-Westfalen im Jahr 2030 über 87.000 Fachkräfte im Gesundheitswesen fehlen, davon allein 40.000 in der Pflege. Laut dem Autor der Studie, Michael Burkhart, ist das der höchste Wert aller deutschen Bundesländer. Hält man sich vor Augen, dass derzeit rund 2.600 Pfleger/innen in NRW fehlen, bedeutet dies bis zum Jahr 2030 eine Vervielfachung um 1.700 Prozent. Nicht schlecht für einen Zeitraum von 19 Jahren, oder? In dem Maße sollte mal mein Gehalt steigen.

Okay, zurück zum Thema. Wie kann man das Problem denn nun lösen? Burkhart rechnet in seiner Studie vor, dass es gelänge, den Notstand zumindest auf 9.000 fehlende Kräfte zu verringern, wenn man Pflegekräfte ein Jahr länger im Beruf halten könnte. Klingt eigentlich nach einer relativ einfachen Lösung im Vergleich zu einem höheren Rentenalter der Pflegekräfte oder einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit (fragt sich nur: noch mehr?).

Und was sagt die Politik in NRW dazu? Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens will dem Problem mit einer Ausbildungsumlage begegnen, gemäß dem Motto „Wer nicht ausbildet, zahlt“. Das bringt sicherlich Nachwuchs, aber wie dadurch die Arbeitnehmer länger im Beruf gehalten werden sollen, bleibt offen. Außerdem spricht sich Frau Steffens übrigens für eine Zusammenlegung der Kranken- und Altenpflege zu einem Beruf aus. Dann könnten Pfleger zwischen Kliniken, Heimen und ambulanten Diensten wechseln.

Und noch eine Ergänzung: Nicht nur NRW ist schlecht für die Zukunft vorbereitet. Auch beispielsweise das Vorzeigeland Bayern wird Probleme in der Zukunft kriegen, wenn es sich nicht etwas Neues einfallen lässt, wie die Grafik von PwC zeigt:
Pflegenotstand Bayern

Ich weiß, dass ihr ja auch von den Problemen in der Pflege betroffen seid. Was sagt ihr dazu? Und habt ihr andere Lösungsansätze?

22Mar/11

Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

Eine Idee, welche natürlich nicht von mir stammt, aber von mir als Interessant befunden wird. Wie wäre es, wenn jeder Bürger in der Bundesrepublik Deutschland einen festgelegten Beitrag monatlich als Grundeinkommen erhält? Wie alles andere, hätte auch dieses Finanzmodell eine Menge Vor- und Nachteile.

Würde jeder Bundesbürger das gleiche monatliche Einkommen erhalten, so müsste keiner mehr zum Arbeiten überzeugt werden. Jeder Einwohner wäre mit seinem Gegenüber gleichgestellt - Es sei denn, man möchte sich einen höheren Lebensstandard leisten, dies würde mehr körperlichen Einsatz und vor allem mehr Geld bedeuten. Gefahr oder Segen? Sind wir nur ein "jemand", wenn wir einer Arbeit nachgehen? Laut verschiedener Statistiken leidet jeder 3. unter schlechten Arbeitsbedingungen. Eine Umfrage der CDU ergab, dass 99% aller befragten trotz eines Grundeinkommens weiter arbeiten gehen würden. Sicher würde es auch andere geben, die sich nicht mehr zur Arbeit bewegen würden. In Deutschland werden jährlich 56 Mrd. Arbeitsstunden entlohnt. Das klingt schon, dennoch werden rund 96 Mrd. Stunden, welche auf Haushalt, Betreuung und Pflege anderer Menschen nicht bezahlt. Dazu gehören auch, dass sich 43% der Deutschen ehrenamtlich betätigen, ohne ein Gehalt dafür zu fordern. Dies bedeutet, dass es Menschen gibt, die bedingungslos dazu bereit sind, anderen Menschen zu helfen. Dies wäre ein äußerst wichtiger Punkt um weiterhin an einem sozial-gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Das beste Beispiel für freiwillige Arbeit (die vielen Menschen viel Spaß und Freude bereiten kann) zeigt die freie Enzyklopädie "Wikipedia". Hier kann jeder, der will und über gefragtes Wissen verfügt fachliche Beiträge in der Community und somit allen Menschen (frei-zugänglich) beisteuern.

In der Erklärung der Menschenrechte steht im Artikel 22 geschrieben:
Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind. Ist dies in unserer Gesellschaft gewährleistet?

Doch, wenn es zum festgelegten Grundeinkommen kommen sollte, wer würde dann die "Drecksarbeit" machen und Abwässerkanäle etc. warten und betreuen. Müssten wir Menschen dazu zwingen? Welcher monatlicher Betrag wäre für ein solches Finanzmodell von nöten, damit man sich unter anderem die Miete und Grundnahrungsmittel leisten kann? Wären 400 - 900 EUR ausreichend und für den Staat überhaupt tragbar?

Was meinen Sie dazu?

23Nov/10

Gerecht geht anders!

Wie ich ankündigte, war ich am Donnerstag, der vergangenen Woche auf der Demonstration "Gerecht geht anders!" in Kiel. Etwas über 10.000 Menschen waren dort, darunter blinde Menschen sowie Menschen mit starken Handicaps... Einer war 35j., saß im Elektro-Rollstuhl und konnte so gut wie nur noch seine Hände bewegen. An der Rückseite angebracht war (s)ein riesen Sauerstoffgerät. Aus voller Überzeugung, so berichtete sein Betreuer wollte er unbedingt an dieser Demo teilnehmen um den Politikern im Landeshaus zu zeigen, in welchem Zustand man auf soziale Hilfen angewiesen ist oder sein KANN. Nur leider haben sich diese nicht einmal für uns interessiert...

Von der Sparkassen-Arena aus Kiel ging der Zug zur HSH-Nordbank wo wir als erstes kräftig Krawall machten, von dort aus ein Zwischenstopp beim Schlossgarten, wo wir rund 1000 Kartons mitnahmen um diese Sinngemäß mit der Beschriftung "Zurück an den Absender - Nicht zustellbar" als Spapakete vor die Türen des Landtages "geworfen" hatten, so dass keiner durch den Haupteingang rein- bzw. rauskam! Einige der anwesenden Politiker waren nur kurz auf dem Balkon, keinerlei Reaktion oder Ansprache zu uns, den Demonstranten - Blanke Ignorie?!

Wir waren dennoch stolz und hoffen, etwas bewegt zu haben - Zumindest einen kleinen Denkanstoß... Hier noch ein paar Fotos:

20Sep/10

Hartz4 – Ist das gerecht ?

Da ich erst vor kurzem das Thema "Hartz4" beiläufig im Pflegebloggerblog erwähnt habe, fiel mir dank eines aufmerksamen twitterers ein Blogthema ein, welches schon seit einigen Wochen, wenn nicht sogar Monaten auf meiner To-Blog-List draufstand: "Hartz4 - Ist das gerecht?".

Als ich vor einigen Monaten - durch Zufall - von deutschlands bekanntesten Hartz4-Empfänger erfuhr schüttelte ich nicht nur einmal den Kopf und dachte für mich "typisch Deutschland". So ist die Realität in unserem Lande. Hartz4 hat viele Feinde und Gegner, aber auch genauso viele Freunde und verbündete. Unter anderem zum Beispiel "Arno Dübel - Deutschlands glücklichster Arbeitsloser". Herr Dübel ist seit mehr als 30 jahren ohne Arbeit und lebt seit dem mit Genuss auf den kosten unseres Staats bzw. den fleißigen Steuerzahlern aus Deutschland. Nachdem ich ein paar Recherchen im Internet durchführte, traf ich auf sehr interessante Videos auf der Videoplattform YouTube. Diese zeigten zum einen das glückliche und ruhige Leben von Arno Dübel, andererseits die blanke Realität - wie die meisten Familien und viele weitere Menschen (welche notgedrungen auf Hartz4 angewiesen sind) vom "Hartz4-Amt" regelrecht behandelt werden. Nahe zu so, als wären diese das letzte "Pack", welchen nur sehr wenig geholfen wird. Wenn überhaupt.

Ohne viele Worte zu verfassen, welche diesen Beitrag ins unendliche führen würden, bitte ich dich (sofern interessiert) die folgenden Videos einmal anzusehen und ggf. einen Kommentar unterhalt dieses Artikels zu verfassen. Ich freue mich auf deine Meinung!

  1. Arno Dübel - Deutschlands glücklichster Arbietsloser - Teil 1
  2. Arno Dübel - Deutschlands glücklichster Arbeitsloser - Teil 2
  3. Arno Dübel - Deutschlands glücklichster Arbeitsloser - Teil 3
  4. Der Fall - Arno Dübel - Seit über 30 Jahren arbeitslos
  5. Abgestempelt - Wie Hartz4-Empfänger behandelt werden - Teil 1
  6. Abgestempelt - Wie Hartz4-Empfänger behandelt werden - Teil 2
  7. Abgestempelt - Wie Hartz4-Empfänger behandelt werden - Teil 3
  8. Abgestempelt - Wie Hartz4-Empfänger behandelt werden - Teil 4
  9. Abgestempelt - Wie Hartz4-Empfänger behandelt werden - Teil 5

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

2Aug/10

Bürgerarbeit – Gut oder schlecht ?

Am vergangenen Donnerstag, den 15. Juli 2010 haben sich die Zeiten für ca. 10.000 (jetzt) ehemalige Langzeitarbeitslose aus Sachsen geändert: Sie sind jetzt Bürgerarbeiter. Wer nach einer 6 monatigen "Aktivierungsphase" von der Agentur für Arbeit keine neue Arbeit findet, wird als Bürgerarbeiter in gemeinnützige Arbeiten in Kommunen oder Vereinen integriert.

Das Ziel dieser Initiative soll sein, Menschen, welche längere Zeit ohne Arbeit waren wieder in Arbeit zu integrieren. Dabei werden sie in verschiedene Arbeitsbereiche integriert. Viele Pflegeunternehmen sehen darin eine starke Konkurenz, denn ein Teil die Bürgerarbeiter sollen ggf. für "leichte" pflegerische Tätigkeiten geschult werden und dabei nur einen Bruchteil kosten, als ein fachmännischer Pflegedienst mit stets ausgebildeten Fachpersonal, welche über Examen und ggf. weitere Auszeichnungen verfügen.

Selbst die Diakonie aus Sachsen steht diesem Vorhaben kritisch gegenüber. Es sei eine Verschönerung der Statistiken bzgl. der Arbeitslosenzahl in Deutschland. Desweiteren stellte die Diakonie in Frage, ob es wirklich sinnvoll sei, Arbeitsprogramme mit Steuergeldern zu subventionieren, die "vermutlich weitere Niedriglöhner hervorbringen" würden. Ebenso würde es keine neuen Arbeitsplätze geben, sondern nur neue gemeinnützige Arbeiter.

Während einer Bürgerarbeit verdient man im Monat ca. 1080 EUR in einer 30-Stunden-Woche. Diese setzen sich aus 900 EUR "Lohn" und ca. 180 EUR Sozialversicherungsbeiträgen zusammen. Bei einer Wochenarbeitszeit von 20 Stunden bekäme man 720 EUR / Monat.

Bisher beteiligen sich knapp die Hälfte aller deutschen Jobcenter an der Bürgerarbeit. Insgesamt sollen rund 34.000 Bürger-Arbeitsplätze entstehen. Ursula von der Leyen zufolge ist das Projekt auf drei Jahre angelegt und es stehen 1,3 Milliarden Euro (Bundesweit) dafür zur Verfügung.


Was hälst du von dieser Idee ? Wird sich die Bürgerarbeit beweisen können oder nur mehr Steuergelder etc. verschlingen ? Schreibe deine Meinungen in die Kommentare dieses Beitrags. Ich bin schon sehr gespannt! ;)

17Jul/10

Meine #MachMit Tweets 2010

Gestern war eine nette Aktion, wer ggf. meine gestrigen Tweets verfolgt hat, weiß auch was ich meine. Für die, die es nicht wussten oder verpasst haben, hier eine kurze Erklärung: Das Team von MachmitMob.de (mit freundlicher Unterstützung der Telekom)  hat sich zum Ziel genommen einige Twitter-Nutzer dazu zu bewegen Nachrichten mit ca. 140 Satzzeichen zur Nachhaltigkeit zu schreiben.

Hier noch einmal meine Tweets für ein Zeichen zur Nachhaltigkeit:

  1. Guten Morgen! Heute kannst auch Du ein #Zeichen setzen: http://www.machmitmob.de/mission_statement.php #MachMit!
  2. Alternativen nutzen! Fahren Sie kurze Strecken mit dem #Fahrrad anstelle mit dem #Auto. Das spart #Geld + ist gut für die #Umwelt! #MachMit
  3. Eigentlich sollte man einen Menschen nicht bemitleiden, besser ist es, ihm zu helfen. #MachMit Tu etwas gutes für deine Mitmenschen!
  4. Nur #Taten zählen und bringen uns voran. Setz dich ein, für ein soziales und gerechtes #Deutschland: http://ow.ly/2c2BS #MachMit
  5. Ein #Bundesverdienstkreuz für pflegende Angehörige: http://www.youtube.com/watch?v=gA8O28VJzog by @simpel #Pflege #Armut #Ehrung #MachMit
  6. Es gibt Menschen die täglich ihr bestes geben, damit es anderen gut geht: http://www.der-pflegeblogger.de/portfolio/blogroll/ #MachMit #ff
  7. Spende #Blut - Rette #Leben! http://www.blutspende.de/ #MachMit
  8. Spende #Knochenmark - Rette #Leben! http://www.dkms.de/ #MachMit
  9. #Sport ist gut, macht alleine aber keinen #Spaß. Mit @myFitbook ist das anders! Gemeinsam bewegen und gutes tun! http://ow.ly/2c3e2 #MachMit
  10. Ich hoffe, dass wir ein #MachMit #Zeichen setzen konnten. Euch allen ein schönes und erholsames #Wochehende. Ich habe am WE #Spaetdienst :-)

Laut MachMitmob.de war die gestrige Aktion recht Erfolgreich, wir waren sogar auf Platz 1 der deutschen TwitterCharts lt. dwitter.com. Auch ich möchte mich ganz herzlich bei allen Teilnehmern bedanken, es war eine nette Aktion! Sofern es ein nächstes Mal gibt, mache ich selbstverständlich wieder mit!

Zusätzlich möchte ich noch auf meinen gestrigen BlogBeitrag hinweisen: Das Kind brauch einen Namen!

16Jul/10

Das Kind brauch einen Namen!

Heute erreichte mich eine kleine Nachricht über das Twitter-Netzwerk bzgl. der Arbeit von KinderpflegeKompass.de - Ins Leben gerufen wurde dies Projekt von Claudia Groth.

Frau Groth ist nicht nur die Initiatorin dieses Projektes, Sie ist darüber hinaus eine Mutter, welche seit guten 7 Jahre für die Pflege ihres eigenen Kindes aufkommt und aufkommen muss. Mit ihrem oben genannten Projekt hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen über Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Eltern bereitzustellen. Neben den genannten Informationen dient der KinderpflegeKompass auch als Austauschplattform für Eltern und Angehörige untereinander.

Damit die wertvolle Arbeit von Claudia Groth auch zukünftig festen bestand findet und ein stetig wachsender Informationskreis zur Aufklärung entsteht, soll jetzt eine Art "Dachverband" her. Genauer: Ein Verein zur Unterstützung pflegender Eltern. Die Ziele dieses Vereines sind klar strukturiert:

  • Der Ausbau des Informationsportals Kinderpflegekompass zu Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten
  • Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung für die besonderen Probleme von pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen und deren Familien
  • Sammlung von best practice-Beispielen für gelungene Entlastungs- und Unterstützungsangebote für „junge Familien in Pflege“
  • Auswertung und Initiierung von Studien zur besonderen Lebenssituation von pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen und ihren Familien
  • Vernetzung aller an der Pflege und Betreuung dieser Familien Beteiligten
  • Kooperation mit Trägern und Einrichtungen mit ähnlicher Zweckbestimmung

So klar und realistisch diese Ziele auch sind, bringen diese nicht viel, wenn es keinen "zentralen" und namenhaften Ansprechpartner gibt. Daher stellt man sich die Frage: Wie soll sich dieser Verein nennen ?

Wenn du Vorschläge hast, so bitte ich dich, diese hier (nischenThema.de - Das Kind brauch einen Namen) in den Kommentaren zu veröffentlichen. Mir persönlich gefallen die (bereits genannten) Namen "KinderpflegeKompass", "Kleine Füße" und "junge Familien in Pflege" sehr gut!

Nachtrag @ 12. März 2011: Inzwichen gibt es einen Namen, der Verein nennt sich "Kinderpflege-Netzwerk". Sören hatte den Verein als Praktikant untersucht - So gibt es hier einen kleinen Einblick in die Tätigkeiten: Das Kinderpflegenetzwerk hatte Besuch