Der Pflegeblogger Die Welt der Pflege: Von Ah bis Zink!

27Aug/10

Unterstützung der Mobilität bei Geh-Einschränkungen

Die Gesellschaft wird im Durchschnitt immer älter, wie man immer wieder an unterschiedlichen Stellen hört. Doch zum Glück wird die Wissenschaft auch immer spezialisierter und erreicht Kenntnisse in immer mehr Bereichen, was auch neue Mittel zur Unterstützung bei Einschränkungen des Bewegungsapparates zu Tage fördert.

Barrierefreiheit dank moderner Techniken

Natürlich ist die zunehmende Spezialisierung in den Wissenschaften ein zweischneidiges Schwert, denn es ist immer eine Frage dessen, wie diese betrieben wird und welche Interessen hinter ihr stehen. Sicherlich sollte sie vor allem, im Sinne Humboldts, um der Wissenschaft willen ausgeübt werden, was es ja auch nicht ausschließt, sich in einer der Gesellschaft dienlichen Weise zu betätigen. Problematisch wird es allerdings genau immer dann, wenn ideologische oder finanzielle Interessen hinter ihr stecken. Doch es ist bei manchen Produkten auch tendenziell egal, woher sie kommen, solange sie nützlich sind.

Und finanzielles Interesse hin oder her – effiziente Gehhilfen bleiben effiziente Gehhilfen. Doch unmittelbare Gehhilfen und Beförderungsmittel sind durchaus nicht die einzigen Typen von Mitteln der maschinellen Alltagsbewältigungsmitteln, die jemandem, dessen Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, das Leben mitunter erheblich erleichtern. Denn manchmal gibt es auch Barrieren, die zum Beispiel für Rollstuhlfahrer Hindernisse darstellen, die zu bezwingen kaum möglich erscheint. Ein Segen ist es zum Beispiel, dass es auf den meisten Bahnhöfen mittlerweile Fahrstühle gibt, die es überflüssig machen, dafür Sorge zu tragen, dass jemand zur Verfügung steht, der das Gerät tragen kann. Und obendrein ist dieses Vorgehen auch noch erheblich gefährlicher. Barrierefreiheit ist das Wort, das diesbezüglich momentan in aller Munde ist.

Auf die Barrikaden gegen die Barrieren

In den 1990er Jahren entwickelte sich zunehmend ein Bewusstsein für die Bedürfnisse Gehbehinderter und die Probleme der Betroffenen im öffentlichen wie privaten Raum. Seitdem verändert sich auch ein wenig, oft für nicht Betroffene kaum merklich, auch das Stadtbild: die Gebäude werden zunehmend behindertengerecht gebaut, das heißt: barrierefrei, bzw. barrierearm, denn die vollständige Barrierefreiheit ist dann wohl doch ein schwer zu realisierender Wunschtraum. Doch das, was man jetzt umsetzen kann, ist unbedingt mehr als nichts und stärkt die Partizipationsmöglichkeiten derer, die hinsichtlich ihrer Bewegungsfreiheit körperlich eingeschränkt sind.

Installiert man beispielsweise Treppenlifte, kann man damit vormals unbezwingbare Treppen zu einem leicht überwindbaren Hindernis machen, das kaum noch so zu nennen ist. Eine demokratische Gesellschaft kann man ja auch nur dann tatsächlich demokratisch nennen, wenn die Bürger die gleichen Partizipationsrechte haben, was nicht nur für die abstrakte rechtliche Ebene gelten darf, sondern eben auch für die tatsächliche, körperliche Teilhabe am Alltag der Gesellschaft.

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25Aug/10

Spende Blut – Rette Leben!

Wenn mir schon die Frage gestellt wurde, wie eine Knochenmarkspende funktioniert, sollte meiner Meinung auch der "kleine Bruder" nicht fehlen. Darum verfasse ich heute einen Beitrag zum gunsten der Blutspende.

Wie verläuft eine Blutspende ?
Als Erstspender wird man als erstes gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, in welchem nach eventuellen Krankheiten gefragt wird, ob man Medikamente nimmt und / oder ob man innerhalb der letzten Wochen einen neuen Sexualpartner kennengelernt hat und mit diesem ggf. ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte.

Hat man den Fragebogen ausgefüllt, werden die Daten durch einen Datenerfasser in einer Datenbank aufgenommen und der Fragebogen angesehen. Nach dem Erfassen der Daten gibt man zunächst erst einmal eine Blutprobe ab um zu sehen, ob man als Spender zugelassen werden kann oder nicht. Nach dem die Blutprobe entnommen wurde, wird man ggf. von einem Arzt über grundlegende Dinge belehrt: Wie oft darf ich mein Blut spenden, was ist wenn ich einen neuen Partner habe, Krankheiten etc.

Wurden alle einzelheiten geklärt, wird man gebeten, sich auf eine Liege zu legen und gefragt, an welchem Arm das Blut entnommen werden darf. Die Blutspende wird stets und nur mit Einmal-Materialien durchgeführt! Man erhält einen "Einstich" in die Vene, anwelchem ein kleiner Schlauch hängt, welcher direkt in einen Blutkonservenbeutel leitet. Indem man als Spender mit seiner Hand eine Faust macht und wieder lockert "pumpt" man das Blut in den dafür vorgesehenen Beutel. Das pumpen sollte man jedoch nicht übertreiben - also lieber etwas langsamer und gleichmäßig (hier berichte ich aus eigener Erfahrung!).

Wie viel Blut spendet man ?
Je Blutspende werden ca. 500ml Blut gespendet.
Zusätzlich einige Milliliter für Blutproben und Untersuchungen.

Bildet der Körper Blut nach ?
Ja, der Körper bildet schon in nur wenigen Stunden / Tagen das verlorene Blut nach.
Gleich nach der Meldung des "Blutverlustes" im Gehirn, fängt der Körper an, das Blut neu zu bilden, so dass genügend Blut den Körper versorgen kann.  Der Blutverlust wird unter anderem durch folgende Maßnahmen ausgeglichen: Kreislaufnormalisierung innerhalb von ca. 30 Minuten und dem Flüssigkeitshaushalt innerhalb 24h. Es ist daher wichtig, vor und nach jeder Spende möglichst viel zu trinken!

Was passiert mit meinem Blut ?
Aus deiner Blutspende werden Blutkonserven mit roten Blutkörperchen (Erythrozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und Blutplasma hergestellt. Diese 3 Bestandteile bilden und erfüllen die wichtigsten funktionen des Blutes wie z.B. den Sauerstofftransport und der Blutgerinnung.

Moderne Verfahren in der Notfall-, Intensiv-. und Krebstherapie erfordern alleine am UK S-H die Bereitstellung von ca. 70.000 Erythrozytenkonzentraten, 40.000 gefrorenen Frischplasmen und ca. 8.000 Thrombozytenkonzentraten pro Jahr! (Quelle: UK S-H)

Was bewirkt eine Blutspende ?
Da man bis heute noch keinen wirklichen Blutersatz herstellen kann, sind Blutspenden bisher die einzigen hilfreichen Mittel für Menschen mit starken Blutverlust durch z.B. Unfällen etc. Krankenhäuser sowie die Empfänger etc. sind somit fest auf Blutspender angewiesen.

Eine Blutspende kann Leben retten!

Wer und vor allem wie kann man Blutspender werden ?
In der Regel kann jeder "gesunde" Mensch in einem Alter von 18 bis 68 Jahren Blutspender werden. Erstspender sollten jedoch nicht älter als 60 sein, da sich der Körper erst zu spät an den "Blutverlust" von ca. 500ml gewöhnen kann. Nach dem man gründlich gecheckt und aufgeklärt wurde (siehe erste Frage) wird man als Spender "zugelassen". Man sollte jedoch nur dann zur Blutspende gehen, wenn man sich wirklich fit und dazu in der Lage fühlt.

Kostet eine Blutspende Geld ?
Eine Blutspende kostet dem Spender keinen einzigen Cent! Ganz im Gegenteil: Viele Blutspende-Dienste entschädigen den Spender mit bis zu 25 EUR sowie einem netten Imbiss mit Brötchen, Kaffee und Co. Somit ist es nicht nur eine gute Sache, sondern auch ein kleiner und netter Nebenverdienst ;)

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23Aug/10

Schleimbeutel (Bursa synovialis)

Eine weitere Frage, welche ich natürlich versuchen werde zu beantworten. Diese Frage erreichte mich nicht per eMail, sondern kam von einer meiner zu betreuenden und pflegenden Klienten. Hier eine ausführlichere Version meiner gegebenen Antwort:

Was sind Schleimbeutel ?
Schleimbeutel sind kleine Säckchen, gefüllt mit Gelenkflüssigkeit. Sie dienen dem Körper als "Puffer", also einem Schutzfaktor bei z.B. Stürzen oder sonstigen mechanischen Belastungen auf den Körper. Diese verhindern, dass diese Einwirkungen auf den Körper nicht direkt, also 1:1 auf die Knochen / Muskeln treffen, sondern gedämpft werden. Man könnte also sagen, es seien körpereigene Airbags.

Schleimbeutel liegen über Knochenvorsprüngen und schützen so Sehnen, Muskeln und Haus. Besonders wichtig sind diese bei größeren Gelenken wie der Schulter oder dem Kniegelenk. In der Fachsprache nennen sich die Schleimbeutel "Bursa" bzw. "Bursa synovialis". Sie bestehen aus einem äußeren Stratum fibrosum (Bindegewebsschicht) und einem inneren Stratum synoviale (sondern die Schleimflüssigkeit - synovia - ab).

Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
Eine Bursitis ist eine Entzündung der Schleimbeutel im Körper. Meist ist sie eine Reizung des Schleimbeutels welche in den meisten Fällen durch Druck oder einer sonstigen leichten Verletzung. Selten, aber dennoch möglich, entsteht eine Schleimbeutelentzündung durch eine Infektion mit Bakterien, Keimen und / oder Viren. Auch bei inneren Erkrankungen können einzelne oder alle Schleimbeutel in Mitleidenschafft gezogen werden. Nicht selten bei rheumatischen Krankheiten und Stoffwechselstörungen.

Unter den typischen Symptomen einer Entzündung gehören Rötungen, erwärmte Körperregionen, Schwellungen und Schmerzen. Bei Infektionen tritt zusätzliches Fieber auf sowie Schüttelfrost.

Therapie der Bursitis
Wird eine Schleimbeutelentzündung nicht behandelt, so kann sich diese auf tiefer liegende Gewebeschichten ausbreiten. Im schlimmsten Falle breitet sich eine Entzündung im gesamten Körper aus. In den meisten Fällen hilft eine Ruhigstellung des betroffenen Gelenks mit zusätzlicher Verabreichung entzündungshemmender Medikamente. Bei einer bakteriellen Infektion hilft ein "einfaches" Antibiotikum, welches durch einen Arzt verschrieben werden sollte.

Sollten die oben genannten Maßnahmen jedoch keinerlei Genesung erzielen, so ist ein operativer Eingriff notwendig, in welchem der betroffene Schleimbeutel entfernt wird. Der Körper gewöhnt sich relativ schnell an die neuen Umstände, so dass kaum irgendwelche Nachteile und Folgen entstehen.

Bursitis-Prophylaxen
Um einer Schleimbeutelentzündung vorzubeugen sollte man darauf achten, seine Gelenke zu schützen.
Bei der Gartenarbeit oder sonstigen arbeiten, welche im knien erledigt werden müssen, empfiehlt es sich Knieschützer zu tragen. Beim Inline Skating sollte man ebenfalls nicht auf diese Verzichten und zusätzlich einen Ellenbogenschutz tragen. Des weiteren sollte man sich bei regelmäßiger sportlicher Ertüchtigung von einem Orthopäden oder einem Krankengymnasten beraten und ggf. untersuchen lassen. Vor allem, wenn chronische Beschwerden an Gelenken bekannt sind.

18Aug/10

Rohmilchprodukte meiden bei Schwangerschaft

Schwangere sind oftmals dafür bekannt, dass sie während ihrer Schwangerschaft alles das essen, worauf sie gerade Appetit haben. Soweit kein Problem, allerdings sollte man genau während der Schwangerschaft gucken und überlegen, was man alles isst und ggf. essen sollte. Immerl auter wird z.B. das Echo, dass Rohmilch- sowie alle anderen Rohmilchprodukte gemieden werden sollten.

Rohmilch- und Rohmilchprodukte beinhalten Listerien (Eine Bakterienart, welche in fast allen tierischen Lebensmitteln zu finden ist) welche sich selbst bei der Lagerung im Kühlschrank im Produkt vermehren können. Der Grund dafür: Rohmilch- sowie Rohmilchprodukte werden während der Produktion und Verarbeitung nicht auf mehr als 40°C erhitzt. Bei einer so niedrigen Temperatur, sterben Listerien nicht ab. Nimmt die Schwangere Listerien über die Nahrung auf, so können diese durch die Plazenta zum ungeborenen Baby gelangen.

Das Immunsystem eines ungeborenen Babys ist noch zu schwach und beinhaltet zu wenig Informationen um ggf. gegen Bakterien zu "kämpfen". Erst mit der Zeit stärkt sich das Immun- und das damit aufbauende Abwehrsystem des Körpers. Die Folgen einer Listerien-Aufnahme eines Babys bringt nicht selten eine Listeriose mit sich. Bei einer solchen Infektion kann es im schlimmsten Fall kann es zur Fehl- oder einer Todgeburt führen. Neben Listerien enthalten Rohmilch und Rohmilchprodukte weitere Bakterien und Keime wie z.B. Salmonellen und Coli-Bakterien.

Es empfiehlt sich also, während der Schwangerschaft eine fachliche Ernährungsberatung zu besuchen / durchzuführen. Ebenso denke man daran: Alles KANN nichts MUSS. Dennoch sollte man immer Vorsorgen, denn bei einer NAchsorge kann es oft schon viel zu spät sein!

Quelle: Muetterberatung.de - Keine Rohmilchprodukte in der Schwangerschaft

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13Aug/10

Das virtuelle Sterben im Internet

Das virtuelle Sterben im Netz ist meist viel schwerer und komplizierter als das physikalische Sterben eines Menschen, da man im WorldWideWeb meist mehr Verträge kündigen muss als man von seinem verstorbenen Angehörigen überhaupt kennt.

Eingehen möchte ich hier auf die Netzaktivitäten eines Menschen wie z.B. Profile in Social Networks, eMail-Adressen sowie IM-Accounts. Nicht selten kommt es vor, das Angehörige die Zugangsdaten sowie die Passwörter ihrer verstorbenen Mitmenschen nicht kennen und somit auch keine Löschung vornehmen können. Passwörter sind zwar dazu da, damit unberechtigte Personen an keine unberechtigten Daten kommen, dennoch empfiehlt es sich, eine Löschung bzw. Kündigung von Profilen verstorbener Personen vorzunehmen, da diese meist unbegrenzt weiterlaufen. Ohne einer solchen Kündigung oder einem Löschungsantrag können ehemals hochgeladene Medien wie Fotos, Videos, Texte und mehr weiterhin kommentiert und / oder gar abgemahnt werden.

Damit einem so etwas nicht passiert und man den hinterbliebenen möglichst wenig Arbeit hinterlässt, sollte man sich rechtzeitig entscheiden was mit den ganzen Daten geschehen sollte. Entweder man vererbt diese ODER man sorgt dafür, dass diese gelöscht werden. Ich persönlich wäre eher für zweiteres, es sei denn es findet sich ein Erbe für das Pflegebloggerblog ;)

  1. Als erstes empfiehlt es sich, eine übersichtliche Auflistung zu machen, in welchen Netzwerken man angemeldet ist bzw. wo man seine eMail-Adresse angemeldet hat und / oder seine Webseiten hinterlegt und "gemietet" hat (Name und Internet-Adresse des Providers sowie des registrats der Domain, falls der Provider nicht mehr existieren sollte). Zusätzlich sollte man hinter der jeweiligen Auflistung die exakten Zugangsdaten schreiben und möglichst aktuell halten.
  2. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte die Mitgliedschaften in den jeweiligen Communities sowie die Verträge bei Providern während Lebzeiten kündigen.
  3. Als dritte Alternative lohnt es sich, im voraus "Kündigungen" zu verfassen, um die Löschung in Social Networks zu beenden und Webseiten etc. zu kündigen. Diese können dann die Angehörigen zusammen mit einer Kopie der Sterbeurkunde an die jeweiligen Adressen über den klassichen Postweg zusenden.

Wichtig: Als Faustregel gillt, dass nicht jeder Vertrag sofort mit dem Tod endent. Meist hat man nur 14 Tage Zeit, solch Kündigungen als dritter durchzuführen. Auch wenn das Datenschutzgesetz mit dem Tod eines Menschen erlischt, stellen sich oftmals viele Anbieter / Provider quer, die Zugangsdaten den hinterbliebenen freizugeben. Daher ist eine Bestätigung über den Tod einer bestimmten Person (Sterbeurkunde) sehr wichtig - Sonst könnte ein Jeder irgendwelche Accounts beliebiger Personen löschen :?

Schlussfazit: Wer sich nicht rechtzeitig darum kümmert, lebt oftmals länger als es einem lieb ist...

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4Aug/10

Vorsicht: Zecken!

Jeder kennt sie: Die Furchteinflößende Zecke (Blutsauger). Kaum ein Winter kann diesen Kreaturen etwas anhaben, so dass diese schon wieder in den ersten warmen Monaten des Jahres auftauchen und auf der Suche nach ihrem "Lieblingsgetränk" sind.

Jährlich erkranken ca. 60.000 bis 80.000 Menschen aus Deutschland an der bundesweit auftretenden Borreliose.

Was ist Borreliose ?

Borreliose ist eine Infektionskrankheit, welche durch das Borrelia burgdorferi Bakterium entsteht. Es kann jedes Organ, das Nervensystem, die Gelenke und das Gewebe befallen. Diese Erkrankung kommt beim Menschen und allen anderen Säugetieren sowie bei Vögeln vor.

Für Borreliose besteht in ganz Deutschland (noch) keine Meldepflicht. Ebenso auch keine Schutzimpfungen. Die meisten Borreliosefälle ließen sich gut mit Antibiotika behandeln. Die einzige und somit wichtigste Vorraussetzung ist, dass die Borreliose rechtzeitig erkannt wurde. Ein typisches Symptom ist der "berühmte" rote Hautring um die Biss- bzw. Einstichstelle. Man sollte also lieber einmal mehr als zu wenig zum Arzt gehen.

Durch was wird Borreliose übertragen ?
Borreliose wird zu 97% vom Holzbock, einer Zeckenart übertragen. Die restlichen 3% fallen auf Stechmücken und Pferdebremsen. Die Übertragungsdauer beträgt ca. 8 bis 12 Stunden nach dem Biss oder Einstich des Überträgers.

Ausführlichere Informationen über Borreliose in der Wikipedia

Wie kann man "Zeckenbisse" vorbeugen ?
Die effektivste Variante, Zeckenbisse und Sticke vorzubeugen ist es, im Wald sowie im Garten lange Kleidung zu tragen. Ebenso empfehlen sich Gummistiefel am dem Füßen, welche dank ihrer "größe / länge" einen Teil des Beines mit schützen. Neben der langen Kleidung un den Gummistiefeln empfehlt sich eine leichte Kopfbedeckung. Helle Kleidung erleichtert den Zecken das auffinden von "Beute", weshalb sich dunklere Kleidung als sicherer erweist.

Wer ganz sicher gehen möchte sollte sich in einer apotheke beraten lassen. Es gibt ein paar Mittel, welche den Insekten- und somit Zeckenschutz erhöhen. Neben allen weiteren Schutzmaßnahmen sollte man seine Wanderungen nicht in Risiko-Orten durchführen und planen.

Nach jedem Spaziergang im Wald sollte man seinen Körper gründlichst durchsuchen. Beliebte Stellen der Zecken sind unter anderen: Haare / Kopf, Nacken, Achselhölen, Kniekehlen und ggf. unter bzw. in den Strümpfen. Desweiteren mepfiehlt sich eine vollständige Impfung gegen FSME.

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28Jul/10

Platzangst (Agoraphobie vs. Klaustrophobie)

So ziemlich jeder kennt den recht simplen Begriff "Platzangst". Doch was ist das eigentlich ?

Platzangst wird in zwei Arten von Ängsten unterschieden. Es gibt zum einen die Agoraphobie (Angst vor bestimmten Plätzen / Orten) und die Klaustrophobie (Angst vor / in zu kleinen Räumen). Dieser Artikel beschäftigt sich mit beiden Phobien.

Was ist Agoraphobie ?
Die Agoraphobie ist der Fachbegriff für die Angst vor bestimmten Plätzen / Orten. Eine solche Angst entwickelt sich z.B. wenn jemandem an einem bestimmten Ort wie z.B. im Supermarkt um die Ecke etwas schlechtes widerfahren ist indem man vielleicht einen Überfall o.ä. miterlebt hat. Dieses Ereignis wird immer wieder mit dem Supermarkt in Verbindung gebracht, so dass man diesen von sich aus meidet und eine gefestigte Angst mit Abwehrverhalten entwickelt. In Extremfällen wird die Wohnung der betroffenen Person nicht mehr verlassen oder nur noch im äußersten Notfall.

Was ist Klaustrophobie ?
Die Klaustrophobie (bekannt als DIE eigentliche Platzangst) ist eine Phobie vor kleinen Räumen und / oder großen Menschenansammlungen wie z.B. auf einem Jahrmarkt, einem Konzert oder einer Mitarbeiterversammlung. In Extremfällen wird die betroffene Person schon panisch, wenn "nur" eine Tür eines Raumes geschlossen wird, worin sich diese befindet.

Ängste lösen Panikattacken aus
Viele Ängste lösen bei der betroffenen Person schwere und extreme Panikattacken aus. Diese können von "normaler" Hyperventilation bis hin zur kompletten Bewusstlosigkeit führen mit schweren psychischen sowie physischen Schäden. Nicht selten kommt es zum vollständigen Kreislauf und / oder Herzversagen. In der Regel kommt es zu deutlichen vorzeichen wie Schweißausbrüche und schwerer / schneller werdender Atem.

Was tun während einer Panikattacke ?
Sollte man mit einem Menschen unterwegs sein, welcher eine Panikattacke entwickelt oder bereits hat ist es wichtig, auf dem schnellstmöglichen Weg, den aktuellen Ort zu verlassen. Desweiteren sollte man stets veruschen, selbst nicht in Unruhe zu geraten, da panische Menschen auf unruhige Personen noch mehr panisch reagieren, so dass sich eine Panikattacke immer weiter zuspitzen kann. Man sollte als Begleitung Ruhig auf die jeweilige Person einreden und sanft berühren z.B. am Arm. Eine Umarmung bringt eher eine verschlimmerung hervor, da die panische Person in den meisten Fällen unter Luftnot leidet.

Das ruhige einwirken und reichen von Trinken reicht in den meisten Fällen schon aus. Sollte sich eine Person überhaupt nicht mehr beruhigen, so sollte man einen Notarzt alamieren, indem man einen Notruf absetzt.

Therapien und Selbsthilfegruppen
Es gibt nahezu für jede Phobie eine passende Therapie. Man sollte sich seinem Hausarzt anvertrauen, denn es kann einem garantiert geholfen werden. Man muss es "nur" wollen. Neben angebotenen Therapien empfehlen sich regelmäßige Besuche bei Selbsthilfegruppen, wo man sich untereinander und gegenseitig zu diversen Situationen austauschen kann.

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19Jul/10

Haustürgeschäfte mit Senioren

Als erstes eine kurze Erklärung: Ein "Haustürgeschäft" ist die juristische Bezeichnung für Verträge, die in bestimmten Situationen geschlossen werden, hauptsächlich bei einem Vertreterbesuch oder auf einer Kaffeefahrt. (Quelle: Wikipedia)

Vermehrt hört man in den Medien, dass Senioren von (angeblichen) Vertretern irgendwelcher Firmen über den Tisch gezogen oder gar ausgeraubt wurden. Um dies zu verhindern, möchte ich an dieser Stelle ein paar kleine, dennoch erfolgreiche Tipps geben, damit man nicht selbst in die Opferrolle gerät:

  • Wohnen Sie in einer Mietwohnung und verfügen somit (in den meisten Fällen) über eine Gegensprechanlage zur Tür, so fragen Sie bei jedem Klingeln nach, wer dort vor der Haustür steht und was er oder sie von Ihnen will.
  • Verfügt Ihre Wohnungstür über einen "Spion" (ein Guckloch in der Tür) so schauen Sie auch erst durch diesen. Sie sollten auf keinen Fall vorher die Tür öffnen. Ebenfalls empfiehlt es sich, ein Türschloss mit einer ca. 10 - 15cm. langen Kette anzubringen, damit ein versuchter Einbruch in Ihre Wohnung nicht zum Kinderspiel des Einbrechers wird. Vorteil einer solchen Kette ist, dass Sie die Tür nur einen Spalt weit aufbekommen und sich niemand so leicht eintritt verschaffen kann.
  • Sollte jemand versuchen gewaltsam in Ihre Wohnung einzubrechen, so rufen Sie laut um Hilfe und / oder rufen schnellstmöglich den Polizei-Ruf unter 110 an.

Sollte man sich einmal unsicher sein, ob die Person unten an der Haus- oder Wohnungstür wirklich die Person ist, für diese er sich ausgibt, so wird Ihnen niemand böse sein, dass Sie die Tür nicht öffneten. In der Regel kündigen sich Handwerker und alle anderen Firmen / Dienstleister vorher an. Bestehen Sie daher auf eine schriftliche Terminvergabe per Post. Eine Terminmitteilung per Telefon ist auch in Ordnung, allerdings sollte man sich sicher sein, dass die von Ihnen angegebene Telefonnummer nicht all zu bekannt ist. Der Grund dafür: Umso bekannter die Rufnummer, desto eher die Erfolgsrate für Täter, sich als jemand auszugeben, wer er nicht ist. Einige haben für solche Fälle eine extra Handynummer mit einer aufladbaren Prepaidkarte.

Verkäufe an der Haustür
Jeder an der Haustür geschlossene Kaufvertrag kann und darf innerhalb von 14 Tagen wiederrufen werden. In Einzelfällen sogar bis zu 4 Wochen. Genauere Angaben kann ich hier leider nicht machen, da ich mich auf diesem Gebiet nicht auskenne. Ich empfehle Ihnen daher, niemals im Alleingang Haustürgeschäfte abzuwickeln. Rufen Sie lieber einen Angehörigen hinzu und / oder lassen Sie sich einen Termin vom Vertreter geben, an diesem er Sie wieder besuchen kann / darf, sofern Sie jemand verwandten dabei haben.

Vorsicht: Fallen Sie nicht auf Dinge herein wie z.B.: "Aber Fr. Xyz - Das Angebot ist nur heute gültig" oder "Ich komme von weiter weg, ich kann Ihnen nicht versprechen, wann ich wieder in der Nähe sein werde" o.ä. !!

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14Jul/10

Katheterisierung im Pflegeheim

Des öfteren schnappe ich in div. Pflegeforen das Thema der Katheterisierung auf: Darf ein Altenpfleger in einer Pflegeeinrichtung einen Katheter legen ?

Grundsätzlich ist nichts gegen die Katheterisierung durch eine Altenpflegefachkraft einzuwenden. Immerhin kam / kommt dieses Thema in der Ausbildung zur Pflegefachkraft vor. Dennoch muss man folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Erlaubnis der Klientin / des Klienten
  2. Erlaubnis des Arztes / Urologens / Gynäkologen
  3. Das Personal fühlt sich dazu in der Lage

Vermehrt kommt es hingegen vor (nach eigenen Beobachtungen zu Folge), dass freie (und extra dafür geschulte) Mitarbeiter diverser Katheterhersteller die Einrichtungen besuchen und die Katheterisierung(en) im Auftrag des Arztes vornehmen.

Andererseits erledigen dies die Uro- und Gynäkologen selbst.

13Jul/10

Knochenmarkspende – Wie geht das ?

Auch wenn ich (noch) kein Arzt bin, versuche ich selbstverständlich auch diese Frage zu beantworten (Verbesserungen und Ergänzungen sind also dringlichst erwünscht).

Wie verläuft eine Knochenmarkspende ?
Für eine Knochenmarkspende muss als erstes ein passender Spender gefunden werden - Schließlich ist man zu 95% nicht mit dem Empfänger der körperlichen Spende verwandt. Für die Bestimmung, ob ein Spender sein Knochenmark spenden darf, ist es nötig, diesen ca. 2 - 4 Wochen vor der ersten Spende gründlichst zu untersuchen, damit keine Krebszellen oder sonstige "unerwünschten Begleiter" während dieser Procedure "mitgespendet" werden.

In der Regel wird die periphere Blut-Stammzellspende angewandt und durchgeführt. Bei diesem "Vorgang" gewinnt man die nötigen Stammzellen aus dem Venenblut des Spenders. Das Blut wird während der Spende durch einen Zellseparator geleitet. Der Empfänger erhält somit nahezu zeitgleich die besagte Spende. Eine eigentliche und direkte Transplantation erfolgt am Beckenknochen, wo das Knochenmark am stärksten produziert wird.

Bildet der Körper Knochenmark nach ?
Damit der Spender nicht ohne Knochenmark dasteht, wird dieser mit G-CSF behandelt. Dies trägt dazu bei, dass die Herstellung von Knochenmark schneller verläuft und somit mehr vom Spendengut hergestellt wird. Der Spender erhält diese Behandlung in "Spritzenform" (ähnlich wie eine Heparin- oder Insulinspritze) vor dem Spendevorgang. Verabreicht wird dies vom Hausarzt.

Knochenmark vs. Rückenmark
Oft kommt es vor, dass viele Menschen das Rückenmark mit der Knochenmarkspende in Verbindung bringen. Das Knochenmark ist ein Blutbildendes Gewebe. Das Rückenmark hingegen ist ein wichtiger und unverzichtbarer Teil des Nervensystems. Rückenmark kann und darf also nicht gespendet / transplantiert werden.

Was bewirkt eine Knochenmarkspende ?
Eine Blut-Stamzell- bzw. Knochenmarkspende ist heute die erste Wahl einer therapie gegen Leukämie (Blutkrebs) oder anderen angeborenen Immundefekten. Diese Krankheiten haben meist einen tödlichen Verlauf. Einen passenden Spender findet man laut Statistik gerade mal einmal unter 1 Millionen Spendewilligen Menschen. Geschwister und Eltern sind trotz hohem Verwandtheitsgrad nur selten als Spender geeignet. Je größer also die Anzahl der registrieren Spender, desto größer die Chancen für den Empfänger.

Wer und vor allem wie kann man Spender werden ?
Jeder "gesunde" Mensch im alter von 18 bis 55 Jahren kann sich als Spender prüfen und registrieren lassen. Für die Verträglichkeit einer Blutstammzell-/ bzw. Knochenmark-Transplantation müssen bei Spender und Empfänger bestimmte Gewebe-Merkmale genau übereinstimmen. Damit dies bestimmt werden kann, werden einem ca. 10ml Blut abgenommen. Diese Blutprobe wird dann im Labor untersucht.

Kostet eine Knochenmarkspende Geld ?
Wie so ziemlich alles im Leben kostet auch eine Knochenmarkspende Geld. Die meisten, wenn nicht sogar alle Spenden werden ehrenamtlich durchgeführt bzw. von entsprechenden Fachkliniken. Hier muss der zukünftige Spender natürlich nichts bezahlen. Das einzige, was in den meisten Fällen an Kosten anfällt, ist die "einmalige" Typisierung und Registration in entsprechenden Knochenmarkspende-Dateien und Listen.

veröffentlicht unter: Fragen & Antworten, Wissenswertes 1 Kommentar
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