Bürgerarbeit – Gut oder schlecht ?
Am vergangenen Donnerstag, den 15. Juli 2010 haben sich die Zeiten für ca. 10.000 (jetzt) ehemalige Langzeitarbeitslose aus Sachsen geändert: Sie sind jetzt Bürgerarbeiter. Wer nach einer 6 monatigen "Aktivierungsphase" von der Agentur für Arbeit keine neue Arbeit findet, wird als Bürgerarbeiter in gemeinnützige Arbeiten in Kommunen oder Vereinen integriert.
Das Ziel dieser Initiative soll sein, Menschen, welche längere Zeit ohne Arbeit waren wieder in Arbeit zu integrieren. Dabei werden sie in verschiedene Arbeitsbereiche integriert. Viele Pflegeunternehmen sehen darin eine starke Konkurenz, denn ein Teil die Bürgerarbeiter sollen ggf. für "leichte" pflegerische Tätigkeiten geschult werden und dabei nur einen Bruchteil kosten, als ein fachmännischer Pflegedienst mit stets ausgebildeten Fachpersonal, welche über Examen und ggf. weitere Auszeichnungen verfügen.
Selbst die Diakonie aus Sachsen steht diesem Vorhaben kritisch gegenüber. Es sei eine Verschönerung der Statistiken bzgl. der Arbeitslosenzahl in Deutschland. Desweiteren stellte die Diakonie in Frage, ob es wirklich sinnvoll sei, Arbeitsprogramme mit Steuergeldern zu subventionieren, die "vermutlich weitere Niedriglöhner hervorbringen" würden. Ebenso würde es keine neuen Arbeitsplätze geben, sondern nur neue gemeinnützige Arbeiter.
Während einer Bürgerarbeit verdient man im Monat ca. 1080 EUR in einer 30-Stunden-Woche. Diese setzen sich aus 900 EUR "Lohn" und ca. 180 EUR Sozialversicherungsbeiträgen zusammen. Bei einer Wochenarbeitszeit von 20 Stunden bekäme man 720 EUR / Monat.
Bisher beteiligen sich knapp die Hälfte aller deutschen Jobcenter an der Bürgerarbeit. Insgesamt sollen rund 34.000 Bürger-Arbeitsplätze entstehen. Ursula von der Leyen zufolge ist das Projekt auf drei Jahre angelegt und es stehen 1,3 Milliarden Euro (Bundesweit) dafür zur Verfügung.
Was hälst du von dieser Idee ? Wird sich die Bürgerarbeit beweisen können oder nur mehr Steuergelder etc. verschlingen ? Schreibe deine Meinungen in die Kommentare dieses Beitrags. Ich bin schon sehr gespannt!
Hello, I'm Sören!






August 10th, 2010 - 12:40
Meiner Meinung nach handelt es sich dabei lediglich um eine Aktion, die Arbeitslose aus den offiziellen Statistiken heraushalten und die Arbeitgeber entlasten soll, damit die Bürger selbst einen Teil der Personalkosten übernehmen. Menschen werden nicht in Arbeit gebracht, sondern sollen geringqualifiziert Arbeitgeber entlasten. Ein weiterer Schritt auf dem Weg, den Niedriglohnsektor zu ungunsten der Bevölkerung auszubauen.
October 13th, 2010 - 00:39
ARBEIT MACHT FREI!!!!
October 13th, 2010 - 00:39
BÜRGER ARBEIT FINDE ICH BESSER ALS ZEITARBEIT!!!!
March 7th, 2011 - 12:28
Was soll dieser Politunsinn !
Gibt es nicht schon genug Pfusch am Bau in
Deutschland ?!
Als ö.b.v. Sachverständiger habe ich seit 15 Jahren
mit ansteigendem Murks und unglaublichen Neuschäden
zu tun, die mit Öffnung der EU-Grenzen von Jahr zu Jahr mehr werden. Hierdurch wird ein immenser finanzieller volkswirtschaftlicher Schaden angerichtet,
der durch den Quatsch von “Bürgerarbeitern” mit größter
Sicherheit noch gesteigert wird.