29Sep/09

Krankenversicherungen

Mein heutiger Tag war alles andere als Erfolgreich. Eher erschütternd und erschreckend. Ein Beratungsgespräch bei meiner "noch-Krankenkasse" ergab, dass ich mich komplett selbst versichern müsste für 136 Euro im Monat. Irgendwo ist das ja auch logisch. Mit meinen 20 jahren bin ich ja noch Familien-Versichert, da ich "nur" einen 400 Euro-Job/ Teilzeit-Job habe. Alles was über diese 400 Euro kommt muss ich bzgl. meiner Gewerbeanmeldung (egal ob Neben-, oder Hauptgewerbe) mit 136 Euro für gesetzlich versicherte versichern..

Meine aktuellen Möglichkeiten sind jetzt unter anderen: Eine "günstigere Alternative" in Form einer Basis-Schutz-Versicherung als privat versicherter zu bekommen, oder mein Gewerbe zu kündigen. Das ist gar nicht so rosig wie man es sich denkt. Da ich noch keine tausende Euro verdiene ist es sehr schwer. Gerade jetzt wo Kunden-Anfragen kommen und meine Werbung(en) langsam fruchten. Sicher, ich könnte mich GKV oder PKV versichern, habe aber immer ein RSIKO, da ich (noch) keine geregelten und sicheren Einkünfte habe. Mal habe ich 400 Euro, dann 250 Euro oder mal 800 Euro. Wenn man jetzt einen schlechten Monat erwischt und400 Euro verdient, gehen dort schon 136 Euro für die KV drauf, dann fallen noch alle weiteren Rechnungen an.

Unterstützungen und Zuschüsse gibt es für mich nicht - Ich habe sämtliche Unternehmensberater durch. Meine jetzige Hoffnung: Eine "günstige / preiswerte" Versicherung zu finden in dem ein Basis-Schutz gewehrleistet ist und werden kann. Danach richten und orientieren sich dann die zukünftigen Monate, ob mein Konzept aufgeht oder doch nicht und ich (vorerst) alles auf Eis legen muss.

So ist das mit der Selbstständigkeit ;)
Ich bin für jeden Tipp und Ratschlag dankbar. Ich bin gespannt was unter anderem meine XiNG-Kontakte für Tipps haben!

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  1. Bei vielen meiner “Kunden” im Hauptberuf in ähnlicher Situation greift zur Zeit mein Vorschlag, der bei Arbeitgebern mit dem Vorurteil “400 €-Job ist billiger” aufräumt.

    Der Arbeitnehmer lässt sich fest einstellen. Für einen Lohn von monatlich 401 €. Das bedeutet, er wird sozialversicherungspflichtig. Der Arbeitgeber zahlt lustigerweise erheblich weniger Abgabenanteile als vorher bei der Pauschalversicherung und -versteuerung des 400€-Jobs und der Arbeitnehmer erhält zwar weniger Netto, ist jedoch Kranken-, renten- und arbeitslosenversichert.

    Für einen ledigen Selbständigen bringt dieses Beispiel eine Ersparnis, die sich anhand der laufend steigenden Kassenbeiträge gut errechnen lässt. Für den Arbeitgeber springen dabei ohne Weiteres mal eben 75 € Ersparnis jeden Monat heraus. Was bei 12 Monaten aufsummiert glatt mal eben 2 Monatsgehälter an Kostenerspranis ausmacht.

    Interessant sind die Gegenargumente der Arbeitgeber, die grundsätzlich betrügen wollen: Man müsse dann ja bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankenfalle gewähren. Richtig! Aber das muß man auch bei einem 400€-Job! Was viele Arbeitgeber bislang einfach gekonnt unter den Tisch fallen ließen.

    Ich würde da einfach mal die spitze Ausrechnung machen lassen, um dann das verblüffte Gesicht des Arbeitgebers zu sehen, der sich pro 400€-Kraft jährlich über 800 € zuviel aus der Tasche leiern lässt.

    Nur wegen eines Gerüchtes ;-)


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